Christina Mix und Kristin Gegner gelingt der große Wurf


13 der 14 Körbe gehen alleine auf das Konto der Abtswinder Schlüsselspielerinnen

Dritter Spieltag der Korbball-Hallenrunde 2016/17

Slider Ende

Im spürbaren Aufwind befinden sich die Korbballerinnen des TSV Abtswind. Zum vierten Mal in Folge blieben sie unbesiegt. Erneut sammelten die von Peter Schmitt trainierten Frauen eifrig Punkte und warfen zahlreiche Körbe. Zur Belohnung gab es einen 6:5-Erfolg gegen die SpVgg Münsterschwarzach und ein 8:8-Unentschieden gegen die JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau. In der Tabelle folgte der Sprung auf Platz drei.

Die Konkurrenz beim Korbball ist relativ übersichtlich. Gerade einmal sieben Mannschaften verabreden sich in der Kreisklasse zum Spielen. Das ist das Schicksal von Randsportarten. Die geringe Dichte an Vereinen hat aber auch ihre Vorteile: Man kennt sich, und man trifft sich in kurzen Abständen. Einmal im Monat kommen die Mannschaften in Münsterschwarzach zusammen. Sechs Partien stehen dann immer im Spielplan. Jedes Team muss zweimal antreten. Nach zweieinhalb Stunden ist das Treiben in der Halle wieder vorbei. Bis zum nächsten Mal. Sieben Mal geht das so während der Wintersaison.

So kam es, dass zwischen dem Hinspiel des TSV Abtswind gegen die SpVgg Münsterschwarzach und dem Aufeinandertreffen in der Rückrunde gerade mal zwei Wochen lagen. So bekam der Verlierer – Münsterschwarzach – die schnelle Möglichkeit zur Revanche. Abtswind als Sieger des ersten Duells konnte vom Rückenwind des Erfolgs profitieren. 7:6 war es im November ausgegangen. Genauso eng wurde die zweite Begegnung. Dabei schien es zunächst, als könnten die Abtswinderinnen diesmal nicht mithalten. Zur Pause lagen sie mit 1:4 hinten. Doch drei Körbe sind mit der richtigen Einstellung leichter aufzuholen als ein Rückstand beim Fußball – selbst wenn eine Halbzeit nur zehn Minuten dauert. Beim Seitenwechsel rafften sich die Abtswinder Mädels gehörig auf und jagten im zweiten Durchgang den gegnerischen Vorsprung. Korb um Korb zogen sie heran, weil der Einsatz plötzlich stimmte. Der Kampfgeist vermochte Münsterschwarzachs Spielstärke zu behindern. Die gute Abwehr ließ im zweiten Durchgang nur noch einen Gegentreffer zu. Vorne sorgten Christina Mix (3), Kristin Gegner (2) und Linda Stadler (1) für die nötigen Körbe, um in Führung zu gehen und die Partie für sich zu entscheiden.

Die drei Zähler aus der Auftaktpartie gaben Abtswind einen starken Motivationsschub für das zweite Spiel, das nur eine halbe Stunde später angepfiffen wurde. Gegen die Jugendspielgemeinschaft Münsterschwarzach/Schwarzenau lieferten sich die TSV-Frauen einen harten Kampf. In dem temporeichen Vergleich ging es hin und her, Zug um Zug, Schlag auf Schlag. Viele Angriffe gingen ins Ziel. Ständig wechselten die Körbe: Wenn Schwarzach vorlegte, zog Abtswind nach. So endete die erste Halbzeit mit einem 4:3-Vorsprung der Schwarzacher Jugend. Abtswind war gefordert, doch das Team passte sich dem Niveau des Gegners an und hielt mit. Dank starker Deckung und hoher Laufintensität vergrößerte sich der Rückstand nicht. Im Gegenteil, plötzlich zogen die Abtswinderinnen mit einem Korb in Front – was vor allem an Christina Mix lag. Die Spielführerin avancierte zur herausragenden Akteurin und versenkte fünf Würfe im Netz. Kristin Gegner stand ihrer Mitspielerin in nichts nach und steuerte drei Körbe bei. Als es gegen Ende 8:8 stand, war Abtswind wieder am Zug und dem Siegtreffer näher als der Gegner. Nur wollte der entscheidende Wurf nicht mehr fallen.

Ein Sieg und ein Unentschieden – das war die Bilanz des Wochenendes, das Abtswind als erfolgreichen Spieltag verbuchte. Bemerkenswert waren dabei die Werte der beiden Schlüsselfiguren im Spiel: Christina Mix erzielte am vergangenen Samstag insgesamt acht Körbe. Kristin Gegner traf fünfmal. Damit gingen dreizehn der vierzehn Körbe allein auf das Konto der beiden. In der Vergangenheit war die Mannschaft von erfreulichen Ergebnissen nicht verwöhnt worden. In der Hallenrunde ein Jahr zuvor landeten die Abtswinderinnen auf dem letzten Platz. Seit Peter Schmitt im Frühjahr die Verantwortung als Übungsleiter übernahm, zeigt die Entwicklungskurve deutlich nach oben. Das disziplinierte Training zahlt sich aus. Derzeit liegt das Team auf Rang drei. Die einzigen beiden Niederlagen der Saison gab es gleich am ersten Spieltag gegen die JSG Prichsenstadt/Altenschönbach (4:10) und den SV-DJK Sommerach II (3:4), die vor Abtswind stehen. Die jüngsten Ergebnisse der Korbballerinnen hatten auch Fußballmanager und Sponsor Christoph Mix neugierig gemacht. In Münsterschwarzach gehörte er zu den Zuschauern – und belohnte die couragierten Auftritte der TSV-Mädels mit Schokolade.

Die nächste Gelegenheit, Körbe zu verteilen, gibt es nach einer kurzen Weihnachtspause. Gegner am 14. Januar in Münsterschwarzach sind der TSV Geiselwind (18 Uhr) sowie die JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau (19:40 Uhr). Dann können sich die Korbballerinnen des TSV Abtswind wieder von ihrer schönsten Seite zeigen.

Michael Kämmerer

Die Spiele in der Statistik

TSV Abtswind – SpVgg Münsterschwarzach 6:5 (1:4)
Abtswinder Korbschützinnen: Christina Mix (3), Kristin Gegner (2), Linda Stadler.

TSV Abtswind – JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau 8:8 (3:4)
Abtswinder Korbschützinnen: Christina Mix (5), Kristin Gegner (3).

Für Abtswind spielten: Kristin Gegner, Christina Mix, Stefanie Hümmer, Anne Winter, Linda Stadler, Elisabeth Ritz, Johanna Elflein.

