Offensiv ist noch Luft nach oben


Hart verdauliche Fußballkost beim 1:0-Testspielsieg gegen den TSV Schlüsselfeld

TSV Abtswind II – TSV Schlüsselfeld 1:0 (0:0)

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Ein intensiver Test bei schweißtreibenden Temperaturen auf dem großen, langen Nebenplatz der Kräuter Mix Arena: Die Reserve ringt Kreisligist Schlüsselfeld mit 1:0 durch Christoph Hoffmann nieder. Spielerisch ein Kloß im Hals. Und die Verletzung von Abtswinds Torjäger Aljoscha Keßler trübt die Stimmung zusätzlich.

Abtswinds Trainer Velibor Teofilovic ist selbst hin und hergerissen. Wie soll man das zerfahrene Testspiel gegen den TSV Schlüsselfeld bewerten? Der 1:0-Heimsieg auf dem großen Abtswinder Nebenplatz wirft viele Fragen auf. Für die Antworten stellt sich der Trainer dem Diktiergerät: „Zuerst mal was mir nicht gefallen hat: Wir hatten kaum Zug nach vorne. Wir sind ein Team, dass pro Halbzeit mindestens seine 4 oder 5 hochkarätigen Torchancen herausspielt. Davon habe ich heute nichts gesehen. Dafür stand die Abwehr bombensicher, wenn man von einer einzigen Ausnahmesituation in der 15. Minute absieht“

Sein Pendant auf Schlüsselfelder Seite bekam die Partie eher unfreiwillig hautnah mit. Erkan Esen, Ex-Schweinfurter Routinier mit höherklassiger Erfahrung tritt ohne echten Torwart an. Als Ersatz bewährte sich Mathias Djidoda zwischen den Pfosten. Zudem standen ihm kaum Ersatzleute zur Verfügung. So verwarf der Schlüsselfelder Coach sein Vorhaben, sich das Schauspiel einmal als Zuschauer reinzuziehen und besetzte stattdessen eine laufintensive Position im defensiven Mittelfeld.

Von seltenen offensiven Ansätzen abgesehen, boten beide Mannschaften den ca. 70 Zuschauer Fußball aus dem Arbeitermilieu: Laufintensiv, wechselhaft, defensiv geprägt, also spielerisch auf unterem Niveau, aber immer spannend. Beide Keeper bekamen kaum etwas auf die eigene Kiste. Allein bei ein paar Standardsituationen (Ecken und Freistößen aus dem Halbfeld) zog unterschwelliges Prickeln die Nackenhaare entlang. Das Tor des Tages resultierte denn auch aus einem simplen Eckball. Den ersten Ball köpft Peter Messingschlager aus dem Schlüsselfelder Strafraum, direkt vor die Füße des dort lauernden Abtswinder Stürmers Patrick Hock. Dessen Nachschuss prallt von der Brust des Schlüsselfelder Spielertrainers Erkan Esen direkt zu Julian Beßler. Abtswinds Roadrunner auf der Außenbahn reagiert schnell und passt überlegt auf den langen Pfosten. Allein auf weiter Flur schiebt Christoph Hoffmann zum 1:0-Endergebnis ein (52. Minute). Ansonsten passiert kaum Zählbares auf beiden Seiten.

„Gegen eine starke Abtswinder Mannschaft haben wir kaum etwas zugelassen“ bilanziert Schlüsselfelds Spielertrainer Erkan Esen nach Abpfiff. Sein Pendant haut in die selbe Kerbe, betont die eigenen defensiven Qualitäten. Auch weit nach dem Schlusspfiff sieht man einen nachdenklichen Abtswinder Trainer auf der Schwimmbadterrasse sitzen. Velibor Teofilovic überlegt sich bereits, welche Schwerpunkte er als Vorbereitung auf den Rundenstart setzen soll. Denn bereits am kommenden Wochenende startet die Reserve in die Kreisligasaison 2016/2017: Auswärtsspiel in Schleerieth am Sonntag, 31. Juli, Anstoß um 15:00 Uhr.

Matthias Ley

Das Spiel im Überblick:

TSV Abtswind II: Eduard-Alin Wellmann – Michael Rügamer, Janek Wendt, Christoph Hoffmann – Julian Beßler, Maximilian Heß, Axel Zehnder, Eric Köhler, Markus Golombek – Aljoscha Keßler, Patrick Hock. Einwechselspieler: Manuel Pauly, Mladen Grujic.
TSV Schlüsselfeld: Mathias Djidoda – Peter Hofman, Peter Messingschlager, Damian Rzedkowski, Grzegorz Klich – Alexander Hofmann, Erkan Esen, Thomas Tuschl, Florian Kraus – Mark Butterhof, Tomasz Skrzydelski. Einwechselspieler: Johannes Ottenschläger, Simon Proels.
Schiedsrichter: Fabian Steinbach
Zuschauer: ca. 70
Gelbe Karten: Maximilian Heß, Patrick Hock (TSV Abtswind II) – Peter Messingschlager (TSV Schlüsselfeld)
Tore: 1:0 Christoph Hoffmann (52., auf Querpass von Julian Beßler schiebt Christoph Hoffmann am langen Pfosten ein)

Die Stimmen zum Spiel:

Velibor Teofilovic (Trainer TSV Abtswind II): In der ersten Halbzeit hat Schlüsselfeld das Spiel zwar dominiert, aber unsere Verteidigung stand bis auf eine Szene immer sicher. Hinten haben wir kaum etwas zugelassen. Aber nach vorne war mir viel zu wenig Bewegung drin. Wenig Zug nach vorne
Aljoscha Keßler hat sich leicht verletzt und wird uns vermutlich im ersten Spiel in Schleerieth fehlen. Dann müssen halt andere in die Bresche springen und sich anbieten. Der Kader hält das aus. Wir haben jetzt noch 2 Trainingseinheiten und dann werden wir in Schleerieth sehen, wo wir leistungstechnisch stehen.

