Royales Titelrennen


Dorfschafkopf am Freitag, 17. März 2016 ab 19:00 Uhr

Abtswind sucht sein Oberhaupt

Slider Ende

Die Vorstandschaft des TSV Abtswind lädt am 17. März 2016, ab 19.00 Uhr in die Schwimmbad Gaststätte ein zum einträchtig – zwieträchtigen Klopfen. In zwei Schafkopf Runden wird unser neue König, respektive unsere Königin ermittelt, ehrenhaft gekürt und sodann ein komplettes Jahr als Profi vom Dienst zur Ehrerbietung ausgestellt.

Kann Hans „Obb“ Krauss seinen Titel verteidigen? Gelingt den letztjährigen Platzierten, Thomas Gansekow und Elisabeth Herrmann eine Palastrevolution? Unter Umständen schwingt sich einer oder eine auf den Thron, mit dem man beileibe nicht gerechnet hat? Jahr für Jahr schreibt der Abtswinder Dorfschafkopf seine ganz eigenen Geschichten. Wie beim DFB-Pokal: Im royalen Titelrennen ist alles möglich.

Antritts berechtigt sind alle Abtswinder, sowie Spieler, Mitglieder, Freunde und Gönner unseres TSV Abtswind. „Kontra, Spritze, mit Musik, mit Beilage, Pumpe, Touché(r), Schuss, Bums, drauf ana, tsè, 25 Öre dagegen, Wichse, damit’s was kost’. Da klatsch i da oine“ ist alles nicht erlaubt. Wir spielen ohne Contra, ob notwendig, taktisch oder aus sonstigen, niederen Beweggründen ist dabei vollkommen egal. Es geht schließlich um nichts Minderes als Amt, Würde und Ehren. Wir suchen das Oberhaupt der Kartlergemeinde, den Profi für die kommenden 12 Monate. Nach zwei langen, harten Runden Blut, Schweiß, mehr oder minder geniale Geistesblitze und viel vergossenem Hirnschlamm, inklusive Be- und Verrechnen heißt´s wieder: Der König ist tot. Lang lebe der König – oder die Grande Dame hat das bessere Blatt.

Royales Titelrennen

Ganz schön stürmisch am frühen Morgen


Nach schläfrigem Beginn ist Abtswind mit einem Mal hellwach

Quelle Fürth – TSV Abtswind 3:6 (2:3)

Slider Ende

8:4, 3:6, 6:3 – das sind Ergebnisse, wie sie sonst nur im Training vorkommen. Beim TSV Abtswind gab es solche Resultate diesen Winter in den Vorbereitungsspielen – nicht immer zur Freude von Petr Skarabela. Zu viele Gegentore bemängelte der akribische Trainer bei den Auftritten seiner Schützlinge. Nach dem Spiel in Fürth sah der 49-Jährige über die drei Missgeschicke ein wenig gelassener hinweg. Vielmehr war er von der stürmischen Leistung seiner Mannschaft angetan.

Früh aufstehen hieß es für die Kicker des TSV Abtswind am Faschingswochenende. Um 11 Uhr war Spielbeginn in Fürth. Das bedeutete 9 Uhr Abfahrt in der Heimat. Es war das Los nach der Ligaspiel-Absage am Tag zuvor. Trainer Petr Skarabela hatte vorgesorgt und ersatzweise einen Test vereinbart, damit seine Jungs nicht aus dem Rhythmus kamen. Anfangs hatte Abtswind auf dem Kunstrasen in der Fürther Südstadt ein paar Anlaufschwierigkeiten. Es fehlte die Ordnung gegen den Tabellenersten der Landesliga Nordost, dessen erstes Punktspiel am Vortag nicht ausgefallen war. Nach dem 2:2 gegen den SV Mitterteich durften sich am Sonntag auch einige Reservisten und Nachwuchskräfte beweisen. Mit Fabian Döllinger und Sebsatian Dörrich erzielten allerdings zwei Akteure die ersten beiden Fürther Tore, die einen Doppeleinsatz hatten.

Nach dem 1:2-Rückstand lief es für Abtswind deutlich besser. Der erneute Ausgleich – Pascal Kamolz (im Bild) hatte das 1:1 erzielt – ließ nicht lange auf sich warten: Jörg Otto verwandelte einen Elfmeter zum 2:2. Es war die Phase, in der vier Tore im Zwei-Minuten-Takt fielen: Nach einer halben Stunde brachte Nicolas Wirsching die Gäste mit 3:2 in Führung. Nicolas Wirsching und Jürgen Endres taten auch sonst dem Spiel gut: Dank der beiden Mittelfeld-Strategen bekam Abtswind Zugriff auf das Geschehen. Auch die Art und Weise der Toranbahnung konnte sich sehen lassen: Es waren keine Zufallsprodukte, sondern fein herausgespielte Treffer. „Das war von uns ein ganz anderes Spiel als in Veitsbronn“, stellte Petr Skarabela fest. „Die Einstellung und das Engagement haben diesmal gepasst.“ Die Dominanz nahm nach dem Seitenwechsel sogar noch zu.

Skarabela hatte ein wenig die Formation umgestellt. Das Abtswinder Spiel wurde dadurch noch lebendiger und schneller. Der Ball brauchte nicht lange, um vor das gegnerische Gehäuse zu gelangen. Fürths Schlussmann Markus Pröll rettete einige Male in bravouröser Manier. „Die Mannschaft hat funktioniert und viele gute Sachen geboten, vor allem 25 Minuten nach der Pause“, sagte Petr Skarabela. Seine Elf legte durch Jörg Otto, Philipp Hummel und Pascal Kamolz nochmals drei Treffer nach. Die Hausherren verkürzten lediglich einmal. „Die drei Gegentore waren für mich heute nicht ausschlaggebend, weil sie uns im Normalfall nicht passiert wären“, so der Trainer. „Wichtig war vielmehr, was wir nach vorne gezeigt haben. Das direkte Kombinationsspiel hat mir gefallen.“ Keine schlechten Voraussetzungen für das Ligaspiel am Sonntag, 5. März, beim TuS Röllbach.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

Quelle Fürth: Dominik Ort (46. Markus Pröll) – Kaan Yalcinkaya, Lucas Würkert, Robert Brenner, Maximilian Höhenberger, Fabian Döllinger (62. Willy Blank), Marvin Schimm, Sandro Ried (58. Nino Seiler), Christopher Menz, Sebastian Dörrich (46. Ahmed Slama), Enes Turhan (62. Dennis Reinholz).
TSV Abtswind: Irnes Husic (46. Patrick Hefner) – Jona Riedel (46. Carl Murphy), Daniel Hämmerlein, Sven Gibfried, Przemyslaw Szuszkiewicz – Jürgen Endres, Nicolas Wirsching, Philipp Hummel, Frank Hartlehnert – Jörg Otto (77. Julian Beßler), Pascal Kamolz.
Schiedsrichter: Marcel Neuse (Nürnberg); Assistenten: Erkan Gögebakan (Nürnberg), Kevin Gerein (Fürth).
Gelbe Karte: Kaan Yalcinkaya (Fürth).
Tore: 1:0 Fabian Döllinger (12.), 1:1 Pascal Kamolz (25.), 2:1 Sebastian Dörrich (27.), 2:2 Jörg Otto (29., Foulelfmeter), 2:3 Nicolas Wirsching (31.), 2:4 Philipp Hummel (48.), 2:5 Jörg Otto (58.), 3:5 Willy Blank (70.), 3:6 Pascal Kamolz (78.).