Ergebnisse, Tabelle und Termine der Abtswinder Korbballmannschaft: Hier klicken

Christina Mix und Kristin Gegner gelingt der große Wurf

Ho Ho Ho – eine ehrwürdige Erscheinung


Man hat es nicht leicht, als Nikolaus, in diesen Zeiten

Der Schmierfink zum Thema Mode, Geschenkkultur und Ritalin im Hausgebrauch

Slider Ende

Landauf, landab sind wir uns, so als Spezies betrachtet, in wenigen Punkten einig. Den geflügelten Spruch von 3 Israeliten mit 4 Meinungen könnte man problemlos auf viele andere Nationalitäten umdichten. Bei einer simple Wahrheit jedoch gehen wir alle konform: Wir sind die Krone der Schöpfung, der King im Ring. Wir sehen uns als Nonplusultra im weiten Erdenrund.

Gut, der Gepard ist schneller, vorzugsweise auf Savannengrund. Die Giraffe hat den längsten Hals, wenn man vom Edelfan einmal absieht, dessen Team gerade per Neunschwänziger mit eingeflochtenen Angelhaken malträtiert wurde. Unser höheres Wesen steht also an der Spitze. Per se, per Dekret bis perfide, per Akklamation perfekt. Der Hintergrund tut nichts zur Sache. Ich hingegen bin der Ansicht, es existiert ein weiteres Wesen, das oberhalb des Menschen angesiedelt ist: Der Nikolaus. Ob an der Weihnachtsfeuer, dem neutraleren Winterfest, an seinem Jubeltag, dem 06. Dezember selbst: Das Erscheinen ist nicht nur sprichwörtlich entscheidend.

16-12-05-einleger-3

Man ist froh, wenn er erscheint. Mundwinkel orientieren sich sofort himmelwärts. Oft sinkt man zudem ergeben auf die Knie, betet um die Erscheinung herum und geht dabei ganz nebenbei durchs Fegefeuer. Ähnlich wie beim Handwerker. Im antarktischen Winter. Wenn die nagelneue Heizung spinnt. Kommt der Fachmann bevor Schwiegermutter im Sessel einfriert? Zeigt er sich nach vollendetem Tagwerk halbwegs gnädig?

Allein durch seine optischen Autorität ist der Nikolaus von nebensächlichem Schnickschnack wie Termine einhalten, Pünktlichkeit und solchen zwangsneurotischen Symptomen befreit. „Rot macht Staat“ definierte die Omageneration „schick“. Aber auch „Weiß ist Scheiß“. Dementsprechend wandelt der Graubart mit 50er-jahre-Wohlstandsbauch auf einem ganz schmalen Grat. Den Sack lockend über der rechten Schulter platziert, begibt er sich – nach Ankündigung durch den Vorsitzenden und höflichem Szenenapplaus – mitten unter die aufgeregte Kinderschar. Im Pulk fallen Ritalin Kinder kaum mehr auf.

Früher war eh alles besser. Sobald sich die bärtige Lichtgestalt grollend bis begütert erkundigte „Warst auch immer schön brav?“ dann wurde pflichtschuldigst die Aussage verweigert. Oder nach Strich und Faden gelogen bis sich die jeweiligen Kindeseltern leise gruselnd ins dunkle Eck verzogen. Man kannte sich ja bestens im Vereinsleben. Vor allem die Störer, die Rabauken.

16-12-05-einleger-1

Seit 68er Verwirrung, antiautoritärer Kindesaufzucht mit grün ideologisch aufgezwungenem Glorienschein, Kinderdemos und der konsequenten Ausklammerung von allem, was im weitesten Sinne nach „Erziehung“ aussieht, ist der Job des Nikolaus auch nicht einfacher geworden. Mitten im vielstimmigen Kontrapiepsen, bei glockenhellen Wiederworten, Geschubse und Geschrei hilft auch der berühmt berüchtigte, aussagekräftige Seitenblick auf die roh behauene Haselrute kein Stück weiter. Sobald man droht „ich klopf dir die Flausen aus´m Frack, du Früchtchen“ steht augenblicklich das Jugendamt Spalier und sichtet Beweismittel. Kommen Sie den lieben Kleinen mal mit goldig saftigen, orangenen Mandarinen oder knackigen Nüsslein. „Ey, Alter, watt willste mit DEM Mist?“

Das eigentliche Problem heute besteht darin, dass herzhaft handfeste Returns irgendwann einmal, spätestens zu Beginn der 70er mit wachsenden Koteletten und Schlaghosen zum ausdrücklichen Tabu erklärt wurden. Und wenn sich der Nikolaus bei den Eltern beschwert, antworten die bloß lapidar: „Ich habe keine Ahnung, woher mein Goldstück solche Ausdrücke kennt – du Arsch!“ Es sind diese Situationen im Leben, in denen man einen konservativ sozialpolitischen Ruck verspürt. Schließlich gibt es Schlimmeres als rotzfreche Gören. Ihre Eltern beispielsweise.

16-12-05-einleger-2

Wenn man als Gelegenheitsbartträger schlussendlich seinen Süßkram ans Kind gebracht hat, lehnt man sich geschafft am Stammtisch zurück und gönnt sich einen Herz erwärmenden Glühwein. Und sinniert über eklatantem Mangel an Anstand und einen lieb gewonnenen, verschwindenden Nimbus nach. Früher, in längst vergangenen Tagen, reichte der rote Mantel, eine voluminöse Gestalt in Coop mit Opernbass a la „ich bin dein Vater“ und schon hatte man die Kleinen im Sack. Nicht wörtlich, natürlich. Heute schweifen erschöpfte Gedanken ins Tierreich ab. Der Kuckuck macht das schon nicht so verkehrt. Weg mit dem Ei zur Fremdaufzucht und weiter auf die Fitz. Sollen sich andere mit der nervenden Brut herumschlagen. Eltern beispielsweise. Oder das Jugendamt. Oder die Politik. Nein, Gott bewahre, bitte nicht die Politiker. Schlechte Vorbilder finden sich auch in der näheren Umgebung.

In diesem Sinne,

Euer Schmierfink

Ho Ho Ho – eine ehrwürdige Erscheinung

Alles andere als „Stad“


Ein Fest für alle Generationen, Mitglieder, Freunde und Gönner unseres TSV

Winterfest des TSV Abtswind am 17. Dezember 2016

Slider Ende

Der Turn- und Sportverein Abtswind lädt alle Mitglieder, Freunde, Gönner, Fans von nah und fern ganz herzlich ein zum Winterfest am Sportplatz. Die „stade Zeit“ geht noch lang genug. Am Vorabend des 3. Advents feiern wir zusammen das vergangene Jahr. Beginn um 17:00 Uhr. Das Ende hingegen ist kaum abzusehen.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Ob grobe Bratwurst vom Grillrost oder Gulaschtopf, da ist für jeden etwas dabei. Das Essen ist für unsere Mitglieder und Fans heuer kostenlos.