Erkan Esen (Trainer TSV Schlüsselfeld): Die erste Chance im Spiel hatten wir: Querpass, schön frei gespielt und mein Stürmer schiebt am leeren Tor vorbei. Meine Jungs haben gut gegen den Ball gearbeitet und wenig zugelassen. Dafür dass wir heute mit einem Feldspieler im Tor und gerade einmal 13 Spielern angetreten sind, bin ich mit der knappen
Niederlage zufrieden. Die Laufarbeit passt. Wir sind guter Dinge. Wenn sich die Trainingsbeteiligung etwas stabilisiert, dann können wir uns noch steigern. Gestern ein Testspiel, heute ein weiteres Spiel über 90 Minuten, da ist es klar, dass uns am Schluss etwas die Puste ausgegangen ist. Die notwendige Spritzigkeit holen wir uns in den kommenden Wochen. Manchen fehlt die ein oder andere Laufeinheit. Das sollten wir nachholen, denn irgendwann zahlt sich das aus in der Runde.

Abtswind liefert Ergebnis und Erlebnis


Mit dem Sieg gegen Höchberg sendet das Team ein deutliches Signal der Stärke

TSV Abtswind – TG Höchberg 5:0 (4:0)

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Mit einem Bravourstück hat der TSV Abtswind für Verzückung auf ganzer Linie gesorgt. Nahezu aus der Erinnerung gelöscht war die Auftaktniederlage nach dem beeindruckenden ersten Heimspiel der Saison, das Ergebnis und Erlebnis gleichermaßen bot. Zur Leidtragenden wurde die TG Höchberg, die sich schon früh in der Abwärtsspirale drehte.

Kurz vor dem Anpfiff demonstrierte Petr Skarabela ein klares Signal der Stärke. „Heute ist unser Tag!“, rief der 48 Jahre alte Trainer des TSV Abtswind, als er an der Auswechselbank vorbeischritt und jeden Reservespieler, alle aus dem Betreuerstab mit der Hand abklatschte. Das hatte etwas Orakelhaftes. Erfolg hat schließlich auch mit Psychologie zu tun. Es dauerte nicht lange, bis Skarabelas Prophezeiung sich ihren Weg in die Realität bahnte. Abtswind spielte wie aus einem Guss. So gut, dass der Trainer später feststellte, eine von ihm angeleitete Mannschaft habe noch nie eine bessere Halbzeit gespielt als an diesem schwülen Freitag im Juli.

Dass Abtswind früh führte und das Rasenviereck beherrschte, wie es das Team eine Woche zuvor in der Anfangsphase getan hatte, ehe es das Spielen einstellte und verlor, mochte diesmal niemanden anfechten. Zweifel an der eigenen Qualität? Nicht heute. Nicht gegen die TG Höchberg. Die Abtswinder bewiesen, dass sie lernfähig sind, dass sie nicht denselben Fehler begingen wie in Schweinfurt. Pascal Kamolz hatte den Elfmeter eingefädelt. Als ihn Lucas Moser das erste Mal anging, reagierte Schiedsrichter Peter Dotzel nicht. Zwanzig Sekunden später im gleichen Zweikampf war die Lage eindeutig. Jörg Otto traf in der 16. Minute stilsicher zum 1:0 vom Strafstoßpunkt.

Dass der Gegner bereits in diesem frühen Stadium Auflösungserscheinungen zeigte, gab der Begegnung eine unaufhaltsame Stoßrichtung. Pascal Kamolz, in der Vorwoche von der Bank ins Spiel gekommen, schuf eine Situation, die Höchbergs Julian Hippacher ein folgenschweres Foulspiel abverlangte. Der Konter war beendet, genauso wie die Begegnung für den Verteidiger, der als letzter Mann eingestiegen war: Rote Karte wegen Notbremse. Gerade siebzehn Minuten waren da gespielt. Abtswind nahm die Konstellation als Aufforderung, noch mehr des Guten zu investieren. Pressing pur lautete die Maxime, die dem Ganzen die Krone aufsetzte. Wie weit vorne selbst die Defensiven zu finden waren, verdeutlichte die Entstehung des 2:0. Rechtsverteidiger Carl Murphy wagte im Strafraum zunächst einen Seitfallzieher, eroberte den Ball zurück, um querzulegen. Steffen Barthel zauderte nicht, zog einfach ab und traf bereits zum dritten Mal in der noch jungen Punkterunde (24.).

Eben noch Schütze, wenig später Vorbereiter des nächsten Abtswinder Tores: Barthels Schuss durch die lückenhafte Abwehr prallte von Schlussmann Tobias Weihs vor die Füße von Frank Hartlehnert. Der Abstauber zum 3:0 war bloße Formsache (28.). Und auch kurz vor der Pause machte der neunzehn Jahre alte Keeper den entscheidenden Fehler, eine Hereingabe von Przemyslaw Szuszkiewicz, Abtswinds linkem Verteidiger, durch die Hände gleiten zu lassen. Jörg Otto fiel der Ball regelrecht vor die Füße – 4:0 (45.). Natürlich war die Entscheidung bereits mit dem Halbzeitpfiff gefallen.