Alle Abtswinder Testspiele der Wintervorbereitung im Überblick.

Ganz schön stürmisch am frühen Morgen

Der Reserve gehen die Reserven aus


Eine Woche vor dem Ligastart kämpft Abtswinds zweite Mannschaft mit großem Personalmangel

TSV Schlüsselfeld – TSV Abtswind II 6:0 (2:0)

Slider Ende

Wenn ein Testspiel mit sechs Toren Unterschied endet, könnte man meinen, eine höherklassige Mannschaft habe sich einen leichten Sparringspartner ausgesucht, um sich Selbstvertrauen zu holen. Doch der TSV Schlüsselfeld und der TSV Abtswind II kommen beide aus der Kreisliga. Umso ernüchternder war die 0:6-Schlappe der Landesliga-Reserve, der die Oberfranken deutlich die Grenzen aufzeigten.

Das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Punktspielstart im März sollte ein echter Prüfstein werden. Das war vor Wochen ursprünglich der Plan. Der TSV Schlüsselfeld als Tabellenzweiter der Bamberger Kreisliga schien für dieses Vorhaben genau der richtige Gegner. „Danach wissen wir, wo wir stehen und wie weit wir sind“, hatte Abtswinds Trainer Velibor Teofilovic beim Trainingsauftakt 2017 erkannt, um dem drohenden Abstieg aus der Kreisliga den Kampf anzusagen. Vier Wochen später gab es nach den neunzig Minuten lange Gesichter. Schlüsselfeld erwies sich als zwei Nummern zu groß – was auch daran lag, dass die Gäste wie schon eine Woche zuvor bei der 2:4-Niederlage gegen den Bezirksligisten FC Geesdorf ohne eine Reihe von Stammkräften auskommen mussten. Akteure aus der dritten Garde, die tags zuvor bereits gespielt hatten, füllten den Kader auf. Velibor Teofilovic war erneut gezwungen, sich selbst ins Tor zu stellen.

Derart dezimiert konnten Christoph Kniewasser (im Bild) und Co. nicht viel ausrichten gegen einen Gegner, der den Ball gekonnt laufen ließ und auf einzelnen Positionen über starke Charaktere verfügte. Spielertrainer Erkan Esen, 36 Jahre alt, aber ein Mann mit Regionalliga-Erfahrung aus Schweinfurt und Bamberg, lenkte das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld heraus. Er verteilte die Bälle, war meistens anspielbar und gab deutliche Anweisungen an die Mitspieler. Das fruchtete und inspirierte die anderen. Christoph Hofmann zum Beispiel. Der Stürmer bekam es mit einem Namensvetter zu tun. Das Duell mit dem Abtswinder Abwehrspieler ging an den Schlüsselfelder, der allein dreimal traf. Alexander Hofmann, ein ehemaliger Abtswinder Akteur, war ein weiterer Schlüsselspieler auf Seiten der Hausherren. Die Personalproblematik hatte Velibor Teofilovic veranlasst, seine Mannschaft defensiv auszurichten. Ihm hatte geschwant, worauf er sich mit dieser Besetzung eingelassen hatte.

Doch ging es eine Woche vor dem Ligaspiel gegen den Tabellenführer SV Mühlhausen/Schraudenbach auch darum, im Spielrhythmus zu bleiben und die Partie als Fitnessprogramm zu sehen. Während Angreifer Aljoscha Keßler auf verlorenem Posten stand gegen die kopfballmächtigen Verteidiger Grzegorz Klich und Damian Rzedkowski, ging es irgendwann nur noch darum, das Ergebnis nicht ausufern zu lassen. Zur Pause hatte es mit 0:2 noch erträglich ausgesehen. Hinten heraus gab es aber dann doch die erwartete Packung. Schlüsselfeld spielte groß auf und führte vor, wie sich Erfolg von Misserfolg unterscheidet. Die Abtswinder bekamen mit fortschreitender Spieldauer arge Probleme, physisch mitzuhalten. Die weiteren Gegentreffer zogen die Stimmung und die Motivation nach unten. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen fällt die Testspielbilanz des Winters zwar ausgeglichen aus. Doch angesichts der aktuellen Personalmisere ist die Lage vor dem ersten Punktspiel alles andere als rosig.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV Schlüsselfeld: Louis Offner (46. Yannick Leisgang) – Grzegorz Klich, Damian Rzedkowski, Jörg Lechner (46. Jonas Zink), Peter Hofmann (57. Philipp Brodmerkel), Erkan Esen, Alexander Hofmann, Florian Kraus, Christoph Hofmann, Johannes Ottenschläger, Mark Butterhof; eingewechselt:
TSV Abtswind II: Velibor Teofilovic – Maximilian Mahler, Christoph Hofmann, Christoph Kniewasser, Tobias Holzberger – Eric Köhler, Johannes Knorr – Andreas Herrmann, Maximilian Heß, Mladen Grujic – Aljoscha Keßler; eingewechselt: Janek Wendt, Karsten Krauss.
Schiedsrichter: Ullrich Schönfeld (Sassanfahrt).
Tore: 1:0 Christoph Hofmann (28.), 2:0 Mark Butterhof (29.), 3:0 Alexander Hofmann (50.), 4:0 Christoph Hofmann (75.), 5:0 Mark Butterhof (83.), 6:0 Christoph Hofmann (85.).

Alle Abtswinder Testspiele der Wintervorbereitung im Überblick.

Der Reserve gehen die Reserven aus

Eduard Schneider: Vom Spielfeld ins Krankenhaus


Der Mittelfeldspieler erleidet im letzten Test eine Knöchelverletzung

TSV/DJK Wiesentheid II – TSV Abtswind III / FC Feuerbach 3:0 (1:0)

Slider Ende

Das Ergebnis im kleinen Derby war deutlich, aber keineswegs ein Spiegelbild des Spielverlaufs. Abtswinds dritte Garnitur hielt gegen den Kreisklassisten mit. Während die Wiesentheider aus ihren wenigen Chancen das Beste machten, scheiterten die Gäste mehrmals vor dem Tor. Getrübt wurde die Begegnung von der Verletzung Eduard Schneiders. Der Abtswinder musste in die Notaufnahme.