Im Hüttla am Sportplatz, weihnachtlich und stimmungsvoll dekoriert, lassen wir die verflossenen 12 Monate Revue passieren. Beim Schein von Schwedenfeuern und Laternen kommt gleich eine anheimelnde Stimmung auf. Lasst uns gemeinsam anstoßen auf eine geile Zeit, auf Höhen und Tiefen, auf die großen und unsere kleinen Himmelsstürmer. Dem ein oder anderen wird der Nikolaus vielleicht die Leviten lesen. Wahrscheinlich hören wir auch lobende Worte aus seinem Munde, denn die TSV-Gemeinde war heuer wieder ausgesprochen fleißig. In jedem Fall hat er ein Geschenk dabei für unseren Nachwuchs, die Basis eines lebendigen Vereins, wie es unser TSV ist.

Unser Vergnügungsteam kredenzt den fruchtigen Kinderpunsch auch „mit Schuss“, je nach Gusto verfeinert, klassisch mit russischem Wodka oder in karibischem Flair mit Rum. Natürlich gibt es auch Glühwein, für die Schoppenfetzer unter uns. Das Abtswinder Winterfest – alles andere als „stad“.

Mit weihnachtlichen Grüßen
Die Vorstandschaft des TSV Abtswind

16-12-02-winterfest-2016_plakat-inliner

Alles andere als „Stad“

Heimspiel gegen Fuchsstadt fällt aus


Frost und Regen machen den Rasen in der Kräuter Mix Arena unbespielbar

Winterpause bis Anfang März

Slider Ende

Das war’s dann für 2016: In diesem Jahr bestreiten die Landesliga-Fußballer des TSV Abtswind kein Spiel mehr. Die letzte Partie zu Hause gegen den FC Fuchsstadt, die für Samstag, 3. Dezember, angesetzt war, fällt aus. Grund für die Absage sind die aktuellen Wetterverhältnisse, die zwischen Frost und Regen wechseln. Auf den beiden Rasenplätze in der Kräuter Mix Arena ist deshalb kein Spiel möglich.

Am Freitagnachmittag entschloss sich der TSV Abtswind zu dem unausweichlichen Schritt und informierte neben dem Gegner FC Fuchsstadt auch das eingeteilte Schiedsrichtergespann sowie Landesliga-Spielleiter Bernd Reitstetter über die Absage. In den vergangenen Tagen hatten die Abtswinder Verantwortlichen mehrmals die beiden Spielfelder in Augenschein genommen. Im Laufe der Woche war der Untergrund bei einsetzendem Frost und Nebel zunächst nass und tief, später hartgefroren. Am Freitagvormittag kam Regen hinzu und versetzte das Geläuf in einen außergewöhnlich weichen Zustand. Um den Rasen nicht dauerhaft zu schädigen, wurde der Platz für den Spielbetrieb gesperrt. Wann die Partie gegen Fuchsstadt nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Am 10. Dezember, der im Rahmenterminkalender des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) prinzipiell als Ersatzspieltag vorgesehen ist, wird dies jedenfalls nicht der Fall sein. Darauf hat sich Bernd Reitstetter bereits festgelegt. Damit gehen die Fußballer des TSV Abtswind, die derzeit auf Rang vier stehen, vorzeitig in die bis Anfang März dauernde Winterpause, sofern der BFV nicht eines der beiden Nachholspiele auf Ende Februar legt. Vor zwei Wochen war bereits der Abtswinder Heimauftritt gegen den TSV Unterpleichfeld dem herbstlichen Wetter zum Opfer gefallen.

In der Winterpause stehen für Abtswind zwei Hallenturniere in der Wiesentheider Steigerwaldhalle an: Am 26. Dezember spielt die Reserve-Mannschaft beim Weihnachtsturnier des TSV/DJK Wiesentheid (Beginn 14 Uhr). Beim Nachtturnier desselben Ausrichters am 5. Januar schicken die Abtswinder ihre erste Garde aufs Parkett (Anstoß 18 Uhr). Auftakt zur Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison ist für den Kader von Trainer Petr Skarabela am 16. Januar.

Michael Kämmerer

Heimspiel gegen Fuchsstadt fällt aus

Christina Mix und Kristin Gegner gelingt der große Wurf


13 der 14 Körbe gehen alleine auf das Konto der Abtswinder Schlüsselspielerinnen

Dritter Spieltag der Korbball-Hallenrunde 2016/17

Slider Ende

Im spürbaren Aufwind befinden sich die Korbballerinnen des TSV Abtswind. Zum vierten Mal in Folge blieben sie unbesiegt. Erneut sammelten die von Peter Schmitt trainierten Frauen eifrig Punkte und warfen zahlreiche Körbe. Zur Belohnung gab es einen 6:5-Erfolg gegen die SpVgg Münsterschwarzach und ein 8:8-Unentschieden gegen die JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau. In der Tabelle folgte der Sprung auf Platz drei.

Die Konkurrenz beim Korbball ist relativ übersichtlich. Gerade einmal sieben Mannschaften verabreden sich in der Kreisklasse zum Spielen. Das ist das Schicksal von Randsportarten. Die geringe Dichte an Vereinen hat aber auch ihre Vorteile: Man kennt sich, und man trifft sich in kurzen Abständen. Einmal im Monat kommen die Mannschaften in Münsterschwarzach zusammen. Sechs Partien stehen dann immer im Spielplan. Jedes Team muss zweimal antreten. Nach zweieinhalb Stunden ist das Treiben in der Halle wieder vorbei. Bis zum nächsten Mal. Sieben Mal geht das so während der Wintersaison.

So kam es, dass zwischen dem Hinspiel des TSV Abtswind gegen die SpVgg Münsterschwarzach und dem Aufeinandertreffen in der Rückrunde gerade mal zwei Wochen lagen. So bekam der Verlierer – Münsterschwarzach – die schnelle Möglichkeit zur Revanche. Abtswind als Sieger des ersten Duells konnte vom Rückenwind des Erfolgs profitieren. 7:6 war es im November ausgegangen. Genauso eng wurde die zweite Begegnung. Dabei schien es zunächst, als könnten die Abtswinderinnen diesmal nicht mithalten. Zur Pause lagen sie mit 1:4 hinten. Doch drei Körbe sind mit der richtigen Einstellung leichter aufzuholen als ein Rückstand beim Fußball – selbst wenn eine Halbzeit nur zehn Minuten dauert. Beim Seitenwechsel rafften sich die Abtswinder Mädels gehörig auf und jagten im zweiten Durchgang den gegnerischen Vorsprung. Korb um Korb zogen sie heran, weil der Einsatz plötzlich stimmte. Der Kampfgeist vermochte Münsterschwarzachs Spielstärke zu behindern. Die gute Abwehr ließ im zweiten Durchgang nur noch einen Gegentreffer zu. Vorne sorgten Christina Mix (3), Kristin Gegner (2) und Linda Stadler (1) für die nötigen Körbe, um in Führung zu gehen und die Partie für sich zu entscheiden.