„In einer solchen Situation kann man der Mannschaft nicht mehr allzu viel mitgeben“, sagte Höchbergs Trainer Thomas Kaiser über seinen Pausenvortrag. „Wunderdinge waren nicht mehr zu erwarten.“ Es ging nur noch darum, mit Anstand und Würde zu verlieren. Da passte es in den vermaledeiten Tag, dass Kapitän Matthias Grünewald in Carl Murphys Flanke sprang und vor dem herbeifliegenden Pascal Kamolz zum 0:5 ins eigene Tor köpfte (47.). Ein Treffer war das Einzige, was dem 30-jährigen Abtswinder Angreifer, der an zahlreichen Aktionen beteiligt war, an diesem Tag zum perfekten Glück fehlte. Immerhin war ihm das Lob des Trainers sicher. „Er hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagte Petr Skarabela. „Ich habe auf ihn gesetzt.“

Es war nicht die einzige Veränderung nach dem Schweinfurt-Spiel gewesen. Die zuletzt verhinderten Thilo Wilke, Jörg Otto und Nicolas Wirsching (als Innenverteidiger) waren in die Anfangself zurückgekehrt. „Das hat geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe“, erklärte Skarabela. Kein einziges Mal geriet das Abtswinder Gehäuse wirklich in Gefahr. Als der Höchberger Jeffrey Karl in den Schlussminuten ausnahmsweise zum Kopfball hochstieg, flog Torhüter Florian Warschecha für die Galerie. Die Intensität des Abtswinder Spiels hatte Mitte der zweiten Hälfte nachgelassen. Wer wollte es den Akteuren übelnehmen?

Wohltuend ausgeglichen blieb in der Niederlage übrigens Thomas Kaiser. Der neue Trainer der Gäste, der zuvor in Diensten des Kreisligisten TSV Eßleben gestanden hatte, wirkte trotz des happigen Ergebnisses gefasst. „Es gibt noch andere Dinge im Leben als Fußball“, stellte der 38-Jährige fest. „Das hilft mir, auch in solchen Momenten eine gewisse Ruhe nach außen zu tragen.“

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV Abtswind: Florian Warschecha – Carl Murphy, Nicolas Wirsching, Adrian Graf, Przemyslaw Szuszkiewicz – Jürgen Endres, Steffen Barthel, Thilo Wilke, Frank Hartlehnert (61. Jonas Wirth) – Jörg Otto (70. Peter Mrugalla), Pascal Kamolz (76. Andreas Herrmann).
TG Höchberg: Tobias Weihs – Tristan Schmid, Lucas Moser (32. Christian Ettinger), Matthias Grünewald, Julian Hippacher – Jens Fromm, Jeffrey Karl – Alexander Priesnitz (70. Marvin Voll), Ramon Schmitt, Daniel Woller – Julian Geiger (46. Tobias Riedner).
Schiedsrichter: Peter Dotzel (Heidenfeld); Assistenten: Joachim Feuerbach (Frankenwinheim), Maximilian Krämer (Münsterschwarzach).
Zuschauer: 160.
Gelbe Karten: Tristan Schmid, Matthias Grünewald, Ramon Schmitt (Höchberg).
Rote Karte: Julian Hippacher (Höchberg, 18., Notbremse).
Tore: 1:0 Jörg Otto (16., Foulelfmeter), 2:0 Steffen Barthel (24.), 3:0 Frank Hartlehnert (28.), 4:0 Jörg Otto (45.), 5:0 Matthias Grünewald (47., Eigentor).

 

Stimmen zum Spiel

Petr Skarabela (Trainer TSV Abtswind): „Das war, wenn ich mich recht erinnere, die beste erste Halbzeit, die eine von mir trainierte Mannschaft je gezeigt hat. Pressing und Tempo waren ungemein hoch. Ich bin Perfektionist. In den letzten zwanzig Minuten waren meine Spieler mit den Kräften am Ende. Derzeit sind wir noch nicht so weit, das über neunzig Minuten durchzuhalten. Trotzdem hat man gesehen, welche Qualität in der Mannschaft steckt. Wir haben nach letzter Woche eine Schippe draufgelegt. Ich wollte, dass die Mannschaft in die Spur kommt. Die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen. Es macht mir Spaß, die Mannschaft zu trainieren.“

Thomas Kaiser (Trainer TG Höchberg): „Schaut man sich die neunzig Minuten an, fällt die Analyse nicht schwer. Mit dem Elfmeter und der Roten Karte – an beiden Situationen gibt es keinen Zweifel – hat das Spiel eine Richtung eingenommen, die für uns nur schwer aufzuhalten war. Wir haben durch eigenes Fehlverhalten in der Anfangsphase die Niederlage herbeigeschworen. Wir haben auf einigen Positionen ganz junge Spieler. Das ist unser Weg, den wir gehen wollen. Solche Rückschläge muss man dann in Kauf nehmen. Abtswind hat große spielerische Stärken, denen wir in Unterzahl wenig entgegenzusetzen hatten. Daher geht der Sieg in dieser Höhe in Ordnung. Das war für uns ein gebrauchter Tag.“

Frank Hartlehnert (Abtswinder Flügelflitzer): „Wir wollten heute keinen Druck verspüren, aber wir wollten einiges gutmachen nach der Auftaktniederlage in Schweinfurt. Es ging uns darum zu zeigen, dass wir nach vorne spielen und pressen können. Ich kann nicht beurteilen, ob ich der schnellste Spieler in der Liga bin, wie mancher behauptet. Sicher kann ich ein hohes Tempo gehen. Antrainieren kann man sich die Spritzigkeit nicht vollständig. Das liegt bei mir wahrscheinlich in den Genen. Welche Zeit ich auf hundert Meter laufe, kann ich gar nicht sagen. Die bin ich zuletzt in der siebten Klasse gerannt.“

 

Wahl zur Elf der Woche beim Fußballportal Fupa: Hier für Abtswind abstimmen

Abtswind liefert Ergebnis und Erlebnis

„Wir haben nicht mal richtig geschwitzt“


Abtswinds dritte Garnitur gibt dank der Neuzugänge eine gute Figur ab

TSV Abtswind III / FC Feuerbach – Rot-Weiß Kitzingen 8:3 (3:1)

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Der Unterschied zwischen A-Klasse und B-Klasse erwies sich dann doch als zu gravierend. So kam Abtswinds dritte Mannschaft zu einem überdeutlichen Sieg gegen Kitzingen. Besonders die physische Überlegenheit stellte sich mit zunehmender Spielzeit als Erfolgsfaktor heraus. Die drei Gegentreffer wurmten trotz allem.