Ist das bitter! Eduard Schneider spielt beim TSV Abtswind III / FC Feuerbach eine wahrlich tragische Rolle. Gerade mal 224 Minuten stand der 24-Jährige diese Saison auf dem Rasen. Dass der Neuzugang vom SV Wachenroth nur vier Punktspieleinsätze verzeichnete, hatte einen schmerzhaften Grund: Sein rechter Knöchel machte derart lange Probleme, dass Eduard Schneider seit Anfang September nicht mehr hatte spielen können. Zur Wintervorbereitung war der Außenspieler wieder voll ins Training eingestiegen. „Er war richtig gut drauf“, sagt sein Trainer Michael Ludwig. Im Testspiel gegen die zweite Garde des TSV/DJK Wiesentheid erlitt Schneider einen herben Rückschlag: Eine knappe Viertelstunde war verstrichen, als der Linksaußen im Zweikampf umknickte. In dem Moment trat ihm ein Gegenspieler unglücklich auf den Knöchel. Diesmal war es der linke. Schneider, der Pechvogel, kam mit stark geschwollenem Fuß ins Krankenhaus.

Ein Bruch konnte nach dem Röntgen ausgeschlossen werden. Doch wenn sich der Verdacht auf einen Bänderriss bestätigt, fällt der Mittelfeldspieler für mehrere Wochen aus. Die Partie wurde unter dem Eindruck der Verletzung fast zur Nebensache. „Ich bin trotz der Niederlage mit unserer Leistung sehr zufrieden“, sagte Michael Ludwig. Das Zusammenspiel funktionierte, die Mannschaft harmonierte. Größtes Manko war allerdings die Chancenverwertung. „Normal muss das Spiel 5:3 für uns ausgehen“, meinte der Abtswinder Trainer angesichts der vorzüglichen Möglichkeiten, die Karsten Krauss, Christian Funk und Sebastian Krauß ausließen. Schuld daran trug auch Wiesentheids Schlussmann Daniel Wächter, der mehrmals prächtig reagierte. Stattdessen legte Abtswind für den Gegner auf: Innenverteidiger Tobias Holzberger vertändelte den Ball am eigenen Sechzehner. Eine perfekte Vorlage für Florian Eschenbacher, der zur Wiesentheider Führung abschloss (35. Minute). Beinahe hätte Michael Ludwig noch abgewehrt, doch er rutschte aus.

Der Spielertrainer, sonst im Mittelfeld zu finden, stellte sich diesmal ins Tor, weil Thomas Klein im Fasching engagiert war und es keinen Ersatzmann gibt. Zum nächsten Treffer kamen die Wiesentheider, weil Andreas Beyer, nach längerer Abstinenz mal wieder im Einsatz, etwas zu plump in den Zweikampf ging. Das Foul führte zum Elfmeter, den Christian Seitz zum 2:0 versenkte (53.). Das einzige herausgespielte Tor zum Dritten gelang Jonas Dorsch nach einer schönen Stafette (70.). „Da hat man mal gesehen, dass die Wiesentheider in der Kreisklasse vorne mitmischen“, stellte Michael Ludwig fest. Nach dem FC Thüngfeld in der Vorwoche (1:1) hatte er sich erneut einen höherklassigen Gegner ausgesucht. „Wir wollten uns in der Vorbereitung mit guten Gegnern messen, um zu sehen, wo unser Potenzial liegt“, sagte der 38-Jährige nach dem abschließenden Test. Beim ersten Punktspiel in einer Woche bekommt es die Mannschaft mit dem Aufstiegsaspiranten SG Castell/Wiesenbronn zu tun.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV/DJK Wiesentheid II: Daniel Wächter – Christian Seitz, Sebastian Rödel, Marius Klein, Sven Engelhardt, Sebastian Paul, Florian Eschenbacher, Franz Moser, Mohamud Ahmed Mohamed, Dominik Holzberger; eingewechselt: Daniel Busch, Michael Brendler, Jonas Dorsch.
TSV Abtswind III / FC Feuerbach: Michael Ludwig – Andreas Beyer, Tobias Holzberger, Christoph Kniewasser, Matthias Winkler – Arthur Eberhardt, Maximilian Mahler – Sebastian Krauß, Karsten Krauss, Eduard Schneider – Christian Funk; eingewechselt: Maximilian Beyer, Johannes Baumann.
Schiedsrichter: Rudolf Wehrwein (Kirchschönbach).
Gelbe Karten: Sebastian Rödel, Michael Brendler (Wiesentheid).
Tore: 1:0 Florian Eschenbacher (35.), 2:0 Christian Seitz (53., Foulelfmeter), 3:0 Jonas Dorsch (70.).

Alle Abtswinder Wintertestspiele in der Übersicht.

Eduard Schneider: Vom Spielfeld ins Krankenhaus

Royales Titelrennen


Dorfschafkopf am Freitag, 17. März 2016 ab 19:00 Uhr

Abtswind sucht sein Oberhaupt

Slider Ende

Die Vorstandschaft des TSV Abtswind lädt am 17. März 2016, ab 19.00 Uhr in die Schwimmbad Gaststätte ein zum einträchtig – zwieträchtigen Klopfen. In zwei Schafkopf Runden wird unser neue König, respektive unsere Königin ermittelt, ehrenhaft gekürt und sodann ein komplettes Jahr als Profi vom Dienst zur Ehrerbietung ausgestellt.

Kann Hans „Obb“ Krauss seinen Titel verteidigen? Gelingt den letztjährigen Platzierten, Thomas Gansekow und Elisabeth Herrmann eine Palastrevolution? Unter Umständen schwingt sich einer oder eine auf den Thron, mit dem man beileibe nicht gerechnet hat? Jahr für Jahr schreibt der Abtswinder Dorfschafkopf seine ganz eigenen Geschichten. Wie beim DFB-Pokal: Im royalen Titelrennen ist alles möglich.

Antritts berechtigt sind alle Abtswinder, sowie Spieler, Mitglieder, Freunde und Gönner unseres TSV Abtswind. „Kontra, Spritze, mit Musik, mit Beilage, Pumpe, Touché(r), Schuss, Bums, drauf ana, tsè, 25 Öre dagegen, Wichse, damit’s was kost’. Da klatsch i da oine“ ist alles nicht erlaubt. Wir spielen ohne Contra, ob notwendig, taktisch oder aus sonstigen, niederen Beweggründen ist dabei vollkommen egal. Es geht schließlich um nichts Minderes als Amt, Würde und Ehren. Wir suchen das Oberhaupt der Kartlergemeinde, den Profi für die kommenden 12 Monate. Nach zwei langen, harten Runden Blut, Schweiß, mehr oder minder geniale Geistesblitze und viel vergossenem Hirnschlamm, inklusive Be- und Verrechnen heißt´s wieder: Der König ist tot. Lang lebe der König – oder die Grande Dame hat das bessere Blatt.