Die drei Zähler aus der Auftaktpartie gaben Abtswind einen starken Motivationsschub für das zweite Spiel, das nur eine halbe Stunde später angepfiffen wurde. Gegen die Jugendspielgemeinschaft Münsterschwarzach/Schwarzenau lieferten sich die TSV-Frauen einen harten Kampf. In dem temporeichen Vergleich ging es hin und her, Zug um Zug, Schlag auf Schlag. Viele Angriffe gingen ins Ziel. Ständig wechselten die Körbe: Wenn Schwarzach vorlegte, zog Abtswind nach. So endete die erste Halbzeit mit einem 4:3-Vorsprung der Schwarzacher Jugend. Abtswind war gefordert, doch das Team passte sich dem Niveau des Gegners an und hielt mit. Dank starker Deckung und hoher Laufintensität vergrößerte sich der Rückstand nicht. Im Gegenteil, plötzlich zogen die Abtswinderinnen mit einem Korb in Front – was vor allem an Christina Mix lag. Die Spielführerin avancierte zur herausragenden Akteurin und versenkte fünf Würfe im Netz. Kristin Gegner stand ihrer Mitspielerin in nichts nach und steuerte drei Körbe bei. Als es gegen Ende 8:8 stand, war Abtswind wieder am Zug und dem Siegtreffer näher als der Gegner. Nur wollte der entscheidende Wurf nicht mehr fallen.

Ein Sieg und ein Unentschieden – das war die Bilanz des Wochenendes, das Abtswind als erfolgreichen Spieltag verbuchte. Bemerkenswert waren dabei die Werte der beiden Schlüsselfiguren im Spiel: Christina Mix erzielte am vergangenen Samstag insgesamt acht Körbe. Kristin Gegner traf fünfmal. Damit gingen dreizehn der vierzehn Körbe allein auf das Konto der beiden. In der Vergangenheit war die Mannschaft von erfreulichen Ergebnissen nicht verwöhnt worden. In der Hallenrunde ein Jahr zuvor landeten die Abtswinderinnen auf dem letzten Platz. Seit Peter Schmitt im Frühjahr die Verantwortung als Übungsleiter übernahm, zeigt die Entwicklungskurve deutlich nach oben. Das disziplinierte Training zahlt sich aus. Derzeit liegt das Team auf Rang drei. Die einzigen beiden Niederlagen der Saison gab es gleich am ersten Spieltag gegen die JSG Prichsenstadt/Altenschönbach (4:10) und den SV-DJK Sommerach II (3:4), die vor Abtswind stehen. Die jüngsten Ergebnisse der Korbballerinnen hatten auch Fußballmanager und Sponsor Christoph Mix neugierig gemacht. In Münsterschwarzach gehörte er zu den Zuschauern – und belohnte die couragierten Auftritte der TSV-Mädels mit Schokolade.

Die nächste Gelegenheit, Körbe zu verteilen, gibt es nach einer kurzen Weihnachtspause. Gegner am 14. Januar in Münsterschwarzach sind der TSV Geiselwind (18 Uhr) sowie die JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau (19:40 Uhr). Dann können sich die Korbballerinnen des TSV Abtswind wieder von ihrer schönsten Seite zeigen.

Michael Kämmerer

Die Spiele in der Statistik

TSV Abtswind – SpVgg Münsterschwarzach 6:5 (1:4)
Abtswinder Korbschützinnen: Christina Mix (3), Kristin Gegner (2), Linda Stadler.

TSV Abtswind – JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau 8:8 (3:4)
Abtswinder Korbschützinnen: Christina Mix (5), Kristin Gegner (3).

Für Abtswind spielten: Kristin Gegner, Christina Mix, Stefanie Hümmer, Anne Winter, Linda Stadler, Elisabeth Ritz, Johanna Elflein.

Ergebnisse, Tabelle und Termine der Abtswinder Korbballmannschaft: Hier klicken

Christina Mix und Kristin Gegner gelingt der große Wurf

Ho Ho Ho – eine ehrwürdige Erscheinung


Man hat es nicht leicht, als Nikolaus, in diesen Zeiten

Der Schmierfink zum Thema Mode, Geschenkkultur und Ritalin im Hausgebrauch

Slider Ende

Landauf, landab sind wir uns, so als Spezies betrachtet, in wenigen Punkten einig. Den geflügelten Spruch von 3 Israeliten mit 4 Meinungen könnte man problemlos auf viele andere Nationalitäten umdichten. Bei einer simple Wahrheit jedoch gehen wir alle konform: Wir sind die Krone der Schöpfung, der King im Ring. Wir sehen uns als Nonplusultra im weiten Erdenrund.

Gut, der Gepard ist schneller, vorzugsweise auf Savannengrund. Die Giraffe hat den längsten Hals, wenn man vom Edelfan einmal absieht, dessen Team gerade per Neunschwänziger mit eingeflochtenen Angelhaken malträtiert wurde. Unser höheres Wesen steht also an der Spitze. Per se, per Dekret bis perfide, per Akklamation perfekt. Der Hintergrund tut nichts zur Sache. Ich hingegen bin der Ansicht, es existiert ein weiteres Wesen, das oberhalb des Menschen angesiedelt ist: Der Nikolaus. Ob an der Weihnachtsfeuer, dem neutraleren Winterfest, an seinem Jubeltag, dem 06. Dezember selbst: Das Erscheinen ist nicht nur sprichwörtlich entscheidend.

16-12-05-einleger-3

Man ist froh, wenn er erscheint. Mundwinkel orientieren sich sofort himmelwärts. Oft sinkt man zudem ergeben auf die Knie, betet um die Erscheinung herum und geht dabei ganz nebenbei durchs Fegefeuer. Ähnlich wie beim Handwerker. Im antarktischen Winter. Wenn die nagelneue Heizung spinnt. Kommt der Fachmann bevor Schwiegermutter im Sessel einfriert? Zeigt er sich nach vollendetem Tagwerk halbwegs gnädig?

