In Freundschaft funktioniert es mit der Bayernliga


Bamberg ist schon dort, wo Abtswind hinwill

TSV Abtswind – DJK Don Bosco Bamberg 1:1 (0:0)

Slider Ende

Im zweiten Test der Sommervorbereitung hatte sich der TSV Abtswind einen Bayernligisten ausgesucht: Gegen die DJK Don Bosco Bamberg hielt die Landesliga-Mannschaft von Trainer Petr Skarabela zu jeder Zeit gut mit. Beim 1:1-Unentschieden kam ein Klassenunterschied nicht zum Vorschein. Gerade nach der Pause besaß Abtswind die besseren Möglichkeiten.

Rund fünfzig Zuschauer säumten am Samstagnachmittag das Spielfeld in der Kräuter Mix Arena. Bei Sonnenschein und Temperaturen an die dreißig Grad hätte es mancher im angrenzenden Schwimmbad auch gut ausgehalten. Doch der TSV Abtswind erzeugt selbst in der Vorbereitung ein gewisses Interesse. Schon beim Trainingsstart vor einer Woche schaute eine stattliche Zahl von dreißig Zaungästen vorbei – was selbst bei manchem Regionalligisten keine Selbstverständlichkeit ist. Abtswind mit seinen Neuzugängen und Ambitionen hat einen Reiz und klingt vielversprechend. Und auch die sportlichen Leistungen können sich in der Frühphase der Vorbereitung sehen lassen. Dem 4:0-Sieg beim Landesligisten Baiersdorfer SV in der Vorwoche folgte ein Remis zu Hause gegen Bamberg. „Auch wenn ein paar Dinge heute noch nicht optimal waren, habe ich viele gute Sachen gesehen“, sagte Trainer Petr Skarabela. Dass sein Team diesmal nicht ganz so viel glänzen konnte wie im ersten Freundschaftsspiel, lag am Gegner, der mit bewährten Spielern aus der Regionalliga und der Bayernliga ein ganz anderes Niveau aufwies und die Vorsaison auf Platz elf abschloss.

Für den verhinderten Michael Herrmann kümmerte sich Neuzugang Lukas Wirth um die rechte Abwehrseite – eine neue Erfahrung für den 18-Jährigen, der bei den Junioren der DJK Don Bosco im Mittelfeld gespielt hatte. Im Aufeinandertreffen mit seinem früheren Klub bewies Wirth schon einmal, dass er auch auf eine andere Position ausweichen kann. Während der Youngster neunzig Minuten auf dem Rasen blieb, wechselte Skarabela sonst großzügig durch. Die Herausnahme von Frank Hartlehnert und Pascal Kamolz zur Pause war eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem beide leicht angeschlagen aufgelaufen waren. Carl Murphy und Nicolas Wirsching kamen erst Mitte der zweiten Hälfte ins Spiel. Es sollte keine Überbelastung entstehen. Vor allem Wirsching muss nach überstandener Knieverletzung behutsam zurück an die Belastungsgrenze geführt werden. Mathias Brunsch spielte nach eineinhalb Jahren Pause und achtmonatiger Weltreise erstmals wieder für Abtswind.

Die weiß gekleideten Abtswinder Przemyslaw Szuszkiewicz und Adrian Graf bemühen sich um die Hoheit im Strafraum gegen die Bamberger Martin Körner und Johannes Jessen.

Den Hausherren gehörte die Anfangsphase, als der Ball gut lief. Danach kam Bamberg stärker auf. Besonders Halbstürmer Martin Körner konnte gefährlich werden. Beim Kopfball von Johannes Jessen nach einer Ecke fehlte nicht viel (28. Minute). Im Gegenzug brauchte Abtswinds Frank Hartlehnert beim Abschluss zu lange, so dass sein Schuss geblockt wurde. Neuzugang Adrian Dußler hatte den Pass gegeben. Überhaupt war Dußler ein Markstein im Abtswinder Spiel. Der 22-Jährige agierte auffällig im Mittelfeld und tat viel für die Offensive. Mit seinem Vollspannstoß in der 41. Minute erzeugte er die größte Gefahr in der ersten Halbzeit. Schlussmann Christoph Trunk wehrte den Distanzschuss gerade noch ab. Die ersten Minuten nach der Pause gingen wieder an die Gastgeber. Steffen Barthels Freistoß klatschte an den Pfosten (50.). Daniel Endres versuchte es spektakulär mit einem Fallrückzieher (51.). Die zwei Offensivkräfte wirkten auch beim Führungstreffer zusammen: Endres setzte Bambergs Torwart Christoph Trunk unter Druck, weil der einen Rückpass auf dem Fuß hatte. Statt einen Mitspieler zu finden, landete der Ball direkt bei Steffen Barthel, der die unfreiwillige Vorlage zum 1:0 annahm (67.).

Die Führung hielt nicht lange, und das war schon abzusehen, als Adrian Dußlers Diagonalschlag abgefangen wurde und der Konter lief. Bambergs Marc Eckstein bediente Luca Ljevsic, und der Ball flog zum 1:1 ins lange Eck (71.). „Der ein oder andere Laufweg, manches spielerische Element hat nicht gepasst“, stellte Petr Skarabela fest. Das musste auch beim Gegentreffer gelten. Auch sonst stellte Bamberg in den zweiten 45 Minuten seine Klasse unter Beweis, gerade bei schnellen Vorstößen. Die beste Chance auf den Siegtreffer hatte trotzdem Abtswind: Daniel Endres fand die Lücke gegen zwei Bamberger, doch beim gut reagierenden Torhüter Christoph Trunk war Endstation (84.). Am Sonntag, 25. Juni, befindet sich Abtswind erneut im Testspiel-Einsatz: Beim Frankencup in Euerbach kommt es um 14:15 Uhr zum Vergleich mit dem Ligakonkurrenten DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Um 15:45 Uhr im Spiel um Platz drei oder um 17 Uhr im Finale ist der Gegner entweder der Landesliga-Rückkehrer SV Euerbach/Kützberg oder der Bayernligist FC Sand. Der Sieger des Blitzturniers (Spielzeit jeweils 2×30 Minuten) erhält 500 Euro.

Michael Kämmerer

Abtswinds Przemyslaw Szuszkiewicz nimmt die Hürde in Person des Bambergers Benedikt Leicht, ist aber gleichzeitig den Ball los.

Das Spiel in der Statistik

TSV Abtswind: Patrick Hefner – Lukas Wirth, Adrian Graf (46. Mathias Brunsch), Sven Gibfried (72. Carl Murphy), Przemyslaw Szuszkiewicz – Jonas Wirth (63. Nicolas Wirsching), Adrian Dußler, Philipp Hummel (80. Julian Beßler), Frank Hartlehnert (46. Jona Riedel) – Steffen Barthel, Pascal Kamolz (46. Daniel Endres).
DJK Don Bosco Bamberg: Christoph Trunk – Simon Schmoll (46. Benedikt Leicht), Pascal Niersberger, Johannes Jessen, Felix Strobler (46. Timo Strohmer) – Nicolas Wunder, Markus Fischer, Daniel Schäffler, Ulrich Spies (57. Marc Eckstein) – Martin Körner (65. Florian Schmauser), Luca Ljevsic; Rückwechsel: Martin Körner für Markus Fischer (76.)
Schiedsrichter: Michael Krug (Versbach); Assistenten: Alexander Weiß (Sachsen), Lukas Lorenz (Eisingen).
Zuschauer: 50
Gelbe Karte: Jona Riedel (Abtswind).
Tore: 1:0 Steffen Barthel (67.), 1:1 Luca Ljevsic (71).

Impressionen vom Spiel gibt es in einer Fotoserie.

Alle Abtswinder Testspiele im Überblick.

In Freundschaft funktioniert es mit der Bayernliga

Geht das mit den Verletzten schon wieder los?


Neuankömmling Damian Rzedkowski laboriert seit dem ersten Test an einem Bänderriss

Vorschau auf das Wochenende

Slider Ende

Eine Woche steht der TSV Abtswind im Training, und schon gibt es den ersten Verletzten zu beklagen. Damian Rzedkowski erwischte es am vergangenen Sonntag im Test gegen den Baiersdorfer SV (4:0), als sich dem 24 Jahre alten polnischen Innenverteidiger der Knöchel umbog. Diagnose Bänderriss. „Es war nicht ganz klar, ob der Gegner ihm auf den Fuß getreten ist oder ob es ohne Einwirkung passiert ist“, sagt Abtswinds Trainer Petr Skarabela.

Geht die Verletztenmisere wieder von vorne los? Letzte Saison war das Lazarett so groß, dass Abtswind am Ende die Spieler ausgingen. Die Ausfälle stellten sich als so gravierend dar, dass das Team mit dem FC Schweinfurt 05 II und Jahn Forchheim nicht mithalten konnte und hinter den beiden Bayernliga-Aufsteigern mit Rang drei Vorlieb nehmen musste. „Wenn wir ohne größere Verletzungen durch die Saison kommen, bin ich guter Dinge“, hatte Skarabela beim Trainingsauftakt gesagt, als er zusammen mit Manager Christoph Mix das Saisonziel Aufstieg festlegte. Und nun das. Wie schwer wiegt der Ausfall des Neuzugangs, der bislang für den Kreisligisten TSV Schlüsselfeld und davor in der vierten polnischen Liga spielte? In Baiersdorf überzeugte Rzedkowski (im Bild rechts) als kantiger Defensivmann mit überragenden Zweikampfwerten, vor allem beim Kopfball. „Er ist ein kompromissloser Abräumer“, sagt Trainer Skarabela über den 1,86 Meter langen Recken. „Im spielerischen Bereich kann er sich noch verbessern.“

Auch wenn Rzedkowski einige Zeit fehlen wird, bleibt Skarabela gelassen und sieht keine schlechten Vorzeichen für die bevorstehende Punktspielrunde. In Adrian Graf und Sven Gibfried verfügt Abtswind über zwei gestandene Innenverteidiger. Zumal sonst nur Daniel Hämmerlein ausfällt, der nach einer Meniskusoperation im Mai erst wieder auf die Beine kommen muss. Der Kader ist gut gefüllt und stark besetzt. Das zeigte bereits der eindrucksvolle Auftritt gegen den Landesligisten Baiersdorf. Drei Trainingseinheiten absolvierte der Kader im Laufe der Woche. Die vierte am Freitagabend erließ Skarabela seinen Schützlingen aufgrund der hohen Temperaturen. Hitzefrei sozusagen. „Die Wärme von über dreißig Grad macht den Spielern zu schaffen“, sagt der 49-Jährige. „Doch wir haben trotzdem sehr ordentlich trainiert.“

Damit scheint die Mannschaft gerüstet für das Wochenende, wenn sie gleich zweimal im Einsatz ist: Am Samstag, 24. Juni, steht um 14 Uhr zu Hause das Vorbereitungsspiel gegen den Bayernligisten DJK Don Bosco Bamberg an. Einen Tag später geht Abtswind als eine von vier Mannschaften beim Frankencup in Euerbach an den Start: Um 14:15 Uhr kommt es zum Vergleich mit dem Ligakonkurrenten DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Um 15:45 Uhr im Spiel um Platz drei oder um 17 Uhr im Finale ist der Gegner entweder der Landesliga-Rückkehrer SV Euerbach/Kützberg (mit dem früheren Abtswinder Schlussmann Irnes Husic) oder der Bayernligist FC Sand. Der Sieger des Blitzturniers (Spielzeit jeweils 2×30 Minuten) erhält 500 Euro.

Michael Kämmerer

Alle Vorbereitungstermine im Überblick.

Geht das mit den Verletzten schon wieder los?

Der nächste Neuzugang kommt aus Polen


Damian Rzedkowski spielte in seiner Heimat in der vierten Liga

Letzte Station TSV Schlüsselfeld

Slider Ende

Nach einem Torhüter, zwei Mittelfeldspielern und einem Angreifer hat der TSV Abtswind zu Beginn der Vorbereitung auf die Saison 2017/18 nun auch einen Verteidiger verpflichtet. Damian Rzedkowski ist der fünfte Neuzugang im Kader von Trainer Petr Skarabela. Der 24-Jährige trug zuletzt das Trikot des Kreisligisten TSV Schlüsselfeld. In seinem Heimatland Polen hatte Rzedkowski zuvor in der vierten Liga gespielt.

„Aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen und seiner Stärken im Zweikampf und beim Kopfball trauen wir Damian zu, dass er sich auch in der Landesliga durchsetzen kann“, sagt Abtswinds Manager Christoph Mix (im Bild mit dem Neuzugang). Mit 1,86 Metern hat Rzedkowski das Gardemaß für einen Innenverteidiger. Mit sechs Treffern in 26 Partien in der vergangenen Kreisliga-Saison erbrachte der Rechtsfuß auch den Nachweis für seine Torgefährlichkeit als Abwehrspieler. Trotz der großen Konkurrenz in den eigenen Reihen verfolgt Rzedkowski beim TSV Abtswind ein klares Ziel: „Auch wenn ich in den letzten drei Jahren nur in der Kreisliga und in der Kreisklasse gespielt habe, will ich nicht nur auf der Bank sitzen, sondern Stammspieler werden. Dieser Herausforderung stelle ich mich.“ Damian Rzedkowski stammt aus der polnischen Kleinstadt Barlinek, rund achtzig Kilometer entfernt von Stettin. Vor vier Jahren zog es ihn nach Deutschland. Bevor er sich dem TSV Schlüsselfeld anschloss, war er eine Saison lang an den Wochenenden 630 Kilometer in seine Heimat gefahren, um für seinen Klub in der vierten polnischen Liga zu spielen.

Michael Kämmerer

Die weiteren Neuzugänge im Porträt:
Julian Schneider
Adrian Dußler
Lukas Wirth
Daniel Endres

Der nächste Neuzugang kommt aus Polen

Das fängt ja gut an: 4:0 im ersten Test


Abtswind dominiert gegen den Landesligisten Baiersdorf nach Belieben

Baiersdorfer SV – TSV Abtswind 0:4 (0:2)

Slider Ende

Nach nur einer lockeren Trainingseinheit zum Start in die Vorbereitung am Freitagabend nahm es TSV Abtswind bereits mit einem Landesligisten als Testspielgegner auf. Der erste Auftritt am Sonntagnachmittag beim Baiersdorfer SV verlief weit besser, als von Trainer Petr Skarabela erwartet. Der überzeugende 4:0-Erfolg brachte den 49-Jährigen fast schon zum Schwärmen.

Mit einem Aufgebot von siebzehn Akteuren reiste der Abtswinder Tross nach Mittelfranken. Von den fünf Zugängen gaben mit Torhüter Julian Schneider, Innenverteidiger Damian Rzedkowski, Mittelfeldspieler Adrian Dußler und Angreifer Daniel Endres (im Bild) vier Neuankömmlinge ihr Debüt in der Anfangsformation. Lukas Wirth, mit achtzehn Jahren der Jüngste im Aufgebot, kam zur zweiten Halbzeit in die Partie. Auch die übrigen Feldspieler erhielten nach der Pause ihren Einsatz. Einzig Frank Hartlehnert blieb auf der Bank, nachdem er beim Warmmachen seine Muskulatur schmerzhaft gespürt hatte. Wegen ähnlicher Probleme war der sprintstarke Flügelspieler in der zurückliegenden Saison wochenlang ausgefallen. Daher wollte Skarabela bei Hartlehnert kein Risiko eingehen. Baiersdorf, Tabellensiebter der Nordost-Gruppe, war bereits eine Woche vor Abtswind in die Vorbereitung eingestiegen, doch Anlaufschwierigkeiten hatten die Gäste überhaupt keine.

Die vier Tore durch Pascal Kamolz, Daniel Endres, Philipp Hummel und Jona Riedel waren nur ein Bruchteil der Chancen, die Abtswind kreierte. „Ich bin sehr positiv überrascht, was die Mannschaft nach nur einer Trainingseinheit gezeigt hat“, sagte Petr Skarabela. „Und ich glaube, die Jungs sind selbst von sich überrascht gewesen.“ Besonders in den ersten 45 Minuten machten die Abtswinder mit dem Gegner, was sie wollten. Dominante Aktionen über außen, gepaart mit zahlreichen Flanken, brachten Baiersdorf schnell in Schwierigkeiten. Bei sonnigen Temperaturen um die dreißig Grad lief der TSV heiß und lieferte einen Vorgeschmack, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Und das, obwohl die Stammspieler Nicolas Wirsching, Peter Mrugalla und Daniel Hämmerlein noch nicht einmal im Aufgebot standen.

Dass es am Ende nur ein 4:0 wurde, war so mancher Lässigkeit im Abschluss geschuldet. Allein das Sturmduo Kamolz und Endres hätte es auf sechs Treffer bringen können. Kamolz verwertete den Ball nach einer Ecke in der 15. Minute zumindest zur 1:0-Führung und zeigte mit seinem neuen Partner bereits ein erstaunlich gutes Spielverständnis. Für Daniel Endres, weder verwandt noch verschwägert mit Jürgen Endres, ist die Landesliga kein Neuland: Für Bayern Kitzingen hatte er dort in zwei Spielzeiten bereits sein Können mit einer Reihe von Toren unter Beweis gestellt, ehe zu seinem Heimatverein FG Marktbreit/Martinsheim in die Bezirksliga zurückgekehrt war. Der 24-Jährige machte in Baiersdorf seine Sache besonders bei Kopfbällen gut, traf nach einer halben Stunde mit einem präzisen Schuss in den Torknick zum 2:0 und lieferte eben mit einem Kopfball die Vorlage zum dritten Treffer. Philipp Hummel lupfte daraufhin das Leder in der 87. Minute ins Netz.

Das Ende besiegelte Jona Riedel mit dem 4:0 nach einem Diagonalschlag von Carl Murphy Augenblicke vor dem Schlusspfiff. „Das waren alles richtig gut herausgespielte Tore“, freute sich Petr Skarabela. Nach dem Seitenwechsel hatte sein Team, ausgelöst durch mehrere Wechsel, für eine Viertelstunde die klare Linie verloren, dann aber wieder zu sich gefunden. Jürgen Endres und Neuling Adrian Dußler auf der Doppelsechs, deren Zusammenspiel sehr gut funktionierte, machten Platz für die Brüder Jonas und Lukas Wirth. Bezeichnend für die Abtswinder Überlegenheit waren die Spielanteile des Gegners: Die überforderten Baiersdorfer kamen lediglich zu einer halbwegs guten Möglichkeit. Ansonsten blieb Schlussmann Julian Schneider beschäftigungslos. In der Innenverteidigung hatten Adrian Graf und Damian Rzedkowski alles abgeräumt.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

Baiersdorfer SV: Lukas Drummer – Christopher Lee (46. Tim Zessinger), Christoph Lehmann, Timo Scherer, Nicolas Wurm (46. Max Grabert) – Sebastian Zecho (87. Leon Pöhlmann), Nuyan Karsak (46. Timo Noppenberger), Maximilian Kundt (60. Karim Said), Lars Reinhardt (46. Dominik Schütz) – Christian Kraus (46. Max Schmitt), Patrick Hoffmann (77. Halim Altuntas).
TSV Abtswind: Julian Schneider – Carl Murphy, Adrian Graf, Damian Rzedkowski, Przemyslaw Szuszkiewicz (65. Julian Beßler) – Philipp Hummel, Jürgen Endres (46. Jonas Wirth), Adrian Dußler (46. Lukas Wirth), Jona Riedel – Daniel Endres, Pascal Kamolz (46. Steffen Barthel).
Schiedsrichter: Manuel Doneff (Weingarts); Assistenten: Marc Bauer (Neuses), Laura Schmidt (Burk).
Tore: 0:1 Pascal Kamolz (15.), 0:2 Daniel Endres (30.), 0:3 Philipp Hummel (87.), 0:4 Jona Riedel (90.).

Alle Abtswinder Testspiele im Überblick.

Das fängt ja gut an: 4:0 im ersten Test

In Freundschaft funktioniert es mit der Bayernliga


Bamberg ist schon dort, wo Abtswind hinwill

TSV Abtswind – DJK Don Bosco Bamberg 1:1 (0:0)

Slider Ende

Im zweiten Test der Sommervorbereitung hatte sich der TSV Abtswind einen Bayernligisten ausgesucht: Gegen die DJK Don Bosco Bamberg hielt die Landesliga-Mannschaft von Trainer Petr Skarabela zu jeder Zeit gut mit. Beim 1:1-Unentschieden kam ein Klassenunterschied nicht zum Vorschein. Gerade nach der Pause besaß Abtswind die besseren Möglichkeiten.

Rund fünfzig Zuschauer säumten am Samstagnachmittag das Spielfeld in der Kräuter Mix Arena. Bei Sonnenschein und Temperaturen an die dreißig Grad hätte es mancher im angrenzenden Schwimmbad auch gut ausgehalten. Doch der TSV Abtswind erzeugt selbst in der Vorbereitung ein gewisses Interesse. Schon beim Trainingsstart vor einer Woche schaute eine stattliche Zahl von dreißig Zaungästen vorbei – was selbst bei manchem Regionalligisten keine Selbstverständlichkeit ist. Abtswind mit seinen Neuzugängen und Ambitionen hat einen Reiz und klingt vielversprechend. Und auch die sportlichen Leistungen können sich in der Frühphase der Vorbereitung sehen lassen. Dem 4:0-Sieg beim Landesligisten Baiersdorfer SV in der Vorwoche folgte ein Remis zu Hause gegen Bamberg. „Auch wenn ein paar Dinge heute noch nicht optimal waren, habe ich viele gute Sachen gesehen“, sagte Trainer Petr Skarabela. Dass sein Team diesmal nicht ganz so viel glänzen konnte wie im ersten Freundschaftsspiel, lag am Gegner, der mit bewährten Spielern aus der Regionalliga und der Bayernliga ein ganz anderes Niveau aufwies und die Vorsaison auf Platz elf abschloss.

Für den verhinderten Michael Herrmann kümmerte sich Neuzugang Lukas Wirth um die rechte Abwehrseite – eine neue Erfahrung für den 18-Jährigen, der bei den Junioren der DJK Don Bosco im Mittelfeld gespielt hatte. Im Aufeinandertreffen mit seinem früheren Klub bewies Wirth schon einmal, dass er auch auf eine andere Position ausweichen kann. Während der Youngster neunzig Minuten auf dem Rasen blieb, wechselte Skarabela sonst großzügig durch. Die Herausnahme von Frank Hartlehnert und Pascal Kamolz zur Pause war eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem beide leicht angeschlagen aufgelaufen waren. Carl Murphy und Nicolas Wirsching kamen erst Mitte der zweiten Hälfte ins Spiel. Es sollte keine Überbelastung entstehen. Vor allem Wirsching muss nach überstandener Knieverletzung behutsam zurück an die Belastungsgrenze geführt werden. Mathias Brunsch spielte nach eineinhalb Jahren Pause und achtmonatiger Weltreise erstmals wieder für Abtswind.

Die weiß gekleideten Abtswinder Przemyslaw Szuszkiewicz und Adrian Graf bemühen sich um die Hoheit im Strafraum gegen die Bamberger Martin Körner und Johannes Jessen.

Den Hausherren gehörte die Anfangsphase, als der Ball gut lief. Danach kam Bamberg stärker auf. Besonders Halbstürmer Martin Körner konnte gefährlich werden. Beim Kopfball von Johannes Jessen nach einer Ecke fehlte nicht viel (28. Minute). Im Gegenzug brauchte Abtswinds Frank Hartlehnert beim Abschluss zu lange, so dass sein Schuss geblockt wurde. Neuzugang Adrian Dußler hatte den Pass gegeben. Überhaupt war Dußler ein Markstein im Abtswinder Spiel. Der 22-Jährige agierte auffällig im Mittelfeld und tat viel für die Offensive. Mit seinem Vollspannstoß in der 41. Minute erzeugte er die größte Gefahr in der ersten Halbzeit. Schlussmann Christoph Trunk wehrte den Distanzschuss gerade noch ab. Die ersten Minuten nach der Pause gingen wieder an die Gastgeber. Steffen Barthels Freistoß klatschte an den Pfosten (50.). Daniel Endres versuchte es spektakulär mit einem Fallrückzieher (51.). Die zwei Offensivkräfte wirkten auch beim Führungstreffer zusammen: Endres setzte Bambergs Torwart Christoph Trunk unter Druck, weil der einen Rückpass auf dem Fuß hatte. Statt einen Mitspieler zu finden, landete der Ball direkt bei Steffen Barthel, der die unfreiwillige Vorlage zum 1:0 annahm (67.).

Die Führung hielt nicht lange, und das war schon abzusehen, als Adrian Dußlers Diagonalschlag abgefangen wurde und der Konter lief. Bambergs Marc Eckstein bediente Luca Ljevsic, und der Ball flog zum 1:1 ins lange Eck (71.). „Der ein oder andere Laufweg, manches spielerische Element hat nicht gepasst“, stellte Petr Skarabela fest. Das musste auch beim Gegentreffer gelten. Auch sonst stellte Bamberg in den zweiten 45 Minuten seine Klasse unter Beweis, gerade bei schnellen Vorstößen. Die beste Chance auf den Siegtreffer hatte trotzdem Abtswind: Daniel Endres fand die Lücke gegen zwei Bamberger, doch beim gut reagierenden Torhüter Christoph Trunk war Endstation (84.). Am Sonntag, 25. Juni, befindet sich Abtswind erneut im Testspiel-Einsatz: Beim Frankencup in Euerbach kommt es um 14:15 Uhr zum Vergleich mit dem Ligakonkurrenten DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Um 15:45 Uhr im Spiel um Platz drei oder um 17 Uhr im Finale ist der Gegner entweder der Landesliga-Rückkehrer SV Euerbach/Kützberg oder der Bayernligist FC Sand. Der Sieger des Blitzturniers (Spielzeit jeweils 2×30 Minuten) erhält 500 Euro.

Michael Kämmerer

Abtswinds Przemyslaw Szuszkiewicz nimmt die Hürde in Person des Bambergers Benedikt Leicht, ist aber gleichzeitig den Ball los.

Das Spiel in der Statistik

TSV Abtswind: Patrick Hefner – Lukas Wirth, Adrian Graf (46. Mathias Brunsch), Sven Gibfried (72. Carl Murphy), Przemyslaw Szuszkiewicz – Jonas Wirth (63. Nicolas Wirsching), Adrian Dußler, Philipp Hummel (80. Julian Beßler), Frank Hartlehnert (46. Jona Riedel) – Steffen Barthel, Pascal Kamolz (46. Daniel Endres).
DJK Don Bosco Bamberg: Christoph Trunk – Simon Schmoll (46. Benedikt Leicht), Pascal Niersberger, Johannes Jessen, Felix Strobler (46. Timo Strohmer) – Nicolas Wunder, Markus Fischer, Daniel Schäffler, Ulrich Spies (57. Marc Eckstein) – Martin Körner (65. Florian Schmauser), Luca Ljevsic; Rückwechsel: Martin Körner für Markus Fischer (76.)
Schiedsrichter: Michael Krug (Versbach); Assistenten: Alexander Weiß (Sachsen), Lukas Lorenz (Eisingen).
Zuschauer: 50
Gelbe Karte: Jona Riedel (Abtswind).
Tore: 1:0 Steffen Barthel (67.), 1:1 Luca Ljevsic (71).

Impressionen vom Spiel gibt es in einer Fotoserie.

Alle Abtswinder Testspiele im Überblick.

In Freundschaft funktioniert es mit der Bayernliga

Geht das mit den Verletzten schon wieder los?


Neuankömmling Damian Rzedkowski laboriert seit dem ersten Test an einem Bänderriss

Vorschau auf das Wochenende

Slider Ende

Eine Woche steht der TSV Abtswind im Training, und schon gibt es den ersten Verletzten zu beklagen. Damian Rzedkowski erwischte es am vergangenen Sonntag im Test gegen den Baiersdorfer SV (4:0), als sich dem 24 Jahre alten polnischen Innenverteidiger der Knöchel umbog. Diagnose Bänderriss. „Es war nicht ganz klar, ob der Gegner ihm auf den Fuß getreten ist oder ob es ohne Einwirkung passiert ist“, sagt Abtswinds Trainer Petr Skarabela.

Geht die Verletztenmisere wieder von vorne los? Letzte Saison war das Lazarett so groß, dass Abtswind am Ende die Spieler ausgingen. Die Ausfälle stellten sich als so gravierend dar, dass das Team mit dem FC Schweinfurt 05 II und Jahn Forchheim nicht mithalten konnte und hinter den beiden Bayernliga-Aufsteigern mit Rang drei Vorlieb nehmen musste. „Wenn wir ohne größere Verletzungen durch die Saison kommen, bin ich guter Dinge“, hatte Skarabela beim Trainingsauftakt gesagt, als er zusammen mit Manager Christoph Mix das Saisonziel Aufstieg festlegte. Und nun das. Wie schwer wiegt der Ausfall des Neuzugangs, der bislang für den Kreisligisten TSV Schlüsselfeld und davor in der vierten polnischen Liga spielte? In Baiersdorf überzeugte Rzedkowski (im Bild rechts) als kantiger Defensivmann mit überragenden Zweikampfwerten, vor allem beim Kopfball. „Er ist ein kompromissloser Abräumer“, sagt Trainer Skarabela über den 1,86 Meter langen Recken. „Im spielerischen Bereich kann er sich noch verbessern.“

Auch wenn Rzedkowski einige Zeit fehlen wird, bleibt Skarabela gelassen und sieht keine schlechten Vorzeichen für die bevorstehende Punktspielrunde. In Adrian Graf und Sven Gibfried verfügt Abtswind über zwei gestandene Innenverteidiger. Zumal sonst nur Daniel Hämmerlein ausfällt, der nach einer Meniskusoperation im Mai erst wieder auf die Beine kommen muss. Der Kader ist gut gefüllt und stark besetzt. Das zeigte bereits der eindrucksvolle Auftritt gegen den Landesligisten Baiersdorf. Drei Trainingseinheiten absolvierte der Kader im Laufe der Woche. Die vierte am Freitagabend erließ Skarabela seinen Schützlingen aufgrund der hohen Temperaturen. Hitzefrei sozusagen. „Die Wärme von über dreißig Grad macht den Spielern zu schaffen“, sagt der 49-Jährige. „Doch wir haben trotzdem sehr ordentlich trainiert.“

Damit scheint die Mannschaft gerüstet für das Wochenende, wenn sie gleich zweimal im Einsatz ist: Am Samstag, 24. Juni, steht um 14 Uhr zu Hause das Vorbereitungsspiel gegen den Bayernligisten DJK Don Bosco Bamberg an. Einen Tag später geht Abtswind als eine von vier Mannschaften beim Frankencup in Euerbach an den Start: Um 14:15 Uhr kommt es zum Vergleich mit dem Ligakonkurrenten DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Um 15:45 Uhr im Spiel um Platz drei oder um 17 Uhr im Finale ist der Gegner entweder der Landesliga-Rückkehrer SV Euerbach/Kützberg (mit dem früheren Abtswinder Schlussmann Irnes Husic) oder der Bayernligist FC Sand. Der Sieger des Blitzturniers (Spielzeit jeweils 2×30 Minuten) erhält 500 Euro.

Michael Kämmerer

Alle Vorbereitungstermine im Überblick.

Geht das mit den Verletzten schon wieder los?

Der nächste Neuzugang kommt aus Polen


Damian Rzedkowski spielte in seiner Heimat in der vierten Liga

Letzte Station TSV Schlüsselfeld

Slider Ende

Nach einem Torhüter, zwei Mittelfeldspielern und einem Angreifer hat der TSV Abtswind zu Beginn der Vorbereitung auf die Saison 2017/18 nun auch einen Verteidiger verpflichtet. Damian Rzedkowski ist der fünfte Neuzugang im Kader von Trainer Petr Skarabela. Der 24-Jährige trug zuletzt das Trikot des Kreisligisten TSV Schlüsselfeld. In seinem Heimatland Polen hatte Rzedkowski zuvor in der vierten Liga gespielt.

„Aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen und seiner Stärken im Zweikampf und beim Kopfball trauen wir Damian zu, dass er sich auch in der Landesliga durchsetzen kann“, sagt Abtswinds Manager Christoph Mix (im Bild mit dem Neuzugang). Mit 1,86 Metern hat Rzedkowski das Gardemaß für einen Innenverteidiger. Mit sechs Treffern in 26 Partien in der vergangenen Kreisliga-Saison erbrachte der Rechtsfuß auch den Nachweis für seine Torgefährlichkeit als Abwehrspieler. Trotz der großen Konkurrenz in den eigenen Reihen verfolgt Rzedkowski beim TSV Abtswind ein klares Ziel: „Auch wenn ich in den letzten drei Jahren nur in der Kreisliga und in der Kreisklasse gespielt habe, will ich nicht nur auf der Bank sitzen, sondern Stammspieler werden. Dieser Herausforderung stelle ich mich.“ Damian Rzedkowski stammt aus der polnischen Kleinstadt Barlinek, rund achtzig Kilometer entfernt von Stettin. Vor vier Jahren zog es ihn nach Deutschland. Bevor er sich dem TSV Schlüsselfeld anschloss, war er eine Saison lang an den Wochenenden 630 Kilometer in seine Heimat gefahren, um für seinen Klub in der vierten polnischen Liga zu spielen.

Michael Kämmerer

Die weiteren Neuzugänge im Porträt:
Julian Schneider
Adrian Dußler
Lukas Wirth
Daniel Endres

Der nächste Neuzugang kommt aus Polen

Das fängt ja gut an: 4:0 im ersten Test


Abtswind dominiert gegen den Landesligisten Baiersdorf nach Belieben

Baiersdorfer SV – TSV Abtswind 0:4 (0:2)

Slider Ende

Nach nur einer lockeren Trainingseinheit zum Start in die Vorbereitung am Freitagabend nahm es TSV Abtswind bereits mit einem Landesligisten als Testspielgegner auf. Der erste Auftritt am Sonntagnachmittag beim Baiersdorfer SV verlief weit besser, als von Trainer Petr Skarabela erwartet. Der überzeugende 4:0-Erfolg brachte den 49-Jährigen fast schon zum Schwärmen.

Mit einem Aufgebot von siebzehn Akteuren reiste der Abtswinder Tross nach Mittelfranken. Von den fünf Zugängen gaben mit Torhüter Julian Schneider, Innenverteidiger Damian Rzedkowski, Mittelfeldspieler Adrian Dußler und Angreifer Daniel Endres (im Bild) vier Neuankömmlinge ihr Debüt in der Anfangsformation. Lukas Wirth, mit achtzehn Jahren der Jüngste im Aufgebot, kam zur zweiten Halbzeit in die Partie. Auch die übrigen Feldspieler erhielten nach der Pause ihren Einsatz. Einzig Frank Hartlehnert blieb auf der Bank, nachdem er beim Warmmachen seine Muskulatur schmerzhaft gespürt hatte. Wegen ähnlicher Probleme war der sprintstarke Flügelspieler in der zurückliegenden Saison wochenlang ausgefallen. Daher wollte Skarabela bei Hartlehnert kein Risiko eingehen. Baiersdorf, Tabellensiebter der Nordost-Gruppe, war bereits eine Woche vor Abtswind in die Vorbereitung eingestiegen, doch Anlaufschwierigkeiten hatten die Gäste überhaupt keine.

Die vier Tore durch Pascal Kamolz, Daniel Endres, Philipp Hummel und Jona Riedel waren nur ein Bruchteil der Chancen, die Abtswind kreierte. „Ich bin sehr positiv überrascht, was die Mannschaft nach nur einer Trainingseinheit gezeigt hat“, sagte Petr Skarabela. „Und ich glaube, die Jungs sind selbst von sich überrascht gewesen.“ Besonders in den ersten 45 Minuten machten die Abtswinder mit dem Gegner, was sie wollten. Dominante Aktionen über außen, gepaart mit zahlreichen Flanken, brachten Baiersdorf schnell in Schwierigkeiten. Bei sonnigen Temperaturen um die dreißig Grad lief der TSV heiß und lieferte einen Vorgeschmack, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Und das, obwohl die Stammspieler Nicolas Wirsching, Peter Mrugalla und Daniel Hämmerlein noch nicht einmal im Aufgebot standen.

Dass es am Ende nur ein 4:0 wurde, war so mancher Lässigkeit im Abschluss geschuldet. Allein das Sturmduo Kamolz und Endres hätte es auf sechs Treffer bringen können. Kamolz verwertete den Ball nach einer Ecke in der 15. Minute zumindest zur 1:0-Führung und zeigte mit seinem neuen Partner bereits ein erstaunlich gutes Spielverständnis. Für Daniel Endres, weder verwandt noch verschwägert mit Jürgen Endres, ist die Landesliga kein Neuland: Für Bayern Kitzingen hatte er dort in zwei Spielzeiten bereits sein Können mit einer Reihe von Toren unter Beweis gestellt, ehe zu seinem Heimatverein FG Marktbreit/Martinsheim in die Bezirksliga zurückgekehrt war. Der 24-Jährige machte in Baiersdorf seine Sache besonders bei Kopfbällen gut, traf nach einer halben Stunde mit einem präzisen Schuss in den Torknick zum 2:0 und lieferte eben mit einem Kopfball die Vorlage zum dritten Treffer. Philipp Hummel lupfte daraufhin das Leder in der 87. Minute ins Netz.

Das Ende besiegelte Jona Riedel mit dem 4:0 nach einem Diagonalschlag von Carl Murphy Augenblicke vor dem Schlusspfiff. „Das waren alles richtig gut herausgespielte Tore“, freute sich Petr Skarabela. Nach dem Seitenwechsel hatte sein Team, ausgelöst durch mehrere Wechsel, für eine Viertelstunde die klare Linie verloren, dann aber wieder zu sich gefunden. Jürgen Endres und Neuling Adrian Dußler auf der Doppelsechs, deren Zusammenspiel sehr gut funktionierte, machten Platz für die Brüder Jonas und Lukas Wirth. Bezeichnend für die Abtswinder Überlegenheit waren die Spielanteile des Gegners: Die überforderten Baiersdorfer kamen lediglich zu einer halbwegs guten Möglichkeit. Ansonsten blieb Schlussmann Julian Schneider beschäftigungslos. In der Innenverteidigung hatten Adrian Graf und Damian Rzedkowski alles abgeräumt.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

Baiersdorfer SV: Lukas Drummer – Christopher Lee (46. Tim Zessinger), Christoph Lehmann, Timo Scherer, Nicolas Wurm (46. Max Grabert) – Sebastian Zecho (87. Leon Pöhlmann), Nuyan Karsak (46. Timo Noppenberger), Maximilian Kundt (60. Karim Said), Lars Reinhardt (46. Dominik Schütz) – Christian Kraus (46. Max Schmitt), Patrick Hoffmann (77. Halim Altuntas).
TSV Abtswind: Julian Schneider – Carl Murphy, Adrian Graf, Damian Rzedkowski, Przemyslaw Szuszkiewicz (65. Julian Beßler) – Philipp Hummel, Jürgen Endres (46. Jonas Wirth), Adrian Dußler (46. Lukas Wirth), Jona Riedel – Daniel Endres, Pascal Kamolz (46. Steffen Barthel).
Schiedsrichter: Manuel Doneff (Weingarts); Assistenten: Marc Bauer (Neuses), Laura Schmidt (Burk).
Tore: 0:1 Pascal Kamolz (15.), 0:2 Daniel Endres (30.), 0:3 Philipp Hummel (87.), 0:4 Jona Riedel (90.).

Alle Abtswinder Testspiele im Überblick.

Das fängt ja gut an: 4:0 im ersten Test

In Freundschaft funktioniert es mit der Bayernliga


In Freundschaft funktioniert es mit der Bayernliga

Bamberg ist schon dort, wo Abtswind hinwill

TSV Abtswind – DJK Don Bosco Bamberg 1:1 (0:0)

Slider Ende

Im zweiten Test der Sommervorbereitung hatte sich der TSV Abtswind einen Bayernligisten ausgesucht: Gegen die DJK Don Bosco Bamberg hielt die Landesliga-Mannschaft von Trainer Petr Skarabela zu jeder Zeit gut mit. Beim 1:1-Unentschieden kam ein Klassenunterschied nicht zum Vorschein. Gerade nach der Pause besaß Abtswind die besseren Möglichkeiten.

Rund fünfzig Zuschauer säumten am Samstagnachmittag das Spielfeld in der Kräuter Mix Arena. Bei Sonnenschein und Temperaturen an die dreißig Grad hätte es mancher im angrenzenden Schwimmbad auch gut ausgehalten. Doch der TSV Abtswind erzeugt selbst in der Vorbereitung ein gewisses Interesse. Schon beim Trainingsstart vor einer Woche schaute eine stattliche Zahl von dreißig Zaungästen vorbei – was selbst bei manchem Regionalligisten keine Selbstverständlichkeit ist. Abtswind mit seinen Neuzugängen und Ambitionen hat einen Reiz und klingt vielversprechend. Und auch die sportlichen Leistungen können sich in der Frühphase der Vorbereitung sehen lassen. Dem 4:0-Sieg beim Landesligisten Baiersdorfer SV in der Vorwoche folgte ein Remis zu Hause gegen Bamberg. „Auch wenn ein paar Dinge heute noch nicht optimal waren, habe ich viele gute Sachen gesehen“, sagte Trainer Petr Skarabela. Dass sein Team diesmal nicht ganz so viel glänzen konnte wie im ersten Freundschaftsspiel, lag am Gegner, der mit bewährten Spielern aus der Regionalliga und der Bayernliga ein ganz anderes Niveau aufwies und die Vorsaison auf Platz elf abschloss.

Für den verhinderten Michael Herrmann kümmerte sich Neuzugang Lukas Wirth um die rechte Abwehrseite – eine neue Erfahrung für den 18-Jährigen, der bei den Junioren der DJK Don Bosco im Mittelfeld gespielt hatte. Im Aufeinandertreffen mit seinem früheren Klub bewies Wirth schon einmal, dass er auch auf eine andere Position ausweichen kann. Während der Youngster neunzig Minuten auf dem Rasen blieb, wechselte Skarabela sonst großzügig durch. Die Herausnahme von Frank Hartlehnert und Pascal Kamolz zur Pause war eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem beide leicht angeschlagen aufgelaufen waren. Carl Murphy und Nicolas Wirsching kamen erst Mitte der zweiten Hälfte ins Spiel. Es sollte keine Überbelastung entstehen. Vor allem Wirsching muss nach überstandener Knieverletzung behutsam zurück an die Belastungsgrenze geführt werden. Mathias Brunsch spielte nach eineinhalb Jahren Pause und achtmonatiger Weltreise erstmals wieder für Abtswind.

Die weiß gekleideten Abtswinder Przemyslaw Szuszkiewicz und Adrian Graf bemühen sich um die Hoheit im Strafraum gegen die Bamberger Martin Körner und Johannes Jessen.

Den Hausherren gehörte die Anfangsphase, als der Ball gut lief. Danach kam Bamberg stärker auf. Besonders Halbstürmer Martin Körner konnte gefährlich werden. Beim Kopfball von Johannes Jessen nach einer Ecke fehlte nicht viel (28. Minute). Im Gegenzug brauchte Abtswinds Frank Hartlehnert beim Abschluss zu lange, so dass sein Schuss geblockt wurde. Neuzugang Adrian Dußler hatte den Pass gegeben. Überhaupt war Dußler ein Markstein im Abtswinder Spiel. Der 22-Jährige agierte auffällig im Mittelfeld und tat viel für die Offensive. Mit seinem Vollspannstoß in der 41. Minute erzeugte er die größte Gefahr in der ersten Halbzeit. Schlussmann Christoph Trunk wehrte den Distanzschuss gerade noch ab. Die ersten Minuten nach der Pause gingen wieder an die Gastgeber. Steffen Barthels Freistoß klatschte an den Pfosten (50.). Daniel Endres versuchte es spektakulär mit einem Fallrückzieher (51.). Die zwei Offensivkräfte wirkten auch beim Führungstreffer zusammen: Endres setzte Bambergs Torwart Christoph Trunk unter Druck, weil der einen Rückpass auf dem Fuß hatte. Statt einen Mitspieler zu finden, landete der Ball direkt bei Steffen Barthel, der die unfreiwillige Vorlage zum 1:0 annahm (67.).

Die Führung hielt nicht lange, und das war schon abzusehen, als Adrian Dußlers Diagonalschlag abgefangen wurde und der Konter lief. Bambergs Marc Eckstein bediente Luca Ljevsic, und der Ball flog zum 1:1 ins lange Eck (71.). „Der ein oder andere Laufweg, manches spielerische Element hat nicht gepasst“, stellte Petr Skarabela fest. Das musste auch beim Gegentreffer gelten. Auch sonst stellte Bamberg in den zweiten 45 Minuten seine Klasse unter Beweis, gerade bei schnellen Vorstößen. Die beste Chance auf den Siegtreffer hatte trotzdem Abtswind: Daniel Endres fand die Lücke gegen zwei Bamberger, doch beim gut reagierenden Torhüter Christoph Trunk war Endstation (84.). Am Sonntag, 25. Juni, befindet sich Abtswind erneut im Testspiel-Einsatz: Beim Frankencup in Euerbach kommt es um 14:15 Uhr zum Vergleich mit dem Ligakonkurrenten DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Um 15:45 Uhr im Spiel um Platz drei oder um 17 Uhr im Finale ist der Gegner entweder der Landesliga-Rückkehrer SV Euerbach/Kützberg oder der Bayernligist FC Sand. Der Sieger des Blitzturniers (Spielzeit jeweils 2×30 Minuten) erhält 500 Euro.

Michael Kämmerer

Abtswinds Przemyslaw Szuszkiewicz nimmt die Hürde in Person des Bambergers Benedikt Leicht, ist aber gleichzeitig den Ball los.

Das Spiel in der Statistik

TSV Abtswind: Patrick Hefner – Lukas Wirth, Adrian Graf (46. Mathias Brunsch), Sven Gibfried (72. Carl Murphy), Przemyslaw Szuszkiewicz – Jonas Wirth (63. Nicolas Wirsching), Adrian Dußler, Philipp Hummel (80. Julian Beßler), Frank Hartlehnert (46. Jona Riedel) – Steffen Barthel, Pascal Kamolz (46. Daniel Endres).
DJK Don Bosco Bamberg: Christoph Trunk – Simon Schmoll (46. Benedikt Leicht), Pascal Niersberger, Johannes Jessen, Felix Strobler (46. Timo Strohmer) – Nicolas Wunder, Markus Fischer, Daniel Schäffler, Ulrich Spies (57. Marc Eckstein) – Martin Körner (65. Florian Schmauser), Luca Ljevsic; Rückwechsel: Martin Körner für Markus Fischer (76.)
Schiedsrichter: Michael Krug (Versbach); Assistenten: Alexander Weiß (Sachsen), Lukas Lorenz (Eisingen).
Zuschauer: 50
Gelbe Karte: Jona Riedel (Abtswind).
Tore: 1:0 Steffen Barthel (67.), 1:1 Luca Ljevsic (71).

Impressionen vom Spiel gibt es in einer Fotoserie.

Alle Abtswinder Testspiele im Überblick.

Geht das mit den Verletzten schon wieder los?


Geht das mit den Verletzten schon wieder los?

Neuankömmling Damian Rzedkowski laboriert seit dem ersten Test an einem Bänderriss

Vorschau auf das Wochenende

Slider Ende

Eine Woche steht der TSV Abtswind im Training, und schon gibt es den ersten Verletzten zu beklagen. Damian Rzedkowski erwischte es am vergangenen Sonntag im Test gegen den Baiersdorfer SV (4:0), als sich dem 24 Jahre alten polnischen Innenverteidiger der Knöchel umbog. Diagnose Bänderriss. „Es war nicht ganz klar, ob der Gegner ihm auf den Fuß getreten ist oder ob es ohne Einwirkung passiert ist“, sagt Abtswinds Trainer Petr Skarabela.

Geht die Verletztenmisere wieder von vorne los? Letzte Saison war das Lazarett so groß, dass Abtswind am Ende die Spieler ausgingen. Die Ausfälle stellten sich als so gravierend dar, dass das Team mit dem FC Schweinfurt 05 II und Jahn Forchheim nicht mithalten konnte und hinter den beiden Bayernliga-Aufsteigern mit Rang drei Vorlieb nehmen musste. „Wenn wir ohne größere Verletzungen durch die Saison kommen, bin ich guter Dinge“, hatte Skarabela beim Trainingsauftakt gesagt, als er zusammen mit Manager Christoph Mix das Saisonziel Aufstieg festlegte. Und nun das. Wie schwer wiegt der Ausfall des Neuzugangs, der bislang für den Kreisligisten TSV Schlüsselfeld und davor in der vierten polnischen Liga spielte? In Baiersdorf überzeugte Rzedkowski (im Bild rechts) als kantiger Defensivmann mit überragenden Zweikampfwerten, vor allem beim Kopfball. „Er ist ein kompromissloser Abräumer“, sagt Trainer Skarabela über den 1,86 Meter langen Recken. „Im spielerischen Bereich kann er sich noch verbessern.“

Auch wenn Rzedkowski einige Zeit fehlen wird, bleibt Skarabela gelassen und sieht keine schlechten Vorzeichen für die bevorstehende Punktspielrunde. In Adrian Graf und Sven Gibfried verfügt Abtswind über zwei gestandene Innenverteidiger. Zumal sonst nur Daniel Hämmerlein ausfällt, der nach einer Meniskusoperation im Mai erst wieder auf die Beine kommen muss. Der Kader ist gut gefüllt und stark besetzt. Das zeigte bereits der eindrucksvolle Auftritt gegen den Landesligisten Baiersdorf. Drei Trainingseinheiten absolvierte der Kader im Laufe der Woche. Die vierte am Freitagabend erließ Skarabela seinen Schützlingen aufgrund der hohen Temperaturen. Hitzefrei sozusagen. „Die Wärme von über dreißig Grad macht den Spielern zu schaffen“, sagt der 49-Jährige. „Doch wir haben trotzdem sehr ordentlich trainiert.“

Damit scheint die Mannschaft gerüstet für das Wochenende, wenn sie gleich zweimal im Einsatz ist: Am Samstag, 24. Juni, steht um 14 Uhr zu Hause das Vorbereitungsspiel gegen den Bayernligisten DJK Don Bosco Bamberg an. Einen Tag später geht Abtswind als eine von vier Mannschaften beim Frankencup in Euerbach an den Start: Um 14:15 Uhr kommt es zum Vergleich mit dem Ligakonkurrenten DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Um 15:45 Uhr im Spiel um Platz drei oder um 17 Uhr im Finale ist der Gegner entweder der Landesliga-Rückkehrer SV Euerbach/Kützberg (mit dem früheren Abtswinder Schlussmann Irnes Husic) oder der Bayernligist FC Sand. Der Sieger des Blitzturniers (Spielzeit jeweils 2×30 Minuten) erhält 500 Euro.

Michael Kämmerer

Alle Vorbereitungstermine im Überblick.

Der nächste Neuzugang kommt aus Polen


Der nächste Neuzugang kommt aus Polen

Damian Rzedkowski spielte in seiner Heimat in der vierten Liga

Letzte Station TSV Schlüsselfeld

Slider Ende

Nach einem Torhüter, zwei Mittelfeldspielern und einem Angreifer hat der TSV Abtswind zu Beginn der Vorbereitung auf die Saison 2017/18 nun auch einen Verteidiger verpflichtet. Damian Rzedkowski ist der fünfte Neuzugang im Kader von Trainer Petr Skarabela. Der 24-Jährige trug zuletzt das Trikot des Kreisligisten TSV Schlüsselfeld. In seinem Heimatland Polen hatte Rzedkowski zuvor in der vierten Liga gespielt.

„Aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen und seiner Stärken im Zweikampf und beim Kopfball trauen wir Damian zu, dass er sich auch in der Landesliga durchsetzen kann“, sagt Abtswinds Manager Christoph Mix (im Bild mit dem Neuzugang). Mit 1,86 Metern hat Rzedkowski das Gardemaß für einen Innenverteidiger. Mit sechs Treffern in 26 Partien in der vergangenen Kreisliga-Saison erbrachte der Rechtsfuß auch den Nachweis für seine Torgefährlichkeit als Abwehrspieler. Trotz der großen Konkurrenz in den eigenen Reihen verfolgt Rzedkowski beim TSV Abtswind ein klares Ziel: „Auch wenn ich in den letzten drei Jahren nur in der Kreisliga und in der Kreisklasse gespielt habe, will ich nicht nur auf der Bank sitzen, sondern Stammspieler werden. Dieser Herausforderung stelle ich mich.“ Damian Rzedkowski stammt aus der polnischen Kleinstadt Barlinek, rund achtzig Kilometer entfernt von Stettin. Vor vier Jahren zog es ihn nach Deutschland. Bevor er sich dem TSV Schlüsselfeld anschloss, war er eine Saison lang an den Wochenenden 630 Kilometer in seine Heimat gefahren, um für seinen Klub in der vierten polnischen Liga zu spielen.

Michael Kämmerer

Die weiteren Neuzugänge im Porträt:
Julian Schneider
Adrian Dußler
Lukas Wirth
Daniel Endres

Das fängt ja gut an: 4:0 im ersten Test


Das fängt ja gut an: 4:0 im ersten Test

Abtswind dominiert gegen den Landesligisten Baiersdorf nach Belieben

Baiersdorfer SV – TSV Abtswind 0:4 (0:2)

Slider Ende

Nach nur einer lockeren Trainingseinheit zum Start in die Vorbereitung am Freitagabend nahm es TSV Abtswind bereits mit einem Landesligisten als Testspielgegner auf. Der erste Auftritt am Sonntagnachmittag beim Baiersdorfer SV verlief weit besser, als von Trainer Petr Skarabela erwartet. Der überzeugende 4:0-Erfolg brachte den 49-Jährigen fast schon zum Schwärmen.

Mit einem Aufgebot von siebzehn Akteuren reiste der Abtswinder Tross nach Mittelfranken. Von den fünf Zugängen gaben mit Torhüter Julian Schneider, Innenverteidiger Damian Rzedkowski, Mittelfeldspieler Adrian Dußler und Angreifer Daniel Endres (im Bild) vier Neuankömmlinge ihr Debüt in der Anfangsformation. Lukas Wirth, mit achtzehn Jahren der Jüngste im Aufgebot, kam zur zweiten Halbzeit in die Partie. Auch die übrigen Feldspieler erhielten nach der Pause ihren Einsatz. Einzig Frank Hartlehnert blieb auf der Bank, nachdem er beim Warmmachen seine Muskulatur schmerzhaft gespürt hatte. Wegen ähnlicher Probleme war der sprintstarke Flügelspieler in der zurückliegenden Saison wochenlang ausgefallen. Daher wollte Skarabela bei Hartlehnert kein Risiko eingehen. Baiersdorf, Tabellensiebter der Nordost-Gruppe, war bereits eine Woche vor Abtswind in die Vorbereitung eingestiegen, doch Anlaufschwierigkeiten hatten die Gäste überhaupt keine.

Die vier Tore durch Pascal Kamolz, Daniel Endres, Philipp Hummel und Jona Riedel waren nur ein Bruchteil der Chancen, die Abtswind kreierte. „Ich bin sehr positiv überrascht, was die Mannschaft nach nur einer Trainingseinheit gezeigt hat“, sagte Petr Skarabela. „Und ich glaube, die Jungs sind selbst von sich überrascht gewesen.“ Besonders in den ersten 45 Minuten machten die Abtswinder mit dem Gegner, was sie wollten. Dominante Aktionen über außen, gepaart mit zahlreichen Flanken, brachten Baiersdorf schnell in Schwierigkeiten. Bei sonnigen Temperaturen um die dreißig Grad lief der TSV heiß und lieferte einen Vorgeschmack, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Und das, obwohl die Stammspieler Nicolas Wirsching, Peter Mrugalla und Daniel Hämmerlein noch nicht einmal im Aufgebot standen.

Dass es am Ende nur ein 4:0 wurde, war so mancher Lässigkeit im Abschluss geschuldet. Allein das Sturmduo Kamolz und Endres hätte es auf sechs Treffer bringen können. Kamolz verwertete den Ball nach einer Ecke in der 15. Minute zumindest zur 1:0-Führung und zeigte mit seinem neuen Partner bereits ein erstaunlich gutes Spielverständnis. Für Daniel Endres, weder verwandt noch verschwägert mit Jürgen Endres, ist die Landesliga kein Neuland: Für Bayern Kitzingen hatte er dort in zwei Spielzeiten bereits sein Können mit einer Reihe von Toren unter Beweis gestellt, ehe zu seinem Heimatverein FG Marktbreit/Martinsheim in die Bezirksliga zurückgekehrt war. Der 24-Jährige machte in Baiersdorf seine Sache besonders bei Kopfbällen gut, traf nach einer halben Stunde mit einem präzisen Schuss in den Torknick zum 2:0 und lieferte eben mit einem Kopfball die Vorlage zum dritten Treffer. Philipp Hummel lupfte daraufhin das Leder in der 87. Minute ins Netz.

Das Ende besiegelte Jona Riedel mit dem 4:0 nach einem Diagonalschlag von Carl Murphy Augenblicke vor dem Schlusspfiff. „Das waren alles richtig gut herausgespielte Tore“, freute sich Petr Skarabela. Nach dem Seitenwechsel hatte sein Team, ausgelöst durch mehrere Wechsel, für eine Viertelstunde die klare Linie verloren, dann aber wieder zu sich gefunden. Jürgen Endres und Neuling Adrian Dußler auf der Doppelsechs, deren Zusammenspiel sehr gut funktionierte, machten Platz für die Brüder Jonas und Lukas Wirth. Bezeichnend für die Abtswinder Überlegenheit waren die Spielanteile des Gegners: Die überforderten Baiersdorfer kamen lediglich zu einer halbwegs guten Möglichkeit. Ansonsten blieb Schlussmann Julian Schneider beschäftigungslos. In der Innenverteidigung hatten Adrian Graf und Damian Rzedkowski alles abgeräumt.

Michael Kämmerer

Das Spiel in der Statistik

Baiersdorfer SV: Lukas Drummer – Christopher Lee (46. Tim Zessinger), Christoph Lehmann, Timo Scherer, Nicolas Wurm (46. Max Grabert) – Sebastian Zecho (87. Leon Pöhlmann), Nuyan Karsak (46. Timo Noppenberger), Maximilian Kundt (60. Karim Said), Lars Reinhardt (46. Dominik Schütz) – Christian Kraus (46. Max Schmitt), Patrick Hoffmann (77. Halim Altuntas).
TSV Abtswind: Julian Schneider – Carl Murphy, Adrian Graf, Damian Rzedkowski, Przemyslaw Szuszkiewicz (65. Julian Beßler) – Philipp Hummel, Jürgen Endres (46. Jonas Wirth), Adrian Dußler (46. Lukas Wirth), Jona Riedel – Daniel Endres, Pascal Kamolz (46. Steffen Barthel).
Schiedsrichter: Manuel Doneff (Weingarts); Assistenten: Marc Bauer (Neuses), Laura Schmidt (Burk).
Tore: 0:1 Pascal Kamolz (15.), 0:2 Daniel Endres (30.), 0:3 Philipp Hummel (87.), 0:4 Jona Riedel (90.).

Alle Abtswinder Testspiele im Überblick.

Fotoserien

Weitere Fotoserien