Royales Titelrennen

Ganz schön stürmisch am frühen Morgen


Nach schläfrigem Beginn ist Abtswind mit einem Mal hellwach

Quelle Fürth – TSV Abtswind 3:6 (2:3)

Slider Ende

8:4, 3:6, 6:3 – das sind Ergebnisse, wie sie sonst nur im Training vorkommen. Beim TSV Abtswind gab es solche Resultate diesen Winter in den Vorbereitungsspielen – nicht immer zur Freude von Petr Skarabela. Zu viele Gegentore bemängelte der akribische Trainer bei den Auftritten seiner Schützlinge. Nach dem Spiel in Fürth sah der 49-Jährige über die drei Missgeschicke ein wenig gelassener hinweg. Vielmehr war er von der stürmischen Leistung seiner Mannschaft angetan.

Früh aufstehen hieß es für die Kicker des TSV Abtswind am Faschingswochenende. Um 11 Uhr war Spielbeginn in Fürth. Das bedeutete 9 Uhr Abfahrt in der Heimat. Es war das Los nach der Ligaspiel-Absage am Tag zuvor. Trainer Petr Skarabela hatte vorgesorgt und ersatzweise einen Test vereinbart, damit seine Jungs nicht aus dem Rhythmus kamen. Anfangs hatte Abtswind auf dem Kunstrasen in der Fürther Südstadt ein paar Anlaufschwierigkeiten. Es fehlte die Ordnung gegen den Tabellenersten der Landesliga Nordost, dessen erstes Punktspiel am Vortag nicht ausgefallen war. Nach dem 2:2 gegen den SV Mitterteich durften sich am Sonntag auch einige Reservisten und Nachwuchskräfte beweisen. Mit Fabian Döllinger und Sebsatian Dörrich erzielten allerdings zwei Akteure die ersten beiden Fürther Tore, die einen Doppeleinsatz hatten.

Nach dem 1:2-Rückstand lief es für Abtswind deutlich besser. Der erneute Ausgleich – Pascal Kamolz (im Bild) hatte das 1:1 erzielt – ließ nicht lange auf sich warten: Jörg Otto verwandelte einen Elfmeter zum 2:2. Es war die Phase, in der vier Tore im Zwei-Minuten-Takt fielen: Nach einer halben Stunde brachte Nicolas Wirsching die Gäste mit 3:2 in Führung. Nicolas Wirsching und Jürgen Endres taten auch sonst dem Spiel gut: Dank der beiden Mittelfeld-Strategen bekam Abtswind Zugriff auf das Geschehen. Auch die Art und Weise der Toranbahnung konnte sich sehen lassen: Es waren keine Zufallsprodukte, sondern fein herausgespielte Treffer. „Das war von uns ein ganz anderes Spiel als in Veitsbronn“, stellte Petr Skarabela fest. „Die Einstellung und das Engagement haben diesmal gepasst.“ Die Dominanz nahm nach dem Seitenwechsel sogar noch zu.

Skarabela hatte ein wenig die Formation umgestellt. Das Abtswinder Spiel wurde dadurch noch lebendiger und schneller. Der Ball brauchte nicht lange, um vor das gegnerische Gehäuse zu gelangen. Fürths Schlussmann Markus Pröll rettete einige Male in bravouröser Manier. „Die Mannschaft hat funktioniert und viele gute Sachen geboten, vor allem 25 Minuten nach der Pause“, sagte Petr Skarabela. Seine Elf legte durch Jörg Otto, Philipp Hummel und Pascal Kamolz nochmals drei Treffer nach. Die Hausherren verkürzten lediglich einmal. „Die drei Gegentore waren für mich heute nicht ausschlaggebend, weil sie uns im Normalfall nicht passiert wären“, so der Trainer. „Wichtig war vielmehr, was wir nach vorne gezeigt haben. Das direkte Kombinationsspiel hat mir gefallen.“ Keine schlechten Voraussetzungen für das Ligaspiel am Sonntag, 5. März, beim TuS Röllbach.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

Quelle Fürth: Dominik Ort (46. Markus Pröll) – Kaan Yalcinkaya, Lucas Würkert, Robert Brenner, Maximilian Höhenberger, Fabian Döllinger (62. Willy Blank), Marvin Schimm, Sandro Ried (58. Nino Seiler), Christopher Menz, Sebastian Dörrich (46. Ahmed Slama), Enes Turhan (62. Dennis Reinholz).
TSV Abtswind: Irnes Husic (46. Patrick Hefner) – Jona Riedel (46. Carl Murphy), Daniel Hämmerlein, Sven Gibfried, Przemyslaw Szuszkiewicz – Jürgen Endres, Nicolas Wirsching, Philipp Hummel, Frank Hartlehnert – Jörg Otto (77. Julian Beßler), Pascal Kamolz.
Schiedsrichter: Marcel Neuse (Nürnberg); Assistenten: Erkan Gögebakan (Nürnberg), Kevin Gerein (Fürth).
Gelbe Karte: Kaan Yalcinkaya (Fürth).
Tore: 1:0 Fabian Döllinger (12.), 1:1 Pascal Kamolz (25.), 2:1 Sebastian Dörrich (27.), 2:2 Jörg Otto (29., Foulelfmeter), 2:3 Nicolas Wirsching (31.), 2:4 Philipp Hummel (48.), 2:5 Jörg Otto (58.), 3:5 Willy Blank (70.), 3:6 Pascal Kamolz (78.).

Alle Abtswinder Testspiele der Wintervorbereitung im Überblick.

Ganz schön stürmisch am frühen Morgen

Der Reserve gehen die Reserven aus


Eine Woche vor dem Ligastart kämpft Abtswinds zweite Mannschaft mit großem Personalmangel

TSV Schlüsselfeld – TSV Abtswind II 6:0 (2:0)

Slider Ende

Wenn ein Testspiel mit sechs Toren Unterschied endet, könnte man meinen, eine höherklassige Mannschaft habe sich einen leichten Sparringspartner ausgesucht, um sich Selbstvertrauen zu holen. Doch der TSV Schlüsselfeld und der TSV Abtswind II kommen beide aus der Kreisliga. Umso ernüchternder war die 0:6-Schlappe der Landesliga-Reserve, der die Oberfranken deutlich die Grenzen aufzeigten.

Das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Punktspielstart im März sollte ein echter Prüfstein werden. Das war vor Wochen ursprünglich der Plan. Der TSV Schlüsselfeld als Tabellenzweiter der Bamberger Kreisliga schien für dieses Vorhaben genau der richtige Gegner. „Danach wissen wir, wo wir stehen und wie weit wir sind“, hatte Abtswinds Trainer Velibor Teofilovic beim Trainingsauftakt 2017 erkannt, um dem drohenden Abstieg aus der Kreisliga den Kampf anzusagen. Vier Wochen später gab es nach den neunzig Minuten lange Gesichter. Schlüsselfeld erwies sich als zwei Nummern zu groß – was auch daran lag, dass die Gäste wie schon eine Woche zuvor bei der 2:4-Niederlage gegen den Bezirksligisten FC Geesdorf ohne eine Reihe von Stammkräften auskommen mussten. Akteure aus der dritten Garde, die tags zuvor bereits gespielt hatten, füllten den Kader auf. Velibor Teofilovic war erneut gezwungen, sich selbst ins Tor zu stellen.