Mit großem Elan absolviert der TSV Abtswind III / FC Feuerbach derzeit die Saisonvorbereitung. Spielertrainer Michael Ludwig, der sein Amt Anfang Juli antrat, hat neuen Schwung in die Truppe gebracht. Auf körperliche Fitness und Ausdauer legt er in der schweißtreibenden Zeit sein Augenmerk. Die Spieler sollen austrainiert sein, damit sie dann, wenn andere abbauen, nochmals zulegen können. Die Grundlagen werden gegenwärtig geschaffen, ehe Ende Juli der Spielbetrieb in der A-Klasse beginnt.

„Der Trainer verlangt viel und hält seinen Stil konsequent durch“, sagt Angreifer Karsten Krauss über den neuen Übungsleiter, der einst in der ersten Mannschaft des TSV Abtswind in der Bezirksoberliga mitmischte und nun von der SG Castell/Wiesenbronn als Spielertrainer zurückkehrte. „Die Jungs ziehen mit. Das belegt die gute Trainingsbeteiligung“, stellt Krauss fest.

Die gute Kondition machte sich auch im Test gegen den B-Klassisten Rot-Weiß Kitzingen bemerkbar. Während den Gegner nach einer Stunde Spielzeit Muskelkrämpfe überkamen, hatten die Abtswinder noch viel Luft. „Wir haben nicht mal richtig geschwitzt“, sagte Karsten Krauss. Sie schraubten das Ergebnis auf acht Treffer und hatten ihr Chancenpotenzial bei einer gefühlten Ballbesitzquote von siebzig Prozent keineswegs ausgeschöpft. Immer wieder orientierten sich die Kitzinger schlecht zum Ball und zu den Gegenspielern. Abtswind hatte dadurch leichtes Spiel – ganz gleich ob durch die Mitte oder über die Außen. Die Kombinationen liefen flüssig.

Besonders die Zugänge Sascha Frank (SG Castell/Wiesenbronn) und Eduard Schneider (SV Wachenroth) harmonierten auf der linken Seite. Im Sturm machte ein anderer Neuer auf sich aufmerksam: Justin Laudenbach, vom TSV/DJK Wiesentheid gekommen, war eine stete Anspielstation, setzte energisch seinen Körper ein und erzielte zwei Tore. Einziger Kritikpunkt im Abtswinder Spiel: die drei Gegentreffer, die gegen schwache Kitzinger vermeidbar waren und allesamt aus individuellen Fehlern entstanden.

Höhepunkt der Vorbereitung ist eine Woche vor dem Ligastart das Trainingslager in Feuerbach. Drei Tage lang zieht Michael Ludwig seine Spieler zusammen, inklusive Übernachtung und Vollverpflegung. Mehrere Einheiten stehen auf dem Programm. Dabei bestreiten die Abtswinder am Samstag, 23. Juli, um 16 Uhr auch ihren letzten Test beim Kreisklassisten TSV Burghaslach.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV Abtswind III / FC Feuerbach: Thomas Klein – Tobias Holzberger, Sascha Frank, Christian Funk, Karsten Krauss, Johannes Baumann, Michael Ludwig, Maximilian Mahler, Eduard Schneider, Ouannes Chahdoura, Justin Laudenbach; Einwechselspieler: Maximilian Beyer, Florian Benedikt, Lukas Dingeldein.
Rot-Weiß Kitzingen: Stefan Schäftlein – Ufuk Ametoglou, Armin Wiedemer, Peter Stevens, Idris Cekener, Ali Cetinkaya, Michael Troll, Seyd Jombeshy, Achmet Chalil Oglou, Nassir Safsafi, Christian Bohn; Einwechselspieler: Stefan Berger, Sascha Mitschke, Daniel Mitschke.
Schiedsrichter: Marco Schulze (Geesdorf).
Tore: 0:1 Achmet Chalil Oglou (14.), 1:1 Ouannes Chahdoura (19., Foulelfmeter), 2:1 Justin Laudenbach (43.), 3:1 Ouannes Chahdoura (45.), 4:1 Karsten Krauss (48.), 5:1 Justin Laudenbach (55.), 5:2 Daniel Mitschke (63.), 6:2 Sascha Frank (70.), 7:2 Armin Wiedemer (77., Eigentor), 7:3 Ali Cetinkaya (83.), 8:3 Lukas Dingeldein (85.).

„Wir haben nicht mal richtig geschwitzt“

Jetzt noch schnell die Jahreskarte holen!


Pünktlich zum ersten Abtswinder Landesliga-Heimspiel

Neues Konzept mit niedrigeren Preisen für die VIP-Card

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Am Freitag, 22. Juli, bestreitet der TSV Abtswind gegen die TG Höchberg sein erstes Landesliga-Heimspiel der Saison. Eine gute Gelegenheit für alle Fans und Zuschauer, sich noch eine Dauerkarte zu sichern. Erhältlich sind die VIP-Card und das Saisonticket.

Wer in der neuen Fußballsaison alle Heimspiele der ersten und zweiten Mannschaft (ausgenommen Totopokal- und Freundschaftsspiele) sehen will, sichert sich die VIP-Card für 130 Euro (Rentner und Jugendliche ab 16 Jahren 85 Euro). Der Preis wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert, dafür ist kein Verzehrgutschein mehr enthalten. Wer sich nur für die Heimspiele der ersten Mannschaft interessiert, erhält das Saisonticket für 90 Euro (Frauen, Rentner und Jugendliche ab 16 Jahren 60 Euro).