Allein durch seine optischen Autorität ist der Nikolaus von nebensächlichem Schnickschnack wie Termine einhalten, Pünktlichkeit und solchen zwangsneurotischen Symptomen befreit. „Rot macht Staat“ definierte die Omageneration „schick“. Aber auch „Weiß ist Scheiß“. Dementsprechend wandelt der Graubart mit 50er-jahre-Wohlstandsbauch auf einem ganz schmalen Grat. Den Sack lockend über der rechten Schulter platziert, begibt er sich – nach Ankündigung durch den Vorsitzenden und höflichem Szenenapplaus – mitten unter die aufgeregte Kinderschar. Im Pulk fallen Ritalin Kinder kaum mehr auf.

Früher war eh alles besser. Sobald sich die bärtige Lichtgestalt grollend bis begütert erkundigte „Warst auch immer schön brav?“ dann wurde pflichtschuldigst die Aussage verweigert. Oder nach Strich und Faden gelogen bis sich die jeweiligen Kindeseltern leise gruselnd ins dunkle Eck verzogen. Man kannte sich ja bestens im Vereinsleben. Vor allem die Störer, die Rabauken.

16-12-05-einleger-1

Seit 68er Verwirrung, antiautoritärer Kindesaufzucht mit grün ideologisch aufgezwungenem Glorienschein, Kinderdemos und der konsequenten Ausklammerung von allem, was im weitesten Sinne nach „Erziehung“ aussieht, ist der Job des Nikolaus auch nicht einfacher geworden. Mitten im vielstimmigen Kontrapiepsen, bei glockenhellen Wiederworten, Geschubse und Geschrei hilft auch der berühmt berüchtigte, aussagekräftige Seitenblick auf die roh behauene Haselrute kein Stück weiter. Sobald man droht „ich klopf dir die Flausen aus´m Frack, du Früchtchen“ steht augenblicklich das Jugendamt Spalier und sichtet Beweismittel. Kommen Sie den lieben Kleinen mal mit goldig saftigen, orangenen Mandarinen oder knackigen Nüsslein. „Ey, Alter, watt willste mit DEM Mist?“

Das eigentliche Problem heute besteht darin, dass herzhaft handfeste Returns irgendwann einmal, spätestens zu Beginn der 70er mit wachsenden Koteletten und Schlaghosen zum ausdrücklichen Tabu erklärt wurden. Und wenn sich der Nikolaus bei den Eltern beschwert, antworten die bloß lapidar: „Ich habe keine Ahnung, woher mein Goldstück solche Ausdrücke kennt – du Arsch!“ Es sind diese Situationen im Leben, in denen man einen konservativ sozialpolitischen Ruck verspürt. Schließlich gibt es Schlimmeres als rotzfreche Gören. Ihre Eltern beispielsweise.

16-12-05-einleger-2

Wenn man als Gelegenheitsbartträger schlussendlich seinen Süßkram ans Kind gebracht hat, lehnt man sich geschafft am Stammtisch zurück und gönnt sich einen Herz erwärmenden Glühwein. Und sinniert über eklatantem Mangel an Anstand und einen lieb gewonnenen, verschwindenden Nimbus nach. Früher, in längst vergangenen Tagen, reichte der rote Mantel, eine voluminöse Gestalt in Coop mit Opernbass a la „ich bin dein Vater“ und schon hatte man die Kleinen im Sack. Nicht wörtlich, natürlich. Heute schweifen erschöpfte Gedanken ins Tierreich ab. Der Kuckuck macht das schon nicht so verkehrt. Weg mit dem Ei zur Fremdaufzucht und weiter auf die Fitz. Sollen sich andere mit der nervenden Brut herumschlagen. Eltern beispielsweise. Oder das Jugendamt. Oder die Politik. Nein, Gott bewahre, bitte nicht die Politiker. Schlechte Vorbilder finden sich auch in der näheren Umgebung.

In diesem Sinne,

Euer Schmierfink

Ho Ho Ho – eine ehrwürdige Erscheinung

Alles andere als „Stad“


Ein Fest für alle Generationen, Mitglieder, Freunde und Gönner unseres TSV

Winterfest des TSV Abtswind am 17. Dezember 2016

Slider Ende

Der Turn- und Sportverein Abtswind lädt alle Mitglieder, Freunde, Gönner, Fans von nah und fern ganz herzlich ein zum Winterfest am Sportplatz. Die „stade Zeit“ geht noch lang genug. Am Vorabend des 3. Advents feiern wir zusammen das vergangene Jahr. Beginn um 17:00 Uhr. Das Ende hingegen ist kaum abzusehen.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Ob grobe Bratwurst vom Grillrost oder Gulaschtopf, da ist für jeden etwas dabei. Das Essen ist für unsere Mitglieder und Fans heuer kostenlos.

Im Hüttla am Sportplatz, weihnachtlich und stimmungsvoll dekoriert, lassen wir die verflossenen 12 Monate Revue passieren. Beim Schein von Schwedenfeuern und Laternen kommt gleich eine anheimelnde Stimmung auf. Lasst uns gemeinsam anstoßen auf eine geile Zeit, auf Höhen und Tiefen, auf die großen und unsere kleinen Himmelsstürmer. Dem ein oder anderen wird der Nikolaus vielleicht die Leviten lesen. Wahrscheinlich hören wir auch lobende Worte aus seinem Munde, denn die TSV-Gemeinde war heuer wieder ausgesprochen fleißig. In jedem Fall hat er ein Geschenk dabei für unseren Nachwuchs, die Basis eines lebendigen Vereins, wie es unser TSV ist.

Unser Vergnügungsteam kredenzt den fruchtigen Kinderpunsch auch „mit Schuss“, je nach Gusto verfeinert, klassisch mit russischem Wodka oder in karibischem Flair mit Rum. Natürlich gibt es auch Glühwein, für die Schoppenfetzer unter uns. Das Abtswinder Winterfest – alles andere als „stad“.

Mit weihnachtlichen Grüßen
Die Vorstandschaft des TSV Abtswind

16-12-02-winterfest-2016_plakat-inliner

Alles andere als „Stad“

Heimspiel gegen Fuchsstadt fällt aus


Frost und Regen machen den Rasen in der Kräuter Mix Arena unbespielbar

Winterpause bis Anfang März

Slider Ende

Das war’s dann für 2016: In diesem Jahr bestreiten die Landesliga-Fußballer des TSV Abtswind kein Spiel mehr. Die letzte Partie zu Hause gegen den FC Fuchsstadt, die für Samstag, 3. Dezember, angesetzt war, fällt aus. Grund für die Absage sind die aktuellen Wetterverhältnisse, die zwischen Frost und Regen wechseln. Auf den beiden Rasenplätze in der Kräuter Mix Arena ist deshalb kein Spiel möglich.