Derart dezimiert konnten Christoph Kniewasser (im Bild) und Co. nicht viel ausrichten gegen einen Gegner, der den Ball gekonnt laufen ließ und auf einzelnen Positionen über starke Charaktere verfügte. Spielertrainer Erkan Esen, 36 Jahre alt, aber ein Mann mit Regionalliga-Erfahrung aus Schweinfurt und Bamberg, lenkte das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld heraus. Er verteilte die Bälle, war meistens anspielbar und gab deutliche Anweisungen an die Mitspieler. Das fruchtete und inspirierte die anderen. Christoph Hofmann zum Beispiel. Der Stürmer bekam es mit einem Namensvetter zu tun. Das Duell mit dem Abtswinder Abwehrspieler ging an den Schlüsselfelder, der allein dreimal traf. Alexander Hofmann, ein ehemaliger Abtswinder Akteur, war ein weiterer Schlüsselspieler auf Seiten der Hausherren. Die Personalproblematik hatte Velibor Teofilovic veranlasst, seine Mannschaft defensiv auszurichten. Ihm hatte geschwant, worauf er sich mit dieser Besetzung eingelassen hatte.

Doch ging es eine Woche vor dem Ligaspiel gegen den Tabellenführer SV Mühlhausen/Schraudenbach auch darum, im Spielrhythmus zu bleiben und die Partie als Fitnessprogramm zu sehen. Während Angreifer Aljoscha Keßler auf verlorenem Posten stand gegen die kopfballmächtigen Verteidiger Grzegorz Klich und Damian Rzedkowski, ging es irgendwann nur noch darum, das Ergebnis nicht ausufern zu lassen. Zur Pause hatte es mit 0:2 noch erträglich ausgesehen. Hinten heraus gab es aber dann doch die erwartete Packung. Schlüsselfeld spielte groß auf und führte vor, wie sich Erfolg von Misserfolg unterscheidet. Die Abtswinder bekamen mit fortschreitender Spieldauer arge Probleme, physisch mitzuhalten. Die weiteren Gegentreffer zogen die Stimmung und die Motivation nach unten. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen fällt die Testspielbilanz des Winters zwar ausgeglichen aus. Doch angesichts der aktuellen Personalmisere ist die Lage vor dem ersten Punktspiel alles andere als rosig.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV Schlüsselfeld: Louis Offner (46. Yannick Leisgang) – Grzegorz Klich, Damian Rzedkowski, Jörg Lechner (46. Jonas Zink), Peter Hofmann (57. Philipp Brodmerkel), Erkan Esen, Alexander Hofmann, Florian Kraus, Christoph Hofmann, Johannes Ottenschläger, Mark Butterhof; eingewechselt:
TSV Abtswind II: Velibor Teofilovic – Maximilian Mahler, Christoph Hofmann, Christoph Kniewasser, Tobias Holzberger – Eric Köhler, Johannes Knorr – Andreas Herrmann, Maximilian Heß, Mladen Grujic – Aljoscha Keßler; eingewechselt: Janek Wendt, Karsten Krauss.
Schiedsrichter: Ullrich Schönfeld (Sassanfahrt).
Tore: 1:0 Christoph Hofmann (28.), 2:0 Mark Butterhof (29.), 3:0 Alexander Hofmann (50.), 4:0 Christoph Hofmann (75.), 5:0 Mark Butterhof (83.), 6:0 Christoph Hofmann (85.).

Alle Abtswinder Testspiele der Wintervorbereitung im Überblick.

Der Reserve gehen die Reserven aus

Eduard Schneider: Vom Spielfeld ins Krankenhaus


Der Mittelfeldspieler erleidet im letzten Test eine Knöchelverletzung

TSV/DJK Wiesentheid II – TSV Abtswind III / FC Feuerbach 3:0 (1:0)

Slider Ende

Das Ergebnis im kleinen Derby war deutlich, aber keineswegs ein Spiegelbild des Spielverlaufs. Abtswinds dritte Garnitur hielt gegen den Kreisklassisten mit. Während die Wiesentheider aus ihren wenigen Chancen das Beste machten, scheiterten die Gäste mehrmals vor dem Tor. Getrübt wurde die Begegnung von der Verletzung Eduard Schneiders. Der Abtswinder musste in die Notaufnahme.

Ist das bitter! Eduard Schneider spielt beim TSV Abtswind III / FC Feuerbach eine wahrlich tragische Rolle. Gerade mal 224 Minuten stand der 24-Jährige diese Saison auf dem Rasen. Dass der Neuzugang vom SV Wachenroth nur vier Punktspieleinsätze verzeichnete, hatte einen schmerzhaften Grund: Sein rechter Knöchel machte derart lange Probleme, dass Eduard Schneider seit Anfang September nicht mehr hatte spielen können. Zur Wintervorbereitung war der Außenspieler wieder voll ins Training eingestiegen. „Er war richtig gut drauf“, sagt sein Trainer Michael Ludwig. Im Testspiel gegen die zweite Garde des TSV/DJK Wiesentheid erlitt Schneider einen herben Rückschlag: Eine knappe Viertelstunde war verstrichen, als der Linksaußen im Zweikampf umknickte. In dem Moment trat ihm ein Gegenspieler unglücklich auf den Knöchel. Diesmal war es der linke. Schneider, der Pechvogel, kam mit stark geschwollenem Fuß ins Krankenhaus.

Ein Bruch konnte nach dem Röntgen ausgeschlossen werden. Doch wenn sich der Verdacht auf einen Bänderriss bestätigt, fällt der Mittelfeldspieler für mehrere Wochen aus. Die Partie wurde unter dem Eindruck der Verletzung fast zur Nebensache. „Ich bin trotz der Niederlage mit unserer Leistung sehr zufrieden“, sagte Michael Ludwig. Das Zusammenspiel funktionierte, die Mannschaft harmonierte. Größtes Manko war allerdings die Chancenverwertung. „Normal muss das Spiel 5:3 für uns ausgehen“, meinte der Abtswinder Trainer angesichts der vorzüglichen Möglichkeiten, die Karsten Krauss, Christian Funk und Sebastian Krauß ausließen. Schuld daran trug auch Wiesentheids Schlussmann Daniel Wächter, der mehrmals prächtig reagierte. Stattdessen legte Abtswind für den Gegner auf: Innenverteidiger Tobias Holzberger vertändelte den Ball am eigenen Sechzehner. Eine perfekte Vorlage für Florian Eschenbacher, der zur Wiesentheider Führung abschloss (35. Minute). Beinahe hätte Michael Ludwig noch abgewehrt, doch er rutschte aus.