Jetzt noch schnell die Jahreskarte holen!

Offensiv ist noch Luft nach oben


Hart verdauliche Fußballkost beim 1:0-Testspielsieg gegen den TSV Schlüsselfeld

TSV Abtswind II – TSV Schlüsselfeld 1:0 (0:0)

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Ein intensiver Test bei schweißtreibenden Temperaturen auf dem großen, langen Nebenplatz der Kräuter Mix Arena: Die Reserve ringt Kreisligist Schlüsselfeld mit 1:0 durch Christoph Hoffmann nieder. Spielerisch ein Kloß im Hals. Und die Verletzung von Abtswinds Torjäger Aljoscha Keßler trübt die Stimmung zusätzlich.

Abtswinds Trainer Velibor Teofilovic ist selbst hin und hergerissen. Wie soll man das zerfahrene Testspiel gegen den TSV Schlüsselfeld bewerten? Der 1:0-Heimsieg auf dem großen Abtswinder Nebenplatz wirft viele Fragen auf. Für die Antworten stellt sich der Trainer dem Diktiergerät: „Zuerst mal was mir nicht gefallen hat: Wir hatten kaum Zug nach vorne. Wir sind ein Team, dass pro Halbzeit mindestens seine 4 oder 5 hochkarätigen Torchancen herausspielt. Davon habe ich heute nichts gesehen. Dafür stand die Abwehr bombensicher, wenn man von einer einzigen Ausnahmesituation in der 15. Minute absieht“

Sein Pendant auf Schlüsselfelder Seite bekam die Partie eher unfreiwillig hautnah mit. Erkan Esen, Ex-Schweinfurter Routinier mit höherklassiger Erfahrung tritt ohne echten Torwart an. Als Ersatz bewährte sich Mathias Djidoda zwischen den Pfosten. Zudem standen ihm kaum Ersatzleute zur Verfügung. So verwarf der Schlüsselfelder Coach sein Vorhaben, sich das Schauspiel einmal als Zuschauer reinzuziehen und besetzte stattdessen eine laufintensive Position im defensiven Mittelfeld.

Von seltenen offensiven Ansätzen abgesehen, boten beide Mannschaften den ca. 70 Zuschauer Fußball aus dem Arbeitermilieu: Laufintensiv, wechselhaft, defensiv geprägt, also spielerisch auf unterem Niveau, aber immer spannend. Beide Keeper bekamen kaum etwas auf die eigene Kiste. Allein bei ein paar Standardsituationen (Ecken und Freistößen aus dem Halbfeld) zog unterschwelliges Prickeln die Nackenhaare entlang. Das Tor des Tages resultierte denn auch aus einem simplen Eckball. Den ersten Ball köpft Peter Messingschlager aus dem Schlüsselfelder Strafraum, direkt vor die Füße des dort lauernden Abtswinder Stürmers Patrick Hock. Dessen Nachschuss prallt von der Brust des Schlüsselfelder Spielertrainers Erkan Esen direkt zu Julian Beßler. Abtswinds Roadrunner auf der Außenbahn reagiert schnell und passt überlegt auf den langen Pfosten. Allein auf weiter Flur schiebt Christoph Hoffmann zum 1:0-Endergebnis ein (52. Minute). Ansonsten passiert kaum Zählbares auf beiden Seiten.

„Gegen eine starke Abtswinder Mannschaft haben wir kaum etwas zugelassen“ bilanziert Schlüsselfelds Spielertrainer Erkan Esen nach Abpfiff. Sein Pendant haut in die selbe Kerbe, betont die eigenen defensiven Qualitäten. Auch weit nach dem Schlusspfiff sieht man einen nachdenklichen Abtswinder Trainer auf der Schwimmbadterrasse sitzen. Velibor Teofilovic überlegt sich bereits, welche Schwerpunkte er als Vorbereitung auf den Rundenstart setzen soll. Denn bereits am kommenden Wochenende startet die Reserve in die Kreisligasaison 2016/2017: Auswärtsspiel in Schleerieth am Sonntag, 31. Juli, Anstoß um 15:00 Uhr.

Matthias Ley

Das Spiel im Überblick:

TSV Abtswind II: Eduard-Alin Wellmann – Michael Rügamer, Janek Wendt, Christoph Hoffmann – Julian Beßler, Maximilian Heß, Axel Zehnder, Eric Köhler, Markus Golombek – Aljoscha Keßler, Patrick Hock. Einwechselspieler: Manuel Pauly, Mladen Grujic.
TSV Schlüsselfeld: Mathias Djidoda – Peter Hofman, Peter Messingschlager, Damian Rzedkowski, Grzegorz Klich – Alexander Hofmann, Erkan Esen, Thomas Tuschl, Florian Kraus – Mark Butterhof, Tomasz Skrzydelski. Einwechselspieler: Johannes Ottenschläger, Simon Proels.
Schiedsrichter: Fabian Steinbach
Zuschauer: ca. 70
Gelbe Karten: Maximilian Heß, Patrick Hock (TSV Abtswind II) – Peter Messingschlager (TSV Schlüsselfeld)
Tore: 1:0 Christoph Hoffmann (52., auf Querpass von Julian Beßler schiebt Christoph Hoffmann am langen Pfosten ein)

Die Stimmen zum Spiel:

Velibor Teofilovic (Trainer TSV Abtswind II): In der ersten Halbzeit hat Schlüsselfeld das Spiel zwar dominiert, aber unsere Verteidigung stand bis auf eine Szene immer sicher. Hinten haben wir kaum etwas zugelassen. Aber nach vorne war mir viel zu wenig Bewegung drin. Wenig Zug nach vorne
Aljoscha Keßler hat sich leicht verletzt und wird uns vermutlich im ersten Spiel in Schleerieth fehlen. Dann müssen halt andere in die Bresche springen und sich anbieten. Der Kader hält das aus. Wir haben jetzt noch 2 Trainingseinheiten und dann werden wir in Schleerieth sehen, wo wir leistungstechnisch stehen.