Am Freitagnachmittag entschloss sich der TSV Abtswind zu dem unausweichlichen Schritt und informierte neben dem Gegner FC Fuchsstadt auch das eingeteilte Schiedsrichtergespann sowie Landesliga-Spielleiter Bernd Reitstetter über die Absage. In den vergangenen Tagen hatten die Abtswinder Verantwortlichen mehrmals die beiden Spielfelder in Augenschein genommen. Im Laufe der Woche war der Untergrund bei einsetzendem Frost und Nebel zunächst nass und tief, später hartgefroren. Am Freitagvormittag kam Regen hinzu und versetzte das Geläuf in einen außergewöhnlich weichen Zustand. Um den Rasen nicht dauerhaft zu schädigen, wurde der Platz für den Spielbetrieb gesperrt. Wann die Partie gegen Fuchsstadt nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Am 10. Dezember, der im Rahmenterminkalender des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) prinzipiell als Ersatzspieltag vorgesehen ist, wird dies jedenfalls nicht der Fall sein. Darauf hat sich Bernd Reitstetter bereits festgelegt. Damit gehen die Fußballer des TSV Abtswind, die derzeit auf Rang vier stehen, vorzeitig in die bis Anfang März dauernde Winterpause, sofern der BFV nicht eines der beiden Nachholspiele auf Ende Februar legt. Vor zwei Wochen war bereits der Abtswinder Heimauftritt gegen den TSV Unterpleichfeld dem herbstlichen Wetter zum Opfer gefallen.

In der Winterpause stehen für Abtswind zwei Hallenturniere in der Wiesentheider Steigerwaldhalle an: Am 26. Dezember spielt die Reserve-Mannschaft beim Weihnachtsturnier des TSV/DJK Wiesentheid (Beginn 14 Uhr). Beim Nachtturnier desselben Ausrichters am 5. Januar schicken die Abtswinder ihre erste Garde aufs Parkett (Anstoß 18 Uhr). Auftakt zur Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison ist für den Kader von Trainer Petr Skarabela am 16. Januar.

Michael Kämmerer

Heimspiel gegen Fuchsstadt fällt aus

Christina Mix und Kristin Gegner gelingt der große Wurf


Christina Mix und Kristin Gegner gelingt der große Wurf

13 der 14 Körbe gehen alleine auf das Konto der Abtswinder Schlüsselspielerinnen

Dritter Spieltag der Korbball-Hallenrunde 2016/17

Slider Ende

Im spürbaren Aufwind befinden sich die Korbballerinnen des TSV Abtswind. Zum vierten Mal in Folge blieben sie unbesiegt. Erneut sammelten die von Peter Schmitt trainierten Frauen eifrig Punkte und warfen zahlreiche Körbe. Zur Belohnung gab es einen 6:5-Erfolg gegen die SpVgg Münsterschwarzach und ein 8:8-Unentschieden gegen die JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau. In der Tabelle folgte der Sprung auf Platz drei.

Die Konkurrenz beim Korbball ist relativ übersichtlich. Gerade einmal sieben Mannschaften verabreden sich in der Kreisklasse zum Spielen. Das ist das Schicksal von Randsportarten. Die geringe Dichte an Vereinen hat aber auch ihre Vorteile: Man kennt sich, und man trifft sich in kurzen Abständen. Einmal im Monat kommen die Mannschaften in Münsterschwarzach zusammen. Sechs Partien stehen dann immer im Spielplan. Jedes Team muss zweimal antreten. Nach zweieinhalb Stunden ist das Treiben in der Halle wieder vorbei. Bis zum nächsten Mal. Sieben Mal geht das so während der Wintersaison.

So kam es, dass zwischen dem Hinspiel des TSV Abtswind gegen die SpVgg Münsterschwarzach und dem Aufeinandertreffen in der Rückrunde gerade mal zwei Wochen lagen. So bekam der Verlierer – Münsterschwarzach – die schnelle Möglichkeit zur Revanche. Abtswind als Sieger des ersten Duells konnte vom Rückenwind des Erfolgs profitieren. 7:6 war es im November ausgegangen. Genauso eng wurde die zweite Begegnung. Dabei schien es zunächst, als könnten die Abtswinderinnen diesmal nicht mithalten. Zur Pause lagen sie mit 1:4 hinten. Doch drei Körbe sind mit der richtigen Einstellung leichter aufzuholen als ein Rückstand beim Fußball – selbst wenn eine Halbzeit nur zehn Minuten dauert. Beim Seitenwechsel rafften sich die Abtswinder Mädels gehörig auf und jagten im zweiten Durchgang den gegnerischen Vorsprung. Korb um Korb zogen sie heran, weil der Einsatz plötzlich stimmte. Der Kampfgeist vermochte Münsterschwarzachs Spielstärke zu behindern. Die gute Abwehr ließ im zweiten Durchgang nur noch einen Gegentreffer zu. Vorne sorgten Christina Mix (3), Kristin Gegner (2) und Linda Stadler (1) für die nötigen Körbe, um in Führung zu gehen und die Partie für sich zu entscheiden.

Die drei Zähler aus der Auftaktpartie gaben Abtswind einen starken Motivationsschub für das zweite Spiel, das nur eine halbe Stunde später angepfiffen wurde. Gegen die Jugendspielgemeinschaft Münsterschwarzach/Schwarzenau lieferten sich die TSV-Frauen einen harten Kampf. In dem temporeichen Vergleich ging es hin und her, Zug um Zug, Schlag auf Schlag. Viele Angriffe gingen ins Ziel. Ständig wechselten die Körbe: Wenn Schwarzach vorlegte, zog Abtswind nach. So endete die erste Halbzeit mit einem 4:3-Vorsprung der Schwarzacher Jugend. Abtswind war gefordert, doch das Team passte sich dem Niveau des Gegners an und hielt mit. Dank starker Deckung und hoher Laufintensität vergrößerte sich der Rückstand nicht. Im Gegenteil, plötzlich zogen die Abtswinderinnen mit einem Korb in Front – was vor allem an Christina Mix lag. Die Spielführerin avancierte zur herausragenden Akteurin und versenkte fünf Würfe im Netz. Kristin Gegner stand ihrer Mitspielerin in nichts nach und steuerte drei Körbe bei. Als es gegen Ende 8:8 stand, war Abtswind wieder am Zug und dem Siegtreffer näher als der Gegner. Nur wollte der entscheidende Wurf nicht mehr fallen.