Der Spielertrainer, sonst im Mittelfeld zu finden, stellte sich diesmal ins Tor, weil Thomas Klein im Fasching engagiert war und es keinen Ersatzmann gibt. Zum nächsten Treffer kamen die Wiesentheider, weil Andreas Beyer, nach längerer Abstinenz mal wieder im Einsatz, etwas zu plump in den Zweikampf ging. Das Foul führte zum Elfmeter, den Christian Seitz zum 2:0 versenkte (53.). Das einzige herausgespielte Tor zum Dritten gelang Jonas Dorsch nach einer schönen Stafette (70.). „Da hat man mal gesehen, dass die Wiesentheider in der Kreisklasse vorne mitmischen“, stellte Michael Ludwig fest. Nach dem FC Thüngfeld in der Vorwoche (1:1) hatte er sich erneut einen höherklassigen Gegner ausgesucht. „Wir wollten uns in der Vorbereitung mit guten Gegnern messen, um zu sehen, wo unser Potenzial liegt“, sagte der 38-Jährige nach dem abschließenden Test. Beim ersten Punktspiel in einer Woche bekommt es die Mannschaft mit dem Aufstiegsaspiranten SG Castell/Wiesenbronn zu tun.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV/DJK Wiesentheid II: Daniel Wächter – Christian Seitz, Sebastian Rödel, Marius Klein, Sven Engelhardt, Sebastian Paul, Florian Eschenbacher, Franz Moser, Mohamud Ahmed Mohamed, Dominik Holzberger; eingewechselt: Daniel Busch, Michael Brendler, Jonas Dorsch.
TSV Abtswind III / FC Feuerbach: Michael Ludwig – Andreas Beyer, Tobias Holzberger, Christoph Kniewasser, Matthias Winkler – Arthur Eberhardt, Maximilian Mahler – Sebastian Krauß, Karsten Krauss, Eduard Schneider – Christian Funk; eingewechselt: Maximilian Beyer, Johannes Baumann.
Schiedsrichter: Rudolf Wehrwein (Kirchschönbach).
Gelbe Karten: Sebastian Rödel, Michael Brendler (Wiesentheid).
Tore: 1:0 Florian Eschenbacher (35.), 2:0 Christian Seitz (53., Foulelfmeter), 3:0 Jonas Dorsch (70.).

Alle Abtswinder Wintertestspiele in der Übersicht.

Eduard Schneider: Vom Spielfeld ins Krankenhaus

Royales Titelrennen


Royales Titelrennen

Dorfschafkopf am Freitag, 17. März 2016 ab 19:00 Uhr

Abtswind sucht sein Oberhaupt

Slider Ende

Die Vorstandschaft des TSV Abtswind lädt am 17. März 2016, ab 19.00 Uhr in die Schwimmbad Gaststätte ein zum einträchtig – zwieträchtigen Klopfen. In zwei Schafkopf Runden wird unser neue König, respektive unsere Königin ermittelt, ehrenhaft gekürt und sodann ein komplettes Jahr als Profi vom Dienst zur Ehrerbietung ausgestellt.

Kann Hans „Obb“ Krauss seinen Titel verteidigen? Gelingt den letztjährigen Platzierten, Thomas Gansekow und Elisabeth Herrmann eine Palastrevolution? Unter Umständen schwingt sich einer oder eine auf den Thron, mit dem man beileibe nicht gerechnet hat? Jahr für Jahr schreibt der Abtswinder Dorfschafkopf seine ganz eigenen Geschichten. Wie beim DFB-Pokal: Im royalen Titelrennen ist alles möglich.

Antritts berechtigt sind alle Abtswinder, sowie Spieler, Mitglieder, Freunde und Gönner unseres TSV Abtswind. „Kontra, Spritze, mit Musik, mit Beilage, Pumpe, Touché(r), Schuss, Bums, drauf ana, tsè, 25 Öre dagegen, Wichse, damit’s was kost’. Da klatsch i da oine“ ist alles nicht erlaubt. Wir spielen ohne Contra, ob notwendig, taktisch oder aus sonstigen, niederen Beweggründen ist dabei vollkommen egal. Es geht schließlich um nichts Minderes als Amt, Würde und Ehren. Wir suchen das Oberhaupt der Kartlergemeinde, den Profi für die kommenden 12 Monate. Nach zwei langen, harten Runden Blut, Schweiß, mehr oder minder geniale Geistesblitze und viel vergossenem Hirnschlamm, inklusive Be- und Verrechnen heißt´s wieder: Der König ist tot. Lang lebe der König – oder die Grande Dame hat das bessere Blatt.

Ganz schön stürmisch am frühen Morgen


Ganz schön stürmisch am frühen Morgen

Nach schläfrigem Beginn ist Abtswind mit einem Mal hellwach

Quelle Fürth – TSV Abtswind 3:6 (2:3)

Slider Ende

8:4, 3:6, 6:3 – das sind Ergebnisse, wie sie sonst nur im Training vorkommen. Beim TSV Abtswind gab es solche Resultate diesen Winter in den Vorbereitungsspielen – nicht immer zur Freude von Petr Skarabela. Zu viele Gegentore bemängelte der akribische Trainer bei den Auftritten seiner Schützlinge. Nach dem Spiel in Fürth sah der 49-Jährige über die drei Missgeschicke ein wenig gelassener hinweg. Vielmehr war er von der stürmischen Leistung seiner Mannschaft angetan.

Früh aufstehen hieß es für die Kicker des TSV Abtswind am Faschingswochenende. Um 11 Uhr war Spielbeginn in Fürth. Das bedeutete 9 Uhr Abfahrt in der Heimat. Es war das Los nach der Ligaspiel-Absage am Tag zuvor. Trainer Petr Skarabela hatte vorgesorgt und ersatzweise einen Test vereinbart, damit seine Jungs nicht aus dem Rhythmus kamen. Anfangs hatte Abtswind auf dem Kunstrasen in der Fürther Südstadt ein paar Anlaufschwierigkeiten. Es fehlte die Ordnung gegen den Tabellenersten der Landesliga Nordost, dessen erstes Punktspiel am Vortag nicht ausgefallen war. Nach dem 2:2 gegen den SV Mitterteich durften sich am Sonntag auch einige Reservisten und Nachwuchskräfte beweisen. Mit Fabian Döllinger und Sebsatian Dörrich erzielten allerdings zwei Akteure die ersten beiden Fürther Tore, die einen Doppeleinsatz hatten.

Nach dem 1:2-Rückstand lief es für Abtswind deutlich besser. Der erneute Ausgleich – Pascal Kamolz (im Bild) hatte das 1:1 erzielt – ließ nicht lange auf sich warten: Jörg Otto verwandelte einen Elfmeter zum 2:2. Es war die Phase, in der vier Tore im Zwei-Minuten-Takt fielen: Nach einer halben Stunde brachte Nicolas Wirsching die Gäste mit 3:2 in Führung. Nicolas Wirsching und Jürgen Endres taten auch sonst dem Spiel gut: Dank der beiden Mittelfeld-Strategen bekam Abtswind Zugriff auf das Geschehen. Auch die Art und Weise der Toranbahnung konnte sich sehen lassen: Es waren keine Zufallsprodukte, sondern fein herausgespielte Treffer. „Das war von uns ein ganz anderes Spiel als in Veitsbronn“, stellte Petr Skarabela fest. „Die Einstellung und das Engagement haben diesmal gepasst.“ Die Dominanz nahm nach dem Seitenwechsel sogar noch zu.

Skarabela hatte ein wenig die Formation umgestellt. Das Abtswinder Spiel wurde dadurch noch lebendiger und schneller. Der Ball brauchte nicht lange, um vor das gegnerische Gehäuse zu gelangen. Fürths Schlussmann Markus Pröll rettete einige Male in bravouröser Manier. „Die Mannschaft hat funktioniert und viele gute Sachen geboten, vor allem 25 Minuten nach der Pause“, sagte Petr Skarabela. Seine Elf legte durch Jörg Otto, Philipp Hummel und Pascal Kamolz nochmals drei Treffer nach. Die Hausherren verkürzten lediglich einmal. „Die drei Gegentore waren für mich heute nicht ausschlaggebend, weil sie uns im Normalfall nicht passiert wären“, so der Trainer. „Wichtig war vielmehr, was wir nach vorne gezeigt haben. Das direkte Kombinationsspiel hat mir gefallen.“ Keine schlechten Voraussetzungen für das Ligaspiel am Sonntag, 5. März, beim TuS Röllbach.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

Quelle Fürth: Dominik Ort (46. Markus Pröll) – Kaan Yalcinkaya, Lucas Würkert, Robert Brenner, Maximilian Höhenberger, Fabian Döllinger (62. Willy Blank), Marvin Schimm, Sandro Ried (58. Nino Seiler), Christopher Menz, Sebastian Dörrich (46. Ahmed Slama), Enes Turhan (62. Dennis Reinholz).
TSV Abtswind: Irnes Husic (46. Patrick Hefner) – Jona Riedel (46. Carl Murphy), Daniel Hämmerlein, Sven Gibfried, Przemyslaw Szuszkiewicz – Jürgen Endres, Nicolas Wirsching, Philipp Hummel, Frank Hartlehnert – Jörg Otto (77. Julian Beßler), Pascal Kamolz.
Schiedsrichter: Marcel Neuse (Nürnberg); Assistenten: Erkan Gögebakan (Nürnberg), Kevin Gerein (Fürth).
Gelbe Karte: Kaan Yalcinkaya (Fürth).
Tore: 1:0 Fabian Döllinger (12.), 1:1 Pascal Kamolz (25.), 2:1 Sebastian Dörrich (27.), 2:2 Jörg Otto (29., Foulelfmeter), 2:3 Nicolas Wirsching (31.), 2:4 Philipp Hummel (48.), 2:5 Jörg Otto (58.), 3:5 Willy Blank (70.), 3:6 Pascal Kamolz (78.).

Alle Abtswinder Testspiele der Wintervorbereitung im Überblick.

Der Reserve gehen die Reserven aus


Der Reserve gehen die Reserven aus

Eine Woche vor dem Ligastart kämpft Abtswinds zweite Mannschaft mit großem Personalmangel

TSV Schlüsselfeld – TSV Abtswind II 6:0 (2:0)

Slider Ende

Wenn ein Testspiel mit sechs Toren Unterschied endet, könnte man meinen, eine höherklassige Mannschaft habe sich einen leichten Sparringspartner ausgesucht, um sich Selbstvertrauen zu holen. Doch der TSV Schlüsselfeld und der TSV Abtswind II kommen beide aus der Kreisliga. Umso ernüchternder war die 0:6-Schlappe der Landesliga-Reserve, der die Oberfranken deutlich die Grenzen aufzeigten.

Das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Punktspielstart im März sollte ein echter Prüfstein werden. Das war vor Wochen ursprünglich der Plan. Der TSV Schlüsselfeld als Tabellenzweiter der Bamberger Kreisliga schien für dieses Vorhaben genau der richtige Gegner. „Danach wissen wir, wo wir stehen und wie weit wir sind“, hatte Abtswinds Trainer Velibor Teofilovic beim Trainingsauftakt 2017 erkannt, um dem drohenden Abstieg aus der Kreisliga den Kampf anzusagen. Vier Wochen später gab es nach den neunzig Minuten lange Gesichter. Schlüsselfeld erwies sich als zwei Nummern zu groß – was auch daran lag, dass die Gäste wie schon eine Woche zuvor bei der 2:4-Niederlage gegen den Bezirksligisten FC Geesdorf ohne eine Reihe von Stammkräften auskommen mussten. Akteure aus der dritten Garde, die tags zuvor bereits gespielt hatten, füllten den Kader auf. Velibor Teofilovic war erneut gezwungen, sich selbst ins Tor zu stellen.

Derart dezimiert konnten Christoph Kniewasser (im Bild) und Co. nicht viel ausrichten gegen einen Gegner, der den Ball gekonnt laufen ließ und auf einzelnen Positionen über starke Charaktere verfügte. Spielertrainer Erkan Esen, 36 Jahre alt, aber ein Mann mit Regionalliga-Erfahrung aus Schweinfurt und Bamberg, lenkte das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld heraus. Er verteilte die Bälle, war meistens anspielbar und gab deutliche Anweisungen an die Mitspieler. Das fruchtete und inspirierte die anderen. Christoph Hofmann zum Beispiel. Der Stürmer bekam es mit einem Namensvetter zu tun. Das Duell mit dem Abtswinder Abwehrspieler ging an den Schlüsselfelder, der allein dreimal traf. Alexander Hofmann, ein ehemaliger Abtswinder Akteur, war ein weiterer Schlüsselspieler auf Seiten der Hausherren. Die Personalproblematik hatte Velibor Teofilovic veranlasst, seine Mannschaft defensiv auszurichten. Ihm hatte geschwant, worauf er sich mit dieser Besetzung eingelassen hatte.

Doch ging es eine Woche vor dem Ligaspiel gegen den Tabellenführer SV Mühlhausen/Schraudenbach auch darum, im Spielrhythmus zu bleiben und die Partie als Fitnessprogramm zu sehen. Während Angreifer Aljoscha Keßler auf verlorenem Posten stand gegen die kopfballmächtigen Verteidiger Grzegorz Klich und Damian Rzedkowski, ging es irgendwann nur noch darum, das Ergebnis nicht ausufern zu lassen. Zur Pause hatte es mit 0:2 noch erträglich ausgesehen. Hinten heraus gab es aber dann doch die erwartete Packung. Schlüsselfeld spielte groß auf und führte vor, wie sich Erfolg von Misserfolg unterscheidet. Die Abtswinder bekamen mit fortschreitender Spieldauer arge Probleme, physisch mitzuhalten. Die weiteren Gegentreffer zogen die Stimmung und die Motivation nach unten. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen fällt die Testspielbilanz des Winters zwar ausgeglichen aus. Doch angesichts der aktuellen Personalmisere ist die Lage vor dem ersten Punktspiel alles andere als rosig.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV Schlüsselfeld: Louis Offner (46. Yannick Leisgang) – Grzegorz Klich, Damian Rzedkowski, Jörg Lechner (46. Jonas Zink), Peter Hofmann (57. Philipp Brodmerkel), Erkan Esen, Alexander Hofmann, Florian Kraus, Christoph Hofmann, Johannes Ottenschläger, Mark Butterhof; eingewechselt:
TSV Abtswind II: Velibor Teofilovic – Maximilian Mahler, Christoph Hofmann, Christoph Kniewasser, Tobias Holzberger – Eric Köhler, Johannes Knorr – Andreas Herrmann, Maximilian Heß, Mladen Grujic – Aljoscha Keßler; eingewechselt: Janek Wendt, Karsten Krauss.
Schiedsrichter: Ullrich Schönfeld (Sassanfahrt).
Tore: 1:0 Christoph Hofmann (28.), 2:0 Mark Butterhof (29.), 3:0 Alexander Hofmann (50.), 4:0 Christoph Hofmann (75.), 5:0 Mark Butterhof (83.), 6:0 Christoph Hofmann (85.).

Alle Abtswinder Testspiele der Wintervorbereitung im Überblick.

Eduard Schneider: Vom Spielfeld ins Krankenhaus


Eduard Schneider: Vom Spielfeld ins Krankenhaus

Der Mittelfeldspieler erleidet im letzten Test eine Knöchelverletzung

TSV/DJK Wiesentheid II – TSV Abtswind III / FC Feuerbach 3:0 (1:0)

Slider Ende

Das Ergebnis im kleinen Derby war deutlich, aber keineswegs ein Spiegelbild des Spielverlaufs. Abtswinds dritte Garnitur hielt gegen den Kreisklassisten mit. Während die Wiesentheider aus ihren wenigen Chancen das Beste machten, scheiterten die Gäste mehrmals vor dem Tor. Getrübt wurde die Begegnung von der Verletzung Eduard Schneiders. Der Abtswinder musste in die Notaufnahme.

Ist das bitter! Eduard Schneider spielt beim TSV Abtswind III / FC Feuerbach eine wahrlich tragische Rolle. Gerade mal 224 Minuten stand der 24-Jährige diese Saison auf dem Rasen. Dass der Neuzugang vom SV Wachenroth nur vier Punktspieleinsätze verzeichnete, hatte einen schmerzhaften Grund: Sein rechter Knöchel machte derart lange Probleme, dass Eduard Schneider seit Anfang September nicht mehr hatte spielen können. Zur Wintervorbereitung war der Außenspieler wieder voll ins Training eingestiegen. „Er war richtig gut drauf“, sagt sein Trainer Michael Ludwig. Im Testspiel gegen die zweite Garde des TSV/DJK Wiesentheid erlitt Schneider einen herben Rückschlag: Eine knappe Viertelstunde war verstrichen, als der Linksaußen im Zweikampf umknickte. In dem Moment trat ihm ein Gegenspieler unglücklich auf den Knöchel. Diesmal war es der linke. Schneider, der Pechvogel, kam mit stark geschwollenem Fuß ins Krankenhaus.

Ein Bruch konnte nach dem Röntgen ausgeschlossen werden. Doch wenn sich der Verdacht auf einen Bänderriss bestätigt, fällt der Mittelfeldspieler für mehrere Wochen aus. Die Partie wurde unter dem Eindruck der Verletzung fast zur Nebensache. „Ich bin trotz der Niederlage mit unserer Leistung sehr zufrieden“, sagte Michael Ludwig. Das Zusammenspiel funktionierte, die Mannschaft harmonierte. Größtes Manko war allerdings die Chancenverwertung. „Normal muss das Spiel 5:3 für uns ausgehen“, meinte der Abtswinder Trainer angesichts der vorzüglichen Möglichkeiten, die Karsten Krauss, Christian Funk und Sebastian Krauß ausließen. Schuld daran trug auch Wiesentheids Schlussmann Daniel Wächter, der mehrmals prächtig reagierte. Stattdessen legte Abtswind für den Gegner auf: Innenverteidiger Tobias Holzberger vertändelte den Ball am eigenen Sechzehner. Eine perfekte Vorlage für Florian Eschenbacher, der zur Wiesentheider Führung abschloss (35. Minute). Beinahe hätte Michael Ludwig noch abgewehrt, doch er rutschte aus.

Der Spielertrainer, sonst im Mittelfeld zu finden, stellte sich diesmal ins Tor, weil Thomas Klein im Fasching engagiert war und es keinen Ersatzmann gibt. Zum nächsten Treffer kamen die Wiesentheider, weil Andreas Beyer, nach längerer Abstinenz mal wieder im Einsatz, etwas zu plump in den Zweikampf ging. Das Foul führte zum Elfmeter, den Christian Seitz zum 2:0 versenkte (53.). Das einzige herausgespielte Tor zum Dritten gelang Jonas Dorsch nach einer schönen Stafette (70.). „Da hat man mal gesehen, dass die Wiesentheider in der Kreisklasse vorne mitmischen“, stellte Michael Ludwig fest. Nach dem FC Thüngfeld in der Vorwoche (1:1) hatte er sich erneut einen höherklassigen Gegner ausgesucht. „Wir wollten uns in der Vorbereitung mit guten Gegnern messen, um zu sehen, wo unser Potenzial liegt“, sagte der 38-Jährige nach dem abschließenden Test. Beim ersten Punktspiel in einer Woche bekommt es die Mannschaft mit dem Aufstiegsaspiranten SG Castell/Wiesenbronn zu tun.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

TSV/DJK Wiesentheid II: Daniel Wächter – Christian Seitz, Sebastian Rödel, Marius Klein, Sven Engelhardt, Sebastian Paul, Florian Eschenbacher, Franz Moser, Mohamud Ahmed Mohamed, Dominik Holzberger; eingewechselt: Daniel Busch, Michael Brendler, Jonas Dorsch.
TSV Abtswind III / FC Feuerbach: Michael Ludwig – Andreas Beyer, Tobias Holzberger, Christoph Kniewasser, Matthias Winkler – Arthur Eberhardt, Maximilian Mahler – Sebastian Krauß, Karsten Krauss, Eduard Schneider – Christian Funk; eingewechselt: Maximilian Beyer, Johannes Baumann.
Schiedsrichter: Rudolf Wehrwein (Kirchschönbach).
Gelbe Karten: Sebastian Rödel, Michael Brendler (Wiesentheid).
Tore: 1:0 Florian Eschenbacher (35.), 2:0 Christian Seitz (53., Foulelfmeter), 3:0 Jonas Dorsch (70.).

Alle Abtswinder Wintertestspiele in der Übersicht.

Fotoserien

Weitere Fotoserien