Erkan Esen (Trainer TSV Schlüsselfeld): Die erste Chance im Spiel hatten wir: Querpass, schön frei gespielt und mein Stürmer schiebt am leeren Tor vorbei. Meine Jungs haben gut gegen den Ball gearbeitet und wenig zugelassen. Dafür dass wir heute mit einem Feldspieler im Tor und gerade einmal 13 Spielern angetreten sind, bin ich mit der knappen
Niederlage zufrieden. Die Laufarbeit passt. Wir sind guter Dinge. Wenn sich die Trainingsbeteiligung etwas stabilisiert, dann können wir uns noch steigern. Gestern ein Testspiel, heute ein weiteres Spiel über 90 Minuten, da ist es klar, dass uns am Schluss etwas die Puste ausgegangen ist. Die notwendige Spritzigkeit holen wir uns in den kommenden Wochen. Manchen fehlt die ein oder andere Laufeinheit. Das sollten wir nachholen, denn irgendwann zahlt sich das aus in der Runde.

Abtswind liefert Ergebnis und Erlebnis


Mit dem Sieg gegen Höchberg sendet das Team ein deutliches Signal der Stärke

TSV Abtswind – TG Höchberg 5:0 (4:0)

Slider Ende

Mit einem Bravourstück hat der TSV Abtswind für Verzückung auf ganzer Linie gesorgt. Nahezu aus der Erinnerung gelöscht war die Auftaktniederlage nach dem beeindruckenden ersten Heimspiel der Saison, das Ergebnis und Erlebnis gleichermaßen bot. Zur Leidtragenden wurde die TG Höchberg, die sich schon früh in der Abwärtsspirale drehte.

Kurz vor dem Anpfiff demonstrierte Petr Skarabela ein klares Signal der Stärke. „Heute ist unser Tag!“, rief der 48 Jahre alte Trainer des TSV Abtswind, als er an der Auswechselbank vorbeischritt und jeden Reservespieler, alle aus dem Betreuerstab mit der Hand abklatschte. Das hatte etwas Orakelhaftes. Erfolg hat schließlich auch mit Psychologie zu tun. Es dauerte nicht lange, bis Skarabelas Prophezeiung sich ihren Weg in die Realität bahnte. Abtswind spielte wie aus einem Guss. So gut, dass der Trainer später feststellte, eine von ihm angeleitete Mannschaft habe noch nie eine bessere Halbzeit gespielt als an diesem schwülen Freitag im Juli.

Dass Abtswind früh führte und das Rasenviereck beherrschte, wie es das Team eine Woche zuvor in der Anfangsphase getan hatte, ehe es das Spielen einstellte und verlor, mochte diesmal niemanden anfechten. Zweifel an der eigenen Qualität? Nicht heute. Nicht gegen die TG Höchberg. Die Abtswinder bewiesen, dass sie lernfähig sind, dass sie nicht denselben Fehler begingen wie in Schweinfurt. Pascal Kamolz hatte den Elfmeter eingefädelt. Als ihn Lucas Moser das erste Mal anging, reagierte Schiedsrichter Peter Dotzel nicht. Zwanzig Sekunden später im gleichen Zweikampf war die Lage eindeutig. Jörg Otto traf in der 16. Minute stilsicher zum 1:0 vom Strafstoßpunkt.

Dass der Gegner bereits in diesem frühen Stadium Auflösungserscheinungen zeigte, gab der Begegnung eine unaufhaltsame Stoßrichtung. Pascal Kamolz, in der Vorwoche von der Bank ins Spiel gekommen, schuf eine Situation, die Höchbergs Julian Hippacher ein folgenschweres Foulspiel abverlangte. Der Konter war beendet, genauso wie die Begegnung für den Verteidiger, der als letzter Mann eingestiegen war: Rote Karte wegen Notbremse. Gerade siebzehn Minuten waren da gespielt. Abtswind nahm die Konstellation als Aufforderung, noch mehr des Guten zu investieren. Pressing pur lautete die Maxime, die dem Ganzen die Krone aufsetzte. Wie weit vorne selbst die Defensiven zu finden waren, verdeutlichte die Entstehung des 2:0. Rechtsverteidiger Carl Murphy wagte im Strafraum zunächst einen Seitfallzieher, eroberte den Ball zurück, um querzulegen. Steffen Barthel zauderte nicht, zog einfach ab und traf bereits zum dritten Mal in der noch jungen Punkterunde (24.).

Eben noch Schütze, wenig später Vorbereiter des nächsten Abtswinder Tores: Barthels Schuss durch die lückenhafte Abwehr prallte von Schlussmann Tobias Weihs vor die Füße von Frank Hartlehnert. Der Abstauber zum 3:0 war bloße Formsache (28.). Und auch kurz vor der Pause machte der neunzehn Jahre alte Keeper den entscheidenden Fehler, eine Hereingabe von Przemyslaw Szuszkiewicz, Abtswinds linkem Verteidiger, durch die Hände gleiten zu lassen. Jörg Otto fiel der Ball regelrecht vor die Füße – 4:0 (45.). Natürlich war die Entscheidung bereits mit dem Halbzeitpfiff gefallen.