Ein Sieg und ein Unentschieden – das war die Bilanz des Wochenendes, das Abtswind als erfolgreichen Spieltag verbuchte. Bemerkenswert waren dabei die Werte der beiden Schlüsselfiguren im Spiel: Christina Mix erzielte am vergangenen Samstag insgesamt acht Körbe. Kristin Gegner traf fünfmal. Damit gingen dreizehn der vierzehn Körbe allein auf das Konto der beiden. In der Vergangenheit war die Mannschaft von erfreulichen Ergebnissen nicht verwöhnt worden. In der Hallenrunde ein Jahr zuvor landeten die Abtswinderinnen auf dem letzten Platz. Seit Peter Schmitt im Frühjahr die Verantwortung als Übungsleiter übernahm, zeigt die Entwicklungskurve deutlich nach oben. Das disziplinierte Training zahlt sich aus. Derzeit liegt das Team auf Rang drei. Die einzigen beiden Niederlagen der Saison gab es gleich am ersten Spieltag gegen die JSG Prichsenstadt/Altenschönbach (4:10) und den SV-DJK Sommerach II (3:4), die vor Abtswind stehen. Die jüngsten Ergebnisse der Korbballerinnen hatten auch Fußballmanager und Sponsor Christoph Mix neugierig gemacht. In Münsterschwarzach gehörte er zu den Zuschauern – und belohnte die couragierten Auftritte der TSV-Mädels mit Schokolade.

Die nächste Gelegenheit, Körbe zu verteilen, gibt es nach einer kurzen Weihnachtspause. Gegner am 14. Januar in Münsterschwarzach sind der TSV Geiselwind (18 Uhr) sowie die JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau (19:40 Uhr). Dann können sich die Korbballerinnen des TSV Abtswind wieder von ihrer schönsten Seite zeigen.

Michael Kämmerer

Die Spiele in der Statistik

TSV Abtswind – SpVgg Münsterschwarzach 6:5 (1:4)
Abtswinder Korbschützinnen: Christina Mix (3), Kristin Gegner (2), Linda Stadler.

TSV Abtswind – JSG Münsterschwarzach/Schwarzenau 8:8 (3:4)
Abtswinder Korbschützinnen: Christina Mix (5), Kristin Gegner (3).

Für Abtswind spielten: Kristin Gegner, Christina Mix, Stefanie Hümmer, Anne Winter, Linda Stadler, Elisabeth Ritz, Johanna Elflein.

Ergebnisse, Tabelle und Termine der Abtswinder Korbballmannschaft: Hier klicken

Ho Ho Ho – eine ehrwürdige Erscheinung


Ho Ho Ho – eine ehrwürdige Erscheinung

Man hat es nicht leicht, als Nikolaus, in diesen Zeiten

Der Schmierfink zum Thema Mode, Geschenkkultur und Ritalin im Hausgebrauch

Slider Ende

Landauf, landab sind wir uns, so als Spezies betrachtet, in wenigen Punkten einig. Den geflügelten Spruch von 3 Israeliten mit 4 Meinungen könnte man problemlos auf viele andere Nationalitäten umdichten. Bei einer simple Wahrheit jedoch gehen wir alle konform: Wir sind die Krone der Schöpfung, der King im Ring. Wir sehen uns als Nonplusultra im weiten Erdenrund.

Gut, der Gepard ist schneller, vorzugsweise auf Savannengrund. Die Giraffe hat den längsten Hals, wenn man vom Edelfan einmal absieht, dessen Team gerade per Neunschwänziger mit eingeflochtenen Angelhaken malträtiert wurde. Unser höheres Wesen steht also an der Spitze. Per se, per Dekret bis perfide, per Akklamation perfekt. Der Hintergrund tut nichts zur Sache. Ich hingegen bin der Ansicht, es existiert ein weiteres Wesen, das oberhalb des Menschen angesiedelt ist: Der Nikolaus. Ob an der Weihnachtsfeuer, dem neutraleren Winterfest, an seinem Jubeltag, dem 06. Dezember selbst: Das Erscheinen ist nicht nur sprichwörtlich entscheidend.

16-12-05-einleger-3

Man ist froh, wenn er erscheint. Mundwinkel orientieren sich sofort himmelwärts. Oft sinkt man zudem ergeben auf die Knie, betet um die Erscheinung herum und geht dabei ganz nebenbei durchs Fegefeuer. Ähnlich wie beim Handwerker. Im antarktischen Winter. Wenn die nagelneue Heizung spinnt. Kommt der Fachmann bevor Schwiegermutter im Sessel einfriert? Zeigt er sich nach vollendetem Tagwerk halbwegs gnädig?

Allein durch seine optischen Autorität ist der Nikolaus von nebensächlichem Schnickschnack wie Termine einhalten, Pünktlichkeit und solchen zwangsneurotischen Symptomen befreit. „Rot macht Staat“ definierte die Omageneration „schick“. Aber auch „Weiß ist Scheiß“. Dementsprechend wandelt der Graubart mit 50er-jahre-Wohlstandsbauch auf einem ganz schmalen Grat. Den Sack lockend über der rechten Schulter platziert, begibt er sich – nach Ankündigung durch den Vorsitzenden und höflichem Szenenapplaus – mitten unter die aufgeregte Kinderschar. Im Pulk fallen Ritalin Kinder kaum mehr auf.

Früher war eh alles besser. Sobald sich die bärtige Lichtgestalt grollend bis begütert erkundigte „Warst auch immer schön brav?“ dann wurde pflichtschuldigst die Aussage verweigert. Oder nach Strich und Faden gelogen bis sich die jeweiligen Kindeseltern leise gruselnd ins dunkle Eck verzogen. Man kannte sich ja bestens im Vereinsleben. Vor allem die Störer, die Rabauken.

16-12-05-einleger-1

Seit 68er Verwirrung, antiautoritärer Kindesaufzucht mit grün ideologisch aufgezwungenem Glorienschein, Kinderdemos und der konsequenten Ausklammerung von allem, was im weitesten Sinne nach „Erziehung“ aussieht, ist der Job des Nikolaus auch nicht einfacher geworden. Mitten im vielstimmigen Kontrapiepsen, bei glockenhellen Wiederworten, Geschubse und Geschrei hilft auch der berühmt berüchtigte, aussagekräftige Seitenblick auf die roh behauene Haselrute kein Stück weiter. Sobald man droht „ich klopf dir die Flausen aus´m Frack, du Früchtchen“ steht augenblicklich das Jugendamt Spalier und sichtet Beweismittel. Kommen Sie den lieben Kleinen mal mit goldig saftigen, orangenen Mandarinen oder knackigen Nüsslein. „Ey, Alter, watt willste mit DEM Mist?“

Das eigentliche Problem heute besteht darin, dass herzhaft handfeste Returns irgendwann einmal, spätestens zu Beginn der 70er mit wachsenden Koteletten und Schlaghosen zum ausdrücklichen Tabu erklärt wurden. Und wenn sich der Nikolaus bei den Eltern beschwert, antworten die bloß lapidar: „Ich habe keine Ahnung, woher mein Goldstück solche Ausdrücke kennt – du Arsch!“ Es sind diese Situationen im Leben, in denen man einen konservativ sozialpolitischen Ruck verspürt. Schließlich gibt es Schlimmeres als rotzfreche Gören. Ihre Eltern beispielsweise.

16-12-05-einleger-2

Wenn man als Gelegenheitsbartträger schlussendlich seinen Süßkram ans Kind gebracht hat, lehnt man sich geschafft am Stammtisch zurück und gönnt sich einen Herz erwärmenden Glühwein. Und sinniert über eklatantem Mangel an Anstand und einen lieb gewonnenen, verschwindenden Nimbus nach. Früher, in längst vergangenen Tagen, reichte der rote Mantel, eine voluminöse Gestalt in Coop mit Opernbass a la „ich bin dein Vater“ und schon hatte man die Kleinen im Sack. Nicht wörtlich, natürlich. Heute schweifen erschöpfte Gedanken ins Tierreich ab. Der Kuckuck macht das schon nicht so verkehrt. Weg mit dem Ei zur Fremdaufzucht und weiter auf die Fitz. Sollen sich andere mit der nervenden Brut herumschlagen. Eltern beispielsweise. Oder das Jugendamt. Oder die Politik. Nein, Gott bewahre, bitte nicht die Politiker. Schlechte Vorbilder finden sich auch in der näheren Umgebung.

In diesem Sinne,

Euer Schmierfink

Alles andere als „Stad“


Alles andere als „Stad“

Ein Fest für alle Generationen, Mitglieder, Freunde und Gönner unseres TSV

Winterfest des TSV Abtswind am 17. Dezember 2016

Slider Ende

Der Turn- und Sportverein Abtswind lädt alle Mitglieder, Freunde, Gönner, Fans von nah und fern ganz herzlich ein zum Winterfest am Sportplatz. Die „stade Zeit“ geht noch lang genug. Am Vorabend des 3. Advents feiern wir zusammen das vergangene Jahr. Beginn um 17:00 Uhr. Das Ende hingegen ist kaum abzusehen.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Ob grobe Bratwurst vom Grillrost oder Gulaschtopf, da ist für jeden etwas dabei. Das Essen ist für unsere Mitglieder und Fans heuer kostenlos.

Im Hüttla am Sportplatz, weihnachtlich und stimmungsvoll dekoriert, lassen wir die verflossenen 12 Monate Revue passieren. Beim Schein von Schwedenfeuern und Laternen kommt gleich eine anheimelnde Stimmung auf. Lasst uns gemeinsam anstoßen auf eine geile Zeit, auf Höhen und Tiefen, auf die großen und unsere kleinen Himmelsstürmer. Dem ein oder anderen wird der Nikolaus vielleicht die Leviten lesen. Wahrscheinlich hören wir auch lobende Worte aus seinem Munde, denn die TSV-Gemeinde war heuer wieder ausgesprochen fleißig. In jedem Fall hat er ein Geschenk dabei für unseren Nachwuchs, die Basis eines lebendigen Vereins, wie es unser TSV ist.

Unser Vergnügungsteam kredenzt den fruchtigen Kinderpunsch auch „mit Schuss“, je nach Gusto verfeinert, klassisch mit russischem Wodka oder in karibischem Flair mit Rum. Natürlich gibt es auch Glühwein, für die Schoppenfetzer unter uns. Das Abtswinder Winterfest – alles andere als „stad“.

Mit weihnachtlichen Grüßen
Die Vorstandschaft des TSV Abtswind

16-12-02-winterfest-2016_plakat-inliner

Heimspiel gegen Fuchsstadt fällt aus


Heimspiel gegen Fuchsstadt fällt aus

Frost und Regen machen den Rasen in der Kräuter Mix Arena unbespielbar

Winterpause bis Anfang März

Slider Ende

Das war’s dann für 2016: In diesem Jahr bestreiten die Landesliga-Fußballer des TSV Abtswind kein Spiel mehr. Die letzte Partie zu Hause gegen den FC Fuchsstadt, die für Samstag, 3. Dezember, angesetzt war, fällt aus. Grund für die Absage sind die aktuellen Wetterverhältnisse, die zwischen Frost und Regen wechseln. Auf den beiden Rasenplätze in der Kräuter Mix Arena ist deshalb kein Spiel möglich.

Am Freitagnachmittag entschloss sich der TSV Abtswind zu dem unausweichlichen Schritt und informierte neben dem Gegner FC Fuchsstadt auch das eingeteilte Schiedsrichtergespann sowie Landesliga-Spielleiter Bernd Reitstetter über die Absage. In den vergangenen Tagen hatten die Abtswinder Verantwortlichen mehrmals die beiden Spielfelder in Augenschein genommen. Im Laufe der Woche war der Untergrund bei einsetzendem Frost und Nebel zunächst nass und tief, später hartgefroren. Am Freitagvormittag kam Regen hinzu und versetzte das Geläuf in einen außergewöhnlich weichen Zustand. Um den Rasen nicht dauerhaft zu schädigen, wurde der Platz für den Spielbetrieb gesperrt. Wann die Partie gegen Fuchsstadt nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Am 10. Dezember, der im Rahmenterminkalender des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) prinzipiell als Ersatzspieltag vorgesehen ist, wird dies jedenfalls nicht der Fall sein. Darauf hat sich Bernd Reitstetter bereits festgelegt. Damit gehen die Fußballer des TSV Abtswind, die derzeit auf Rang vier stehen, vorzeitig in die bis Anfang März dauernde Winterpause, sofern der BFV nicht eines der beiden Nachholspiele auf Ende Februar legt. Vor zwei Wochen war bereits der Abtswinder Heimauftritt gegen den TSV Unterpleichfeld dem herbstlichen Wetter zum Opfer gefallen.

In der Winterpause stehen für Abtswind zwei Hallenturniere in der Wiesentheider Steigerwaldhalle an: Am 26. Dezember spielt die Reserve-Mannschaft beim Weihnachtsturnier des TSV/DJK Wiesentheid (Beginn 14 Uhr). Beim Nachtturnier desselben Ausrichters am 5. Januar schicken die Abtswinder ihre erste Garde aufs Parkett (Anstoß 18 Uhr). Auftakt zur Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison ist für den Kader von Trainer Petr Skarabela am 16. Januar.

Michael Kämmerer

Fotoserien

Weitere Fotoserien