„In einer solchen Situation kann man der Mannschaft nicht mehr allzu viel mitgeben“, sagte Höchbergs Trainer Thomas Kaiser über seinen Pausenvortrag. „Wunderdinge waren nicht mehr zu erwarten.“ Es ging nur noch darum, mit Anstand und Würde zu verlieren. Da passte es in den vermaledeiten Tag, dass Kapitän Matthias Grünewald in Carl Murphys Flanke sprang und vor dem herbeifliegenden Pascal Kamolz zum 0:5 ins eigene Tor köpfte (47.). Ein Treffer war das Einzige, was dem 30-jährigen Abtswinder Angreifer, der an zahlreichen Aktionen beteiligt war, an diesem Tag zum perfekten Glück fehlte. Immerhin war ihm das Lob des Trainers sicher. „Er hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagte Petr Skarabela. „Ich habe auf ihn gesetzt.“

Es war nicht die einzige Veränderung nach dem Schweinfurt-Spiel gewesen. Die zuletzt verhinderten Thilo Wilke, Jörg Otto und Nicolas Wirsching (als Innenverteidiger) waren in die Anfangself zurückgekehrt. „Das hat geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe“, erklärte Skarabela. Kein einziges Mal geriet das Abtswinder Gehäuse wirklich in Gefahr. Als der Höchberger Jeffrey Karl in den Schlussminuten ausnahmsweise zum Kopfball hochstieg, flog Torhüter Florian Warschecha für die Galerie. Die Intensität des Abtswinder Spiels hatte Mitte der zweiten Hälfte nachgelassen. Wer wollte es den Akteuren übelnehmen?

Wohltuend ausgeglichen blieb in der Niederlage übrigens Thomas Kaiser. Der neue Trainer der Gäste, der zuvor in Diensten des Kreisligisten TSV Eßleben gestanden hatte, wirkte trotz des happigen Ergebnisses gefasst. „Es gibt noch andere Dinge im Leben als Fußball“, stellte der 38-Jährige fest. „Das hilft mir, auch in solchen Momenten eine gewisse Ruhe nach außen zu tragen.“

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV Abtswind: Florian Warschecha – Carl Murphy, Nicolas Wirsching, Adrian Graf, Przemyslaw Szuszkiewicz – Jürgen Endres, Steffen Barthel, Thilo Wilke, Frank Hartlehnert (61. Jonas Wirth) – Jörg Otto (70. Peter Mrugalla), Pascal Kamolz (76. Andreas Herrmann).
TG Höchberg: Tobias Weihs – Tristan Schmid, Lucas Moser (32. Christian Ettinger), Matthias Grünewald, Julian Hippacher – Jens Fromm, Jeffrey Karl – Alexander Priesnitz (70. Marvin Voll), Ramon Schmitt, Daniel Woller – Julian Geiger (46. Tobias Riedner).
Schiedsrichter: Peter Dotzel (Heidenfeld); Assistenten: Joachim Feuerbach (Frankenwinheim), Maximilian Krämer (Münsterschwarzach).
Zuschauer: 160.
Gelbe Karten: Tristan Schmid, Matthias Grünewald, Ramon Schmitt (Höchberg).
Rote Karte: Julian Hippacher (Höchberg, 18., Notbremse).
Tore: 1:0 Jörg Otto (16., Foulelfmeter), 2:0 Steffen Barthel (24.), 3:0 Frank Hartlehnert (28.), 4:0 Jörg Otto (45.), 5:0 Matthias Grünewald (47., Eigentor).

 

Stimmen zum Spiel

Petr Skarabela (Trainer TSV Abtswind): „Das war, wenn ich mich recht erinnere, die beste erste Halbzeit, die eine von mir trainierte Mannschaft je gezeigt hat. Pressing und Tempo waren ungemein hoch. Ich bin Perfektionist. In den letzten zwanzig Minuten waren meine Spieler mit den Kräften am Ende. Derzeit sind wir noch nicht so weit, das über neunzig Minuten durchzuhalten. Trotzdem hat man gesehen, welche Qualität in der Mannschaft steckt. Wir haben nach letzter Woche eine Schippe draufgelegt. Ich wollte, dass die Mannschaft in die Spur kommt. Die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen. Es macht mir Spaß, die Mannschaft zu trainieren.“

Thomas Kaiser (Trainer TG Höchberg): „Schaut man sich die neunzig Minuten an, fällt die Analyse nicht schwer. Mit dem Elfmeter und der Roten Karte – an beiden Situationen gibt es keinen Zweifel – hat das Spiel eine Richtung eingenommen, die für uns nur schwer aufzuhalten war. Wir haben durch eigenes Fehlverhalten in der Anfangsphase die Niederlage herbeigeschworen. Wir haben auf einigen Positionen ganz junge Spieler. Das ist unser Weg, den wir gehen wollen. Solche Rückschläge muss man dann in Kauf nehmen. Abtswind hat große spielerische Stärken, denen wir in Unterzahl wenig entgegenzusetzen hatten. Daher geht der Sieg in dieser Höhe in Ordnung. Das war für uns ein gebrauchter Tag.“

Frank Hartlehnert (Abtswinder Flügelflitzer): „Wir wollten heute keinen Druck verspüren, aber wir wollten einiges gutmachen nach der Auftaktniederlage in Schweinfurt. Es ging uns darum zu zeigen, dass wir nach vorne spielen und pressen können. Ich kann nicht beurteilen, ob ich der schnellste Spieler in der Liga bin, wie mancher behauptet. Sicher kann ich ein hohes Tempo gehen. Antrainieren kann man sich die Spritzigkeit nicht vollständig. Das liegt bei mir wahrscheinlich in den Genen. Welche Zeit ich auf hundert Meter laufe, kann ich gar nicht sagen. Die bin ich zuletzt in der siebten Klasse gerannt.“

 

Wahl zur Elf der Woche beim Fußballportal Fupa: Hier für Abtswind abstimmen

Abtswind liefert Ergebnis und Erlebnis

„Wir haben nicht mal richtig geschwitzt“


Abtswinds dritte Garnitur gibt dank der Neuzugänge eine gute Figur ab

TSV Abtswind III / FC Feuerbach – Rot-Weiß Kitzingen 8:3 (3:1)

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Der Unterschied zwischen A-Klasse und B-Klasse erwies sich dann doch als zu gravierend. So kam Abtswinds dritte Mannschaft zu einem überdeutlichen Sieg gegen Kitzingen. Besonders die physische Überlegenheit stellte sich mit zunehmender Spielzeit als Erfolgsfaktor heraus. Die drei Gegentreffer wurmten trotz allem.

Mit großem Elan absolviert der TSV Abtswind III / FC Feuerbach derzeit die Saisonvorbereitung. Spielertrainer Michael Ludwig, der sein Amt Anfang Juli antrat, hat neuen Schwung in die Truppe gebracht. Auf körperliche Fitness und Ausdauer legt er in der schweißtreibenden Zeit sein Augenmerk. Die Spieler sollen austrainiert sein, damit sie dann, wenn andere abbauen, nochmals zulegen können. Die Grundlagen werden gegenwärtig geschaffen, ehe Ende Juli der Spielbetrieb in der A-Klasse beginnt.

„Der Trainer verlangt viel und hält seinen Stil konsequent durch“, sagt Angreifer Karsten Krauss über den neuen Übungsleiter, der einst in der ersten Mannschaft des TSV Abtswind in der Bezirksoberliga mitmischte und nun von der SG Castell/Wiesenbronn als Spielertrainer zurückkehrte. „Die Jungs ziehen mit. Das belegt die gute Trainingsbeteiligung“, stellt Krauss fest.

Die gute Kondition machte sich auch im Test gegen den B-Klassisten Rot-Weiß Kitzingen bemerkbar. Während den Gegner nach einer Stunde Spielzeit Muskelkrämpfe überkamen, hatten die Abtswinder noch viel Luft. „Wir haben nicht mal richtig geschwitzt“, sagte Karsten Krauss. Sie schraubten das Ergebnis auf acht Treffer und hatten ihr Chancenpotenzial bei einer gefühlten Ballbesitzquote von siebzig Prozent keineswegs ausgeschöpft. Immer wieder orientierten sich die Kitzinger schlecht zum Ball und zu den Gegenspielern. Abtswind hatte dadurch leichtes Spiel – ganz gleich ob durch die Mitte oder über die Außen. Die Kombinationen liefen flüssig.

Besonders die Zugänge Sascha Frank (SG Castell/Wiesenbronn) und Eduard Schneider (SV Wachenroth) harmonierten auf der linken Seite. Im Sturm machte ein anderer Neuer auf sich aufmerksam: Justin Laudenbach, vom TSV/DJK Wiesentheid gekommen, war eine stete Anspielstation, setzte energisch seinen Körper ein und erzielte zwei Tore. Einziger Kritikpunkt im Abtswinder Spiel: die drei Gegentreffer, die gegen schwache Kitzinger vermeidbar waren und allesamt aus individuellen Fehlern entstanden.

Höhepunkt der Vorbereitung ist eine Woche vor dem Ligastart das Trainingslager in Feuerbach. Drei Tage lang zieht Michael Ludwig seine Spieler zusammen, inklusive Übernachtung und Vollverpflegung. Mehrere Einheiten stehen auf dem Programm. Dabei bestreiten die Abtswinder am Samstag, 23. Juli, um 16 Uhr auch ihren letzten Test beim Kreisklassisten TSV Burghaslach.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV Abtswind III / FC Feuerbach: Thomas Klein – Tobias Holzberger, Sascha Frank, Christian Funk, Karsten Krauss, Johannes Baumann, Michael Ludwig, Maximilian Mahler, Eduard Schneider, Ouannes Chahdoura, Justin Laudenbach; Einwechselspieler: Maximilian Beyer, Florian Benedikt, Lukas Dingeldein.
Rot-Weiß Kitzingen: Stefan Schäftlein – Ufuk Ametoglou, Armin Wiedemer, Peter Stevens, Idris Cekener, Ali Cetinkaya, Michael Troll, Seyd Jombeshy, Achmet Chalil Oglou, Nassir Safsafi, Christian Bohn; Einwechselspieler: Stefan Berger, Sascha Mitschke, Daniel Mitschke.
Schiedsrichter: Marco Schulze (Geesdorf).
Tore: 0:1 Achmet Chalil Oglou (14.), 1:1 Ouannes Chahdoura (19., Foulelfmeter), 2:1 Justin Laudenbach (43.), 3:1 Ouannes Chahdoura (45.), 4:1 Karsten Krauss (48.), 5:1 Justin Laudenbach (55.), 5:2 Daniel Mitschke (63.), 6:2 Sascha Frank (70.), 7:2 Armin Wiedemer (77., Eigentor), 7:3 Ali Cetinkaya (83.), 8:3 Lukas Dingeldein (85.).

„Wir haben nicht mal richtig geschwitzt“

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Pünktlich zum ersten Abtswinder Landesliga-Heimspiel

Neues Konzept mit niedrigeren Preisen für die VIP-Card

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Am Freitag, 22. Juli, bestreitet der TSV Abtswind gegen die TG Höchberg sein erstes Landesliga-Heimspiel der Saison. Eine gute Gelegenheit für alle Fans und Zuschauer, sich noch eine Dauerkarte zu sichern. Erhältlich sind die VIP-Card und das Saisonticket.

Wer in der neuen Fußballsaison alle Heimspiele der ersten und zweiten Mannschaft (ausgenommen Totopokal- und Freundschaftsspiele) sehen will, sichert sich die VIP-Card für 130 Euro (Rentner und Jugendliche ab 16 Jahren 85 Euro). Der Preis wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert, dafür ist kein Verzehrgutschein mehr enthalten. Wer sich nur für die Heimspiele der ersten Mannschaft interessiert, erhält das Saisonticket für 90 Euro (Frauen, Rentner und Jugendliche ab 16 Jahren 60 Euro